Journal Onkologie

Multiples Myelom (MM) | Beiträge ab Seite 2

ASH 2025
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ASH 2025

Linvoseltamab-Monotherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse bei neu diagnostiziertem multiplem Myelom

Die Behandlung des neu diagnostizierten multiplen Myeloms (NDMM) basiert derzeit auf komplexen Triplet- und Quadruplet-Regimen. In der Phase-1/2-Studie LINKER-MM4 zeigte die Monotherapie mit dem bispezifischen Antikörper Linvoseltamab bei Patient:innen mit NDMM hohe Ansprechraten und ein handhabbares Sicherheitsprofil. Die initialen Ergebnisse dieser „Window-of-Opportunity"-Studie wurden auf der 67. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando präsentiert.
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ASH 2025
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TNBC: Ki67 und TILs in Residualtumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie prognostisch bedeutsam
ASH 2025

Langfristiger Nutzen von Isa-VRd bei neu diagnostiziertem Multiplen Myelom

Basierend auf den Studien BENEFIT, IMROZ, REST und ISASOCUT ist Isa-VRd zum Standard der Behandlung für Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplen Mylom (NDMM) geworden, die für eine Transplantation nicht in Frage kommen. Ein kürzlich verabschiedeter internationaler Konsens zum Genom-Staging hat für Patient:innen mit MM die Definition des hohen Risikos (HR) auf der Grundlage einer NGS-basierten Definition sowie des Serum-Beta-2-Mikroglobulin-Spiegels neu definiert und standardisiert. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde eine Studie vorgestellt, in der unter Verwendung der o.g. neuen genomischen Konsensus-Staging-Klassifikation die anhaltende MRD-Negativität bei HR-Patient:innen untersucht worden war.
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ASH 2025
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Microscopic view of bone marrow slide showing Multiple myeloma, a type of bone marrow cancer.
ASH 2025

iMMagine-1: CAR-T-Zell-Produkt Anito-cel bei RRMM hoch wirksam und verträglich

Das neuartige, gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtete CAR-T-Zellprodukt Anitocabtagen autoleucel (Anito-cel) wird aktuell bei Erkrankten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom (RRMM) klinisch geprüft. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurden aktualisierte Daten aus der laufenden Phase-II-Zulassungsstudie iMMagine-1 vorgestellt, die die Wirksamkeit und das günstige Sicherheitsprofil des CAR-T-Zell-Produkts nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von rund 16 Monaten demonstrieren [1].
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ASH 2025
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ASH 2025

NDMM: MRD-Dynamik unter Erhaltungstherapie nach ASCT spricht für Addition von Daratumumab zu Lenalidomid bei initial MRD-positiven Erkrankten

Die Standardtherapie für transplantationsgeeignete Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) nach autologer Stammzelltransplantation (ASCT) besteht in einer Erhaltungstherapie mit Lenalidomid (R). Die Studie AURIGA verglich erstmals im Phase-III-Setting die Erhaltungstherapie mit Daratumumab als Ergänzung zu Lenalidomid (D-R) mit dem Behandlungsstandard R bei Erkrankten mit NDMM nach ASCT, die keine MRD (messbare Resterkrankung)-Negativität auf dem 10-5-Sensitivitätslevel erreicht hatten [1]. Wie bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 zu hören war, führte die Erhaltungstherapie mit D-R zu deutlich höheren MRD-Negativitätsraten, insbesondere auf dem für das Outcome besonders bedeutsamen 10⁻⁶-Sensitivitätlevel: mit über 2,5-fach höheren Konversionsraten zur MRD-Negativität und nahezu 10-fach höheren Raten anhaltender MRD-Negativität im Vergleich zu alleinigem R [2].
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Hämatologie
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DGHO 2025

Bispezifische Antikörper bei RRMM: „In bestimmten Behandlungssituationen mehr Flexibilität wünschenswert“

Bei der Rezidivtherapie des rezidivierenden oder refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) orientieren sich aktuelle Leitlinien an Exposition und Refraktärität. In bestimmten Behandlungssituationen wäre ein flexiblerer Einsatz im Sinne der Betroffenen wünschenswert, erklärte Prof. Dr. Katja Weisel vom Universitätsklinikum Hamburg, im Rahmen eines Symposiums auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2025.
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Hämatologie
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DGHO 2025

Melflufen punktet beim triple-class refraktären Multiplen Myelom

Seit August 2022 erweitert Melflufen das Therapiespektrum für Patient:innen mit fortgeschrittenem, triple-class refraktärem Multiplen Myelom (MM). Für Erkrankte mit mehrfach refraktärer Erkrankung besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Therapieoptionen, die auch in späten Linien noch wirksam und gleichzeitig verträglich sind. Mit Melflufen kann dieser medizinische Bedarf ab der vierten Linie adressiert werden, betonten Expert:innen bei einem Symposium von Oncopeptides im Rahmen der der DGHO-Jahrestragung 2025.
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Hämatologie
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Praxis-Therapieleitfaden: Ambulante Aufdosierung bispezifischer Antikörper beim Multiplen Myelom

