Journal Onkologie

Malignes Melanom

Malignes Melanom
Ärztin untersucht ein Muttermal bei einer weißhaarigen Dame
Langzeitüberleben beim Melanom

Nachsorge der Melanom-Survivors

Immer mehr Menschen überleben eine Melanomerkrankung – dank früherer Diagnosen und innovativer Therapien. Doch mit dem wachsenden Kreis der Langzeitüberlebenden entstehen neue Fragen: Wie sieht eine angemessene Nachsorge aus, wenn die Erstdiagnose Jahre zurückliegt? Welche Spätfolgen und chronischen Nebenwirkungen können auftreten? Und wie können Forschung, Rehabilitation und spezialisierte Angebote die Lebensqualität dieser Patient:innen langfristig sichern? Der folgende Beitrag beleuchtet aktuelle Daten zum Langzeitüberleben, stellt Initiativen wie das ADO-Komitee „Survivorship“ und den „Safe Stop Trial“ vor und gibt einen Ausblick auf die Versorgung von Melanom-Survivors in Deutschland.
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Melanom: Vibostolimab plus Pembrolizumab ohne Zusatznutzen in der adjuvanten Therapie

Die Kombination aus Vibostolimab und Pembrolizumab galt als vielversprechender Therapieansatz in der adjuvanten Behandlung des malignen Melanoms. Doch die randomisierte Phase-III-Studie KEYVIBE-010 brachte eine ernüchternde Erkenntnis: Die Zugabe von Vibostolimab zu Pembrolizumab verbessert das rezidivfreie Überleben bei Patient:innen mit reseziertem Hochrisiko-Melanom der Stadien IIB bis IV nicht. Im Gegenteil zeigte die Kombinationstherapie sogar eine Tendenz zu mehr Rezidivereignissen bei gleichzeitig erhöhten Nebenwirkungen. Die Studie wurde vorzeitig beendet, Pembrolizumab als Monotherapie bleibt der Standard in der adjuvanten Therapie.
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ESMO 2025
ESMO 2025

CPI-RR Melanom: mRNA-4359 + Pembrolizumab zeigt klinische Aktivität

mRNA-4359 ist eine neuartige mRNA-basierte Therapie, die PD-L1- und IDO1-Antigene kodiert, um T-Zell-Reaktionen gegen Tumorzellen und immunsuppressive Zellen auszulösen. Sie wird in einer laufenden Phase-I/II-Studie (NCT05533697) als Monotherapie oder in Kombination mit dem Checkpoint-Inhibitor (CPI) Pembrolizumab untersucht. Frühere Daten zeigten eine gute Verträglichkeit in allen Monotherapie-Dosierungen. Beim ESMO 2025 wurden klinische Ergebnisse und Sicherheitsdaten aus der vollständig rekrutierten Kohorte von Patient:innen mit CPI-resistentem/refraktärem (CPI-RR) Melanom präsentiert, die mit mRNA-4359 + Pembrolizumab behandelt wurde [1].
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3d illustration of aligned cells with one red cell in the middle

Gewebebasierte Risikoprognose beim kutanen Melanom: Neuer Ansatz zur Bewertung der SLNB

Die Wächterlymphknotenbiopsie (sentinel lymphnode biopsy, SLNB) wird in der aktuellen Leitlinie zum Melanom ab einer Tumordicke von 1,0 mm oder ab 0,75 mm bei Hochrisiko-Konstellationen zur Ausbreitungsdiagnostik empfohlen. Trotz des diagnostischen Werts der SLNB zeigen Studien, dass bei korrekt indizierten Patient:innen die Wahrscheinlichkeit für einen Befall mit Tumorzellen unter 20% liegt, besonders bei dünnen Melanomen. Gewebebasierte Genexpressionsprofile (GEP) und Immunhistochemie (IHC) bieten vielversprechende Ansätze zur präziseren Risikostratifikation, um unnötige SLNBs zu reduzieren und Hochrisiko-Patient:innen frühzeitig zu identifizieren. Tests wie der 31-GEP und der Merlin-Assay zeigen, dass sie das Risiko eines Wächterlymphknoten (SLN)-Befalls besser vorhersagen und die Anzahl der SLNBs signifikant senken können. Außerdem wird die adjuvante Therapie mittels Immuncheckpoint-Inhibition bereits ab Stadium IIB/C, somit bei negativen SLNs, durchgeführt. Zusätzlich gewinnen blutbasierte Ansätze wie die Liquid Biopsy an Bedeutung, um die Krankheitserkennung und Therapieüberwachung zu verbessern. Zukünftige und aktuell laufende prospektive Studien sind entscheidend, um diese Tests in die klinische Praxis zu integrieren und die SLNB perspektivisch zu ersetzen.
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Malignes Melanom
Skin Cancer

Neoadjuvante Therapie beim Melanom: Das „window of opportunity“ nicht verpassen!

