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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
16. März 2018

Tumorregister Pankreaskarzinom

Das Tumorregister Pankreaskarzinom, das Dr. Norbert Marschner, Freiburg, vorstellte, soll über die Behandlung der Tumorpatienten in der Routineversorgung Aufschluss geben sowie darüber, wie wirