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Gesundheitspolitik
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Sieben Krankenkassen testen digitale Hilfsmittel-Verordnung

Darauf weisen die AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, Hanseatische Krankenkasse (HEK), IKK classic und Techniker Krankenkasse (TK) hin. Die sieben Kassen mit insgesamt rund 34 Millionen Versicherten erproben gemeinsam ein komplett digitales Verfahren zur Verordnung von Hilfsmitteln. Seit Juli sind nahezu alle Hilfsmittel einbezogen – vom Diabetes-Sensor bis zum Inhalationsgerät. Ausgenommen sind nur Seh- und Hörhilfen sowie Pflegehilfsmittel.

Das Interesse der Patient:innen ist groß. Rund 175.000 Interessierte haben sich die App ihrer Kasse auf ihr Smartphone geladen, um elektronische Verordnungen (eVerordnungen) für Hilfsmittel zu empfangen.

Arztpraxen und Sanitätshäuser sollen teilnehmen

Auch Arztpraxen, Sanitätshäuser, Apotheken und weitere Hilfsmittelanbieter:innen sind aufgerufen, an dem kassenübergreifenden Pilotprojekt teilzunehmen und den nächsten Schritt bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens mitzugestalten. Denn neben der technischen Lösung sollen auch sämtliche Prozesse so optimiert werden, dass sie den Ansprüchen aller Beteiligten entsprechen. Im Mittelpunkt steht dabei der Abbau von Bürokratie.

eVerordnung soll Aufwand und Zeit im Gesundheitswesen sparen

Aktuell erfolgt der Verordnungsprozess von Hilfsmitteln noch weitgehend auf Papier. Das von den sieben Kassen entwickelte digitale Verfahren soll Print-Ausdrucke, Zeit und Verwaltungsaufwand sparen. Die teilnehmende Ärzt:innenpraxis wird beispielsweise bei der Verordnung durch einen digitalen Assistenten unterstützt. So lassen sich Fehler vermeiden und daraus resultierende Rückfragen von Sanitätshäusern und anderen Hilfsmittel-Leistungserbringer:innen oder Krankenkassen reduzieren. Versicherte wiederum können die eVerordnung per Klick beim Sanitätshaus digital einlösen.

Die gesetzlichen Krankenkassen AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, HEK - Hanseatische Krankenkasse, IKK classic und Techniker Krankenkasse haben sich im Frühjahr 2023 in der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) eGesundheit Deutschland zusammengeschlossen, um Digitalisierungsprojekte im Gesundheitswesen gemeinsam umzusetzen.

forsa-Umfrage zur digitalen Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln

Für die bevölkerungsrepräsentative, telefonische Umfrage im Auftrag der TK befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa vom 25. September bis 21. Oktober 2025 bundesweit insgesamt 1.410 Menschen ab 18 Jahren (mind. 200 Befragte pro Ländergebiet) mit anschließender Proportionalisierung der Gesamtergebnisse.

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Quelle:

Gemeinsame Pressemitteilung AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, Hanseatische Krankenkasse (HEK), IKK classic, Techniker Krankenkasse