Die neuesten Entwicklungen der Melanomtherapie sind beeindruckend. Langzeitdaten mit einem medianen Überleben von 6,5 Jahren bis hin zu vielversprechenden neoadjuvanten Ansätzen, die bei 60% der Patient:innen eine adjuvante Therapie überflüssig machen. Für einige Patientengruppen besteht jedoch nach wie vor großer Bedarf an neuen, wirksamen Therapien. Der Experte Prof. Dr. Bastian Schilling, Frankfurt, erklärt im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE, warum Tumoren manchmal erst einmal „drinbleiben“ sollten und welche Hoffnungen er in neue Vakzinierungskonzepte setzt.
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Malignes Melanom
Reduzierte Tablettenzahl entlastet Melanom-Patienten

Reduzierte Tablettenzahl entlastet Patient:innen mit BRAFV600-mutiertem Melanom

Die Kombination aus Encorafenib + Binimetinib stellt eine bewährte Option zur zielgerichteten Behandlung des BRAFV600-mutierten Melanoms dar [1]. Nun ist Binimetinib auch als 45 mg-Tablette verfügbar. Dies reduziert die Anzahl der Tabletten von 3 auf 1. Die vereinfachte Dosierung und die nahrungsmittelunabhängige Einnahme* kann die Therapieadhärenz und die Handhabung für die Patient:innen verbessern [2, 3].
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Malignes Melanom
Metabolomische Signaturen in Flüssigbiopsien korrelieren mit Überleben bei metastasiertem Melanom unter ICI-Therapie

Melanom: Flüssigbiopsie zeigt prognostische Metaboliten bei ICI-Therapie

Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, dass sich das Ansprechen von Patient:innen mit metastasiertem Melanom auf Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) anhand bestimmter Stoffwechselmuster im Blut vorhersagen lässt. Die Untersuchung verdeutlicht, wie die Analyse von Metaboliten in Flüssigbiopsien als nicht-invasive Methode zur Stratifizierung von Patient:innen beitragen kann – mit dem Ziel, den Therapieerfolg zu optimieren und Resistenzen frühzeitig zu erkennen.
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Medizin

Malignes Melanom: Wirkweise von Kombi-Immuntherapie entschlüsselt

Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Freiburg zeigt, weshalb bestimmte kombinierte Immuntherapien bei Patient:innen mit fortgeschrittenem Hautkrebs besonders gut helfen können (1). Wie die Freiburger Forscher:innen nun erstmals nachweisen konnten, spielt dabei der IL-21-Signalweg eine entscheidende Rolle, da er wesentliche Immunzellen stärker und gezielter aktiviert. Die Studie wurde im Fachmagazin „Nature Immunology" veröffentlicht.
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Malignes Melanom

Interview zum ADO 2024: Neue Therapieansätze beim malignen Melanom

Erkennung im Frühstadium und immense Fortschritte in der Therapie haben in den letzten 20 Jahren das Überleben für Patient:innen mit schwarzem Hautkrebs deutlich verbessert. Rund 2 Drittel der Melanome werden früh genug erkannt und sind vollständig heilbar. Im fernmetastasierten Stadium liegen die 5-Jahres-Überlebensraten inzwischen bei rund 55%. Beim Deutschen Hautkrebskongress werden neue Therapiekonzepte vorgestellt. Kongresspräsident Prof. Dr. Bastian Schilling, Frankfurt am Main, und der 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO), Prof. Dr. Ralf Gutzmer, Minden, geben Einblicke in die aktuelle Diskussion.
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Malignes Melanom

COLUMBUS-Studie: Langzeitüberleben beim malignen Melanom – 7-Jahres-Update: Anhaltender Benefit von Encorafenib + Binimetinib