Durch die Einführung von bispezifischen Antikörpern (bsAK) konnte die Therapie des rezidivierten/refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) in den letzten Jahren deutlich verbessert werden, was sich durch hohe Ansprechraten und ein tiefes, langanhaltendes Ansprechen auszeichnet. bsAK bieten die Möglichkeit einer vollständig ambulanten Therapie, doch erfolgte die initiale Aufdosierung bisher meist stationär, vor allem aus Sorge vor potenziell schwerwiegenden Nebenwirkungen wie dem Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) und immuneffektorzellassoziierter Neurotoxizität (ICANS). Jüngste Real-world-Daten und erste Versorgungsmodelle belegen nun jedoch die Sicherheit und Machbarkeit einer ambulanten Therapieeinleitung für die meisten Patient:innen. Voraussetzungen sind eine sorgfältige Patientenselektion, standardisierte Überwachungsprotokolle und eine enge Abstimmung mit Notfallstrukturen. Dieser Leitfaden bündelt die aktuelle Evidenz und gibt praxisnahe Empfehlungen für eine sichere ambulante Aufdosierung in Deutschland.
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Hämatologie
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Zulassungserweiterung für Isatuximab – IsaVRd für alle Patient:innen mit de novo Multiplem Myelom

Basierend auf den Ergebnissen der GMMG-HD-7-Studie wurde die Zulassung von Isatuximab erweitert: Der Anti-CD38-Antikörper ist in Kombination mit Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d) ist seit Juli 2025 auch für die Induktionsbehandlung bei erwachsenen Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom (ndMM), die für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sind, indiziert [1].
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ESMO 2025
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ESMO 2025

Sequenzielles Ganzkörper-MRT (WBMRI) bei neu diagnostiziertem Multiplen Myelom

Das sequenzielle Ganzkörper-MRT (Whole-body MRI, WBMRI) erweist sich bei neu diagnostiziertem Multiplem Myelom (NDMM) als hochsensitive Ergänzung zur serologischen Verlaufsbeurteilung. Eine prospektive Kohortenstudie, die auf dem diesjährigen ESMO präsentiert wurde, zeigt: Das Ausgangsbildmuster im WBMRI korreliert signifikant mit dem späteren Bildgebungsansprechen, nicht jedoch mit der Serumantwort. Das WBMRI detektiert frühe dynamische Veränderungen und skelettbezogene Ereignisse, die serologisch unauffällig bleiben können (1).
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Hämatologie
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EHA 2025 – Fortschritte in der Immuntherapie und effektive Erstlinientherapien beim Multiplen Myelom

Innovative immuntherapeutische Ansätze machten auch beim diesjährigen EHA-Kongress die Highlights beim Multiplen Myelom (MM) aus. Besonders auffällig war der Trend zur Kombination bzw. Weiterentwicklung bispezifischer T-Zell-Engager – entweder durch duale Antikörperkombinationen oder neuartige trispezifische Moleküle. Parallel dazu präsentierten akademisch initiierte Studien überzeugende Ergebnisse zu hochwirksamen Quadruplet-Therapien im Transplant-Setting in der Erstlinie. Außerdem wurden die mit Spannung erwarteten Langzeitdaten der CARTITUDE-1-Studie präsentiert. Nachfolgend werden ausgewählte Abstracts vorgestellt, die diese Entwicklungen exemplarisch abbilden.
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Hämatologie
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Hochrisiko-Smouldering Multiples Myelom
Hochrisiko-Smouldering Multiples Myelom (HR-SMM)

Zulassung von Daratumumab-Monotherapie: Paradigmenwechsel beim HR-SMM

Das Schwelende (Smouldering) Multiple Myelom (SMM) ist eine Vorstufe des symptomatischen Multiplen Myeloms (MM). Der Verlauf des SMM wurde bisher in der klinischen Praxis engmaschig überwacht (Watch & Wait), auch bei Patient:innen mit einem hohen Risiko, ein symptomatisches Myelom zu entwickeln [1]. Mit Daratumumab* steht seit Juli 2025 erstmals eine zeitlich begrenzte Therapie für HR-SMM-Patient:innen zur Verfügung. Der Anti-CD-38-Antikörper Daratumumab verzögerte in der Phase-III-Studie AQUILA# den Progress zum symptomatischen MM [2].
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Hämatologie
 7 Min|
Elranatamab beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom
Elranatamab beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom

