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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. Juli 2020 Uroonkologie im Fokus

Maximilian Burger
Prof. Dr. Maximilian Burger
Prof. Dr. Wolfgang Otto
Prof. Dr. Wolfgang Otto
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der neuartige SARS-CoV-2-Erreger schien in den letzten Monaten alle Konzentration und Arbeitskraft auf sich zu ziehen. So wichtig die Eindämmung der Pandemie war und ist – dazu trägt nicht zuletzt der gemeinschaftliche Einsatz der Kolleginnen und Kollegen in unseren ambulanten und stationären Gesundheitseinrichtungen bei – andere wesentliche Erkrankungen dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Das gilt besonders für Malignomerkrankungen, die wegen „Corona“ keinesfalls eine Pause einlegen. Fast 240.000 Menschen starben 2018 in Deutschland an Krebs, ein neuer Höchststand. Gleichwohl scheint sich in den letzten 10 Jahren eine Verlangsamung im Anstieg der Todesraten einzustellen. Zu diesem „flattening the curve“ – eine Begrifflichkeit, die vor einem halben Jahr wohl noch erklärungsbedürftig gewesen wäre – tragen nicht zuletzt neuartige Behandlungsmethoden gegen die 3 urologischen „Hauptneoplasien“ Prostatakarzinom, Harnblasenkarzinom und Nierenzellkarzinom bei. Diese Krebserkrankungen stehen im Fokus dieser Doppel-Ausgabe des JOURNAL ONKOLOGIE. So beschäftigen sich die Kollegen Julian Reiß und PD Dr. Johannes Bründl in ihrem Beitrag zur fokalen Therapie des Prostatakarzinoms federführend mit einer Behandlungsoption, die radikalere und damit komplikationsbehaftetere Therapiemaßnahmen bei Low- und Intermediate-risk-Tumoren reduzieren könnte. Dr. Christoph Pickl und PD Dr. Roman Mayr berichten über eine operative Handlungsoption beim lokalisierten lymphogen metastasierten Prostatakarzinom. Noch vor wenigen Jahren blieb die antihormonelle Therapie die einzige Option, heute schafft die Entwicklung des PSMA-PET-CT die Voraussetzung dafür, Lymphknotenmetastasen zu lokalisieren und mit der radio-guided surgery operativ zu entfernen.

Der Beitrag von Dr. Marco Schnabel beschäftigt sich mit der zytoreduktiven Tumornephrektomie beim metastasierten Nierenzellkarzinom und stellt dabei den neuesten Stand dieser ewig jungen Diskussion vor. Ebenfalls aus der Regensburger Uniklinik für Urologie am Caritas-Krankenhaus St. Josef kommt der Bericht von Dr. Maximilian Haas und PD Dr. Johannes Breyer zu Neuigkeiten zur Systemtherapie des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms, wie sie auf dem ASCO-Kongress 2020 vorgestellt wurden.

Natürlich soll auch diese Ausgabe nicht ausschließlich einem Fachgebiet gewidmet sein. Aktinische Keratosen als Vorläuferläsionen von malignen Hauttumoren stehen im Fokus des CME-Beitrags aus der Hautklinik des Klinikums Dortmund um Prof. Dr. Dorothée Nashan. Eine weitere Fortbildung von Prof. Dr. Helmut Ostermann vom Klinikum der LMU München und Prof. Dr. Dieter Ukena, Klinikum Bremen-Ost, beschäftigt sich mit tumorbiologischen Testungen beim NSCLC.

Wir hoffen, Sie werden auch in der Lektüre von Ausgabe 7/8 2020 des JOURNAL ONKOLOGIE viele interessante Informationen finden. Bleiben Sie darüber hinaus bitte weiter gesund und heiter!


Prof. Dr. Maximilian Burger       Prof. Dr. Wolfgang Otto

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