Journal Onkologie
Gesundheitspolitik

59% erwarten weitere Verschlechterung

Rund 35% haben nach eigenen Angaben in den letzten zwei, drei Jahren eher schlechtere persönliche Erfahrungen mit der ärztlichen Versorgung gemacht, 5% eher bessere. Bei 54% hat sich demnach nicht viel geändert. Von den Krankenhäusern haben 33% alles in allem einen guten Eindruck, 11% haben keinen guten Eindruck. Rund die Hälfte teils, teils, wie die Umfrage weiter ergab.

Für den „DAK-Gesundheitsmonitor“ hat das Institut für Demoskopie Allensbach vom 18. bis 30. April 1.015 Menschen ab 16 Jahren durch mündlich-persönliche Interviews befragt. 59% erwarten, dass sich in den kommenden zehn Jahren die Gesundheitsversorgung weiter verschlechtert. Die große Mehrheit rechnet mit steigenden Kosten und einer verstärkten Zwei-Klassen-Medizin. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Reformglaube wenig ausgeprägt

Zwei Drittel der Bürger:innen sind laut der Umfrage der Überzeugung, dass das deutsche Gesundheitssystem umfassend reformiert werden muss, allerdings glaubt die Mehrheit nicht, dass es zu umfassenden Gesundheitsreformen kommt. 61% der Bevölkerung haben keinen guten Eindruck von der Gesundheitspolitik. Das ist der schlechteste Wert seit 2009.

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DAK-Vorstandschef Andreas Storm sagte: „Das deutsche Gesundheitssystem ist krank: Wenn die Zufriedenheit der Menschen den tiefsten Stand seit 15 Jahren erreicht, dann müssen umgehend wirkungsvolle Therapien zur Hilfe eingeleitet werden.“

Quelle:

dpa