Journal Onkologie
Gesundheitspolitik

Digitale Vernetzung fehlt

„Wir haben knapp 300 Rettungsdienstbereiche, rund 240 Leitstellen und mehr als ein Dutzend Organisationsformen - oft ohne einheitliche Standards, ohne digitale Vernetzung und ohne klare Steuerung“, erläuterte Dahmen. „Die Folge ist, dass Rettungswagen zu Einsätzen fahren, bei denen andere Hilfen besser geeignet wären - während Notaufnahmen überlaufen, obwohl es Alternativen gäbe, Menschen direkt und fallabschließend zu helfen.“

Reform für mehr Effizienz

Das belaste Patient:innen, überfordere das Personal und treibe die Kosten, warnte der Grünen-Experte. „Mit einer konsequenten Notfall- und Rettungsdienstreform ließen sich jährlich bis zu fünf Milliarden Euro einsparen - bei besserer Versorgung.“ Dahmen kritisierte, dass Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) es bislang nicht geschafft habe, einen eigenen Gesetzentwurf im Kabinett beschließen zu lassen. Das sei angesichts der Lage „fahrlässig“. 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Zum Facharzttermin in sechs Wochen: Warken gelobt Besserung

Jetzt lesen

Warken hatte den Entwurf im November in die interne Abstimmung in der Bundesregierung gegeben. Kernpunkt ist eine stärkere Steuerung über zentrale Anlaufstellen in Krankenhäusern und von überall per Telefon - vor allem nachts und an Wochenenden, wenn normale Praxen geschlossen sind. Vorgesehen ist auch eine generelle digitale Vernetzung mit der Notrufnummer 112.

Quelle:

dpa