Dr. rer. nat. Annette Junker
Beiträge von Dr. rer. nat. Annette Junker
EHA 2026
EHA 2026
Presidential-Symposium II: Die Zukunft für Hämophilie-Patient:innen gestalten
Die Entwicklung der Hämophilie-Therapie lässt sich als ein Weg von einer lebensbedrohlichen Erkrankung hin zu einer heute weitgehend kontrollierbaren chronischen Erkrankung zusammenfassen. Als letzter Vortrag während des 2. Präsidentensymposiums beim EHA 2026 skizierte Dr. Pratima Chowdary, University Collage, London, diesen Weg und wies auf die Zukunft einer personalisierten Medizin auch für Hämophilie-Patient:innen hin [1].
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EHA 2026
EHA 2026
Nachhaltiger klinischer Nutzen von Belantamab Mafodotin bei RRMM auch bei hohem Risiko
Therapien, die auf das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) abzielen, haben die Behandlungslandschaft beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM) grundlegend verändert. Bereits in der Erstanalyse der DREAMM-8-Studie, in der Belantamab Mafodotin (BPd) untersucht worden war, zeigte sich eine deutliche Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) im BPd-Arm. Während des EHA-Kongresses wurde eine Post-hoc-Analyse der Patient:innen vorgestellt, die im BPd-Arm der DREAM-8-Studie sehr lange überlebt hatten [1].
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EHA 2026
EHA 2026
Cilta-cel punktet erneut beim Multiplem Myelom: Zytogenetische Untergruppenanalyse der Studie CARTITUDE-4
Bei vorbehandelten Patient:innen mit Lenalidomid-refraktärem multiplem Myelom hatten sich in der CARTITUDE-4-Studie schon signifikante Vorteile hinsichtlich des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens durch Ciltacabtagene Autoleucel (Cilta-cel) gezeigt [1]. Während des EHA-Kongresses wurde eine Subgruppenanalyse dieser Studie von Patient:innen vorgestellt, die ein hohes zytogenetisches Risiko hatten und eine Überbrückungstherapie bekommen hatten [2].
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EHA 2026
EHA 2026
RR CLL/SLL: Pirtobrutinib im Vergleich zu BTK-Inhibitoren der zweiten Generation
Die BRUIN CLL-314-Studie, die auf dem amerikanischen Hämatologenkongress ASH 2025 vorgestellt wurde, hatte die Nichtunterlegenheit von Pirtobrutinib gegenüber Ibrutinib hinsichtlich der Gesamtansprechrate (ORR) bei Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer (RR) chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und kleinem lymphozytären Lymphom (SLL) gezeigt. Während des EHA-Kongresses wurde nun eine Studie vorgestellt, die den Vergleich der Wirksamkeit und der Sicherheit von Pirtobrutinib zu den BTK-Inhibitoren der zweiten Generation im Fokus hatte.
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Prostatakarzinom
ASCO 2026
PSMA-positives metastasiertes Prostatakarzinom: Auch Subgruppenanalysen sprechen für ein Hinzufügen der Radioligandentherapie
In der Phase-III-Studie PSMAddition führte die Kombination von 177Lu-PSMA-617 mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) und einem Hemmer des Androgenreptorsignalwegs (ARPI) zu einem signifikant verbesserten rPFS bei Patienten mit PSMA-positivem mHSPC im Vergleich zu ADT und ARPI allein (HR=0,72, 95% KI: 0,58, 0,90; p = 0,002). Während des ASCO 2026 wurden die Ergebnisse zu zwei wichtigen sekundären Endpunkten dieser Studie vorgestellt – die Subgruppenanalysen der Patienten mit hoher bzw. niedriger Tumorlast (DV) und derer mit de novo bzw. rezidiviertem mHSPC.