Seit 2011 hat sich die Behandlung des metastasierten Melanoms durch die Zulassung von Immuntherapien und zielgerichteten Therapeutika dramatisch verändert, die Prognose betroffener Patient:innen entscheidend verbessert. Aus der COLUMBUS- Zulassungsstudie liegen mittlerweile Langzeitdaten über 7 Jahre zur Kombination von ­Encorafenib und Binimetinib beim inoperablen und metastasierten Melanom mit BRAFV600-Mutation vor (1). ­Die COLUMBUS-Daten stellen das längste Follow-up einer Phase-III-Studie zur kombinierten BRAF-/MEK-Inhibition in dieser Indikation dar. Nach 97 Monaten ist weiterhin ein gutes Viertel der Teilnehmer:innen am Leben; das Risiko für Progress oder Tod war nach 7 Jahren gegenüber dem Kontrollarm nahezu halbiert (1).
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Hämatologie

Hämatologie

Die Sommer-Ausgabe des JOURNAL ONKOLOGIE 2024 behandelt den Schwerpunkt Hämatologie. Lesen Sie einen Übersichtsbeitrag zur Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms (MM) und lernen Sie das MyCARe-Modell kennen – ein Vorhersagemodell für das Rückfallrisiko beim MM. In einem Interview wird auf aktuelle Entwicklungen bei der Polycythaemia Vera eingegangen. Der Fortbildungsteil beinhaltet u.a. einen ausführlichen Artikel zur Strahlentherapie bei neuroendorkinen Tumoren und gemischt neuroendokrinen und nicht-neuroendokrinen Neoplasien des Gastrointestinaltrakts (MiNEN). Lesen Sie außerdem die Zusammenfassung eines aktuellen Reviews über das Management von Lebermetastasen bei kolorektalen Karzinomen.
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Malignes Melanom

8-Jahres-Analyse der COMBI-AD: anhaltend starker Trend zu längerem OS durch adjuvante Therapie mit Dabrafenib/Trametinib beim BRAF-mutierten Melanom

Für Patient:innen mit BRAF-mutiertem Melanom im Stadium III empfehlen Leitlinien die adjuvante Standardbehandlung mit dem BRAF-Inhibitor Dabrafenib plus dem MEK-Inhibitor Trametinib (1). Die Kombinationstherapie konnte in früheren Auswertungen der internationalen doppelblinden, COMBI-AD-Studie den primären Endpunkt, das rezidivfreie Überleben (RFS), gegenüber Placebo deutlich verbessern (2) – ein Benefit, der auch in weiteren Studien-Updates bestätigt werden konnte. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2024 stellte Prof. Georgina V. Long, Sydney, Australien, nun neben den finalen Studiendaten für das RFS weitere relevante Endpunkte wie das fernmetastasenfreie Überleben (DMFS) und insbesondere das Gesamtüberleben (OS) vor – nach einem medianen Follow-up von 8 Jahren, der längsten Nachbeobachtungszeit in einer adjuvanten Studie beim Melanom im Stadium III (3).

 
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CME

Multidisziplinärer Ansatz zur Behandlung von Melanomen der Schleimhäute

Das Schleimhautmelanom (SHM) ist ein seltener Tumor, der im Gegensatz zum kutanen Melanom (CM) nicht mit UV-Strahlung assoziiert ist. Bislang wurden keine eindeutigen Risikofaktoren identifiziert. Die Diagnose erfolgt häufig erst im fortgeschrittenen Stadium. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist bei der Diagnosestellung von SHM unabdingbar. Die Behandlung umfasst primär die lokale Exzision, danach sollte eine adjuvante Systemtherapie angeboten werden. Für die Auswahl geeigneter Therapieoptionen ist der molekulare Mutationsstatus von Bedeutung, wobei im Vergleich zum CM seltener BRAF-Mutationen, dafür häufiger KIT-Mutationen vorliegen. In fortgeschrittenen Stadien können sowohl Immuntherapie als auch zielgerichtete Therapien erwogen werden, jedoch gibt es aufgrund der Seltenheit der Erkrankung wenig aussagekräftige Daten. Aufgrund der ungünstigen Prognose sind zusätzliche Erkenntnisse erforderlich, um Krankheitsverständnis und Behandlung weiter zu verbessern.
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