Überzeugende Langzeitdaten sprechen für anhaltende Wirksamkeit und Sicherheit

Seit Ende 2023 steht mit Elranatamabs beim rezidivierten und refraktären Multiplen Myelom (RRMM)* eine effektive und verträgliche Monotherapie zur Verfügung [1-3]. In der Zulassungsstudie MagnetisMM-3 führte der gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und Cluster of Differentiation 3 (CD3) gerichtete bispezifische Antikörper (BsAB) im Langzeit-Follow-up# zu einem dauerhaften und tiefen Ansprechen+; die mediane Ansprechdauer (DOR) ist bislang nicht erreicht [3]. Das progressionsfreie Überleben (PFS) erstreckt sich über median 17,2 Monate [3].
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Hämatologie
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Röntgenaufnahme einer Oberschenkelhalsfraktur und Hüftfraktur aufgrund einer Multiplen Myelomerkrankung mit Knochenschwäche.

Belastbarkeit von Knochenveränderungen beim Multiplen Myelom

Patient:innen mit einem Multiplen Myelom (MM) können von schweren Knochendestruktionen betroffen sein, welche die Stabilität des Skelettsystems gefährden. Daher stellt sich oft die Frage, ob und in welchem Umfang diese Knochenläsionen belastbar sind. Es stehen verschiedene Klassifikationssysteme für die Beurteilung der Stabilität von Knochenläsionen zur Verfügung, allerdings wurden diese nicht speziell für das MM entwickelt und erlauben daher keine detaillierte Aussage zur Belastbarkeit des Knochens. MM-Patient:innen sollten eine individuelle orthopädische Beratung zur Knochenstabilität erhalten, um eine langfristige Immobilisation und funktionelle Einschränkungen nach Möglichkeit zu vermeiden.
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Medizin
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Aktuelle Umfrage zum Multiplen Myelom: Bedürfnisse im komplexen Behandlungsspektrum

Das Multiple Myelom (MM) ist weltweit die zweithäufigste maligne hämatologische Erkrankung [1, 2]. Insbesondere für das rezidivierte/refraktäre Multiple Myelom (RRMM) besteht aufgrund der ungünstigen Prognose ein dringender Bedarf an innovativen Therapiekonzepten. Dabei liegt der Fokus auf einer effektiven Krankheitskontrolle bei zugleich akzeptabler Toxizität sowie der nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität (QoL) [3].
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Hämatologie
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EHA 2025

RRMM mit extramedullärer Manifestation: Kombi aus zwei bispezifischen Antikörpern zeigt vielversprechende Aktivität

Erkrankte mit rezidiviertem/refraktärem Multiplen Myelom (RRMM) und extramedullärer Manifestation (EMD) sprechen schlecht auf Standardtherapien an und haben eine ungünstige Prognose. Nun konnte die Kombination aus den beiden bispezifischen Antikörpern Teclistamab und Talquetamab, die mit dem B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und GPRC5 unterschiedliche Zielstrukturen auf Myelomzellen adressieren, in der Phase-II-Studie RedirecTT-1 hohe und anhaltende Ansprechraten bei handhabbarem Sicherheitsprofil erzielen [1]. Damit könnte ein hoher medizinischer Bedarf in dieser schwer behandelbaren Population mit RRMM und EMD adressiert werden. Die Daten wurden beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2025 als Late Breaking Abstract vorgestellt.
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Hämatologie
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EHA 2025

Vor allogener Transplantation die Frailty der Erkrankten korrekt einschätzen

Der Grad einer potentiellen Gebrechlichkeit von Erkrankten – die Frailty – hat einen wesentlichen Einfluss auf den Outcome nach einer allogenen Stammzelltransplantation (alloSCT), sodass deren korrekter Bewertung vor der Transplantation eine entscheidende Rolle zukommt. Beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2025 bestätigte eine als Late Breaking Abstract vorgestellte prospektive Studie die Verlässlichkeit und zeitsparende Anwendung des „Hematopoietic Cell Transplantation Frailty Scale“ bei der Klassifizierung der Patient:innen. Sie untermauerte außerdem erneut, dass Frailty einen negativen prädiktiven Faktor bei einer alloSCT darstellt, und zwar in jedem Lebensalter [1].
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Hämatologie
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EHA 2025

RRMM: CAR-T-Zell-Produkt Anito-cel zeigt im Phase-II-Setting hohe Wirksamkeit bei günstigem Sicherheitsprofil

Anitocabtagen autoleucel (Anito-cel) ist eine neuartige CAR-T-Zelltherapie, die bei Erkrankten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom (RRMM) klinisch geprüft wird. Bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 stellte Prof. Gurbakhash Kaur vom Mount Sinai Health System in New York, NY, USA, aktuelle Daten der laufenden Phase-II-Zulassungsstudie iMMagine-1 vor, die die Wirksamkeit und das günstige Sicherheitsprofil des CAR-T-Zell-Produkts demonstrieren [1].
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