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Ovarialkarzinom
ASCO 2026
BRCA1/2-/HRD-positives Ovarialkarzinom: Dauer der Erhaltungstherapie mit Olaparib
Der in den randomisierten klinischen Studien SOLO-1 und PAOLA-1 nachgewiesene signifikante Vorteil hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (PFS) setzte den Standard für eine zweijährige PARP-Inhibitor-Erhaltungstherapie (PARPi) mit Olaparib, mit oder ohne Bevacizumab, bei Patientinnen mit BRCA1/2-mutiertem Ovarialkarzinom oder homologer Rekombinationsdefizienz (HRD+) nach Ansprechen auf eine platinbasierte Erstlinien-Chemotherapie. Inwiefern eine solche zweijährige Erhaltung angemessen ist, soll die Studie NRG-GY036, die noch rekrutiert und während der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 vorgestellt wurde, zeigen [1].
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NSCLC
ASCO 2026
In der 2L+-Therapie des mNSCLC punkten Kombinationen aus Immuntherapie und Tyrosinkinase-Inhibitor
Patient:innen mit mNSCLC, bei denen nach einer Immuntherapie (IO) plus Chemotherapie ein Progress eintritt, haben nur begrenzte Optionen, und der relative Überlebensvorteil von 2L+-Strategien bleibt ungewiss. Während des ASCO 2026 wurde eine Netzwerk-Metaanalyse (NMA) vorgestellt, in der die Überlebensergebnisse verschiedener Studien verglichen wurden. Bewertet wurde in dieser Analyse der Nutzen verschiedener experimenteller Behandlungen jeweils im Vergleich zur Standardtherapie bei nicht nach Biomarkern selektierten 2L+ mNSCLC-Patienten.
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Endokrine Tumoren
ASCO 2026
NET der Bauchspeicheldrüse: Cabozantinib verlängert PFS
In der Phase-III-Studie CABINET verlängerte der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Cabozantinib (CABO) das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zu Placebo (PB) bei Patient:innen mit fortgeschrittenen, zuvor behandelten extrapankreatischen neuroendokrinen Tumoren (epNET) oder pankreatischen NET (pNET) signifikant. Während der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 wurde eine Post-hoc-Analyse vorgestellt, in der der primäre Endpunkt PFS und der sekundäre Endpunkt Sicherheit und Verträglichkeit jeweils in Abhängigkeit vom Funktionsstatus auf der Grundlage der NET-Hormonausschüttung verglichen worden war (1).
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ASH 2025
ASH 2025
Nemtabrutinib zeigt bei Patienten mit R/R follikulärem Lymphom weiterhin eine vielversprechende Antitumorwirksamkeit
Kovalente Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKis) haben als Monotherapie bei rezidiviertem oder refraktärem (R/R) follikulärem Lymphom (FL) eine klinische Wirksamkeit gezeigt. Jedoch sind die Ergebnisse hinsichtlich Ansprechraten und progressionsfreiem Überleben (PFS) begrenzt. Nemtabrutinib, ein potenter, nicht-kovalenter, reversibler BTKi, der einmal täglich (QD) oral (PO) eingenommen wird, hat schon eine vielversprechende Antitumoraktivität bei verschiedenen B-Zell-Malignomen gezeigt. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde die aktualisierte Wirksamkeit und Sicherheit aus Kohorte G der Phase-II-Studie bellwave-003 vorgestellt [1].
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ASH 2025
ASH 2025
RRMM: Erste In-vivo-CAR-T-Zell-Therapie vielversprechend
KLN-1010 ist eine In-vivo-CAR‑T-Zell-Therapie. Das heißt, statt T‑Zellen aus dem Blut zu entnehmen, sie im Labor gentechnisch umzuprogrammieren und dann zurück zu infundieren wie bei der klassischen Ex‑vivo-CAR‑T-Zell-Therapie erzeugt KLN-1010 die CAR‑T-Zellen direkt im Körper. Zielstruktur ist der Oberflächenmarker BCMA. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurden die vorläufigen Ergebnisse aus der Studie inMMyCAR am Menschen vorgestellt [1].
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ASH 2025
ASH 2025
AlloSCT mit haploidentischen Spendern bei AML meist besser als mit passenden Geschwister-Spendern
Ein Rückfall der Erkrankung stellt für Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) nach einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (alloSCT) eine große Herausforderung dar. Während des diesjährigen ASH-Kongress wurde eine Analyse der Europäischen Gesellschaft für Blut- und Knochenmarktransplantation (EBMT) vorgestellt, in der die Ergebnisse nach einer alloSCT von einem haploidentischen Spender (HAPLO), einem passenden Geschwister-Spender (MSD) oder einem 10/10 HLA-kompatiblen unverwandten Spender (MUD) verglichen worden waren [1].
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ASH 2025
ASH 2025
Neuer monoklonaler Antikörper bei myeloproliferativen Neoplasien wirksam und verträglich
Essentielle Thrombozythämie (ET) und Myelofibrose (MF) werden bei etwa 30% der Patient:innen durch Mutationen im Calreticulin-Gen verursacht und führen zu einer erheblichen Morbidität und Mortalität. Während der ASH-Tagung 2025 wurde eine Analyse vorgestellt, die die molekularen Eigenschaften und molekularen Reaktionen auf die Behandlung beim Menschen mit dem neuartigen Antikörper INCA033989 untersucht hatte. Diese vorläufigen Ergebnisse aus Dosiseskalationskohorten aus zwei Phase-I-Studien zeigten, dass die Therapie gut vertragen wurde [1].
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ASH 2025
ASH 2025
R/R FL: Langzeitbehandlung mit Odronextamab ist sicher und effektiv
Der bispezifische Antikörper Odronextamab zeigte in der Phase-II-Studie ELM-2 eine überzeugende Wirksamkeit bei einem insgesamt gut verträglichen Sicherheitsprofil bei stark vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem (R/R) follikulärem Lymphom (FL) [1]. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde über die längerfristigen Ergebnisse in der globalen FL-Population der ELM-2-Studie berichtet, einschließlich der Wirksamkeit und Sicherheit bei Patient:innen, die auf eine Q4W-Dosierung umgestellt wurden [2].
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ASH 2025
ASH 2025
CML: Langfristig verbesserte QoL unter Asciminib-Therapie
Eine langfristige Therapie mit Tyosinkinase-Inhibitoren (TKI) für Patient:innen mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) ist wirksam, geht jedoch mit unerwünschten Ereignissen (AEs) einher, die die Lebensqualität (QoL) beeinträchtigen können. Selbst geringfügige AEs können die QoL beeinträchtigen, was zu einer mangelnden Therapietreue und in der Folge zu schlechten klinischen Ergebnissen führen kann. Eine Studie, die während des diesjährigen ASH-Kongresses präsentiert wurde, hatte nach 96 Wochen die QoL der Patient:innen im Fokus [1].
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ASH 2025
ASH 2025
RR DLBCL: Einhaltung der NCCN-Empfehlungen ist lebensverlängernd
Der therapeutische Ansatz bei rezidiviertem oder refraktärem (RR) diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in den Vereinigten Staaten hat sich mit dem Aufkommen von chimären Antigenrezeptor-T-Zell-Therapien (CAR-T) und bispezifischen Antikörpern (BsAbs) verändert. Infolgedessen empfiehlt das National Comprehensive Cancer Network (NCCN) nun die Monotherapie mit BsAbs für die Drittlinien- und Spätbehandlung von RR DLBCL und CAR-T für Patient:innen, die innerhalb von 12 Monaten nach der Erstlinienbehandlung einen Rückfall erleiden, wobei eine hochdosierte Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation (ASCT) für spätere Rückfälle (>12 Monate) vorbehalten ist. Während des ASH-Kongresses 2025 wurde eine Analyse vorgestellt, in der untersucht worden war, inwieweit Patient:innen mit RR DLBCL in den USA nach den NCCN-Empfehlungen behandelt werden oder nicht, und welche Auswirkungen das für sie hat [1].
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ASH 2025
ASH 2025
Allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation bei Patient:innen mit TP53-mutierter akuter myeloischer Leukämie
Die Behandlung von Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) mit TP53-Mutationen ist bekanntermaßen schwierig, da häufig Resistenzen gegen konventionelle Chemotherapien auftreten und die Prognose dadurch eher schlecht ausfällt. Der potenzielle Nutzen einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (allo-HCT) für Patient:innen mit aktiver Erkrankung ist nach wie vor unzureichend geklärt. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde diesbezüglich eine Analyse von AML-Patient:innen aus dem EBMT-Register vorgestellt [1].
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ASH 2025
ASH 2025
Pirtobrutinib zeigt gute und dauerhafte Wirksamkeit bei R/R CLL/SLL
Kovalente Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (cBTKi) haben die Behandlungslandschaft der chronischen lymphatischen Leukämie/des kleinen lymphozytären Lymphoms (CLL/SLL) in den letzten Jahren dramatisch verändert, insbesondere in der Erstlinienbehandlung. Allerdings tritt irgendwann eine cBTKi-Resistenz oder -Unverträglichkeit auf. Pirtobrutinib ist ein selektiver, nicht-kovalenter BTKi, der bei Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer (R/R) CLL und SLL eingesetzt wird. Während der diesjährigen ASH-Tagung wurden die finalen Ergebnisse der Phase-I/II-Studie BRUIN nach einer Nachbeobachtungszeit von mehr als fünf Jahren vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf der Wirksamkeit und Sicherheit von Pirtobrutinib bei Patient:innen mit CLL/SLL nach einer cBTKi-Behandlung lag [1].
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Entitätsübergreifend
DGHO 2025
TTFields: Nach ersten Erfolgen empfiehlt sich der Einsatz für weitere solide Tumoren
Für das rezidivierende Glioblastom und auch für das maligne Pleuramesotheliom sind Tumortherapiefelder (TTFields) seit 2015 bzw. 2019 in Europa zugelassen. Während der DGHO-Tagung 2025 in Köln wurden Studien vorgestellt, die TTFields für weitere Entitäten als geeignete Therapieoption empfehlen.
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Mammakarzinom
ESMO 2025
HER2+ metastasierter Brustkrebs: Tucatinib als profunde Drittlinientherapie etablieren
Gemäß den ESMO-Guidelines werden für die Erstlinientherapie von Frauen mit HER2-positivem (HER2+) Brustkrebs Taxane plus Trastuzumab-Pertuzumab eingesetzt. Für die Zweitlinientherapie wird anschließend das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) empfohlen. Welche Rolle Tucatinib in der Drittlinientherapie einnehmen kann, diskutierten Expert:innen während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin.
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NSCLC
ESMO 2025
ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC: Lange leben und Lebensqualität erhalten mit Lorlatinib
Nachdem schon die ALK-Tyrosinkinaseinhibitoren der zweiten Generation Alectinib und Brigatinib den ersten Vertreter dieser Substanzklasse Crizotinib bzgl. der erreichten medianen progessionsfreien Überlebenszeiten bei Patient:innen mit ALK (+) aNSCLC übertroffen hatten, hat Lorlatinib die Messlatte nicht nur bei Lungenkrebs, sondern auch im Hinblick darauf, was zielgerichtete Therapien im Allgemeinen erreichen können, noch einmal deutlich höher gelegt. Da die entsprechenden Patient:innen diese Therapie wahrscheinlich über einige Jahre als Dauertherapie nehmen müssen, diskutierten Experten während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin darüber, wie sie begleitet werden sollten und wie mit möglichen Nebenwirkungen umgegangen werden kann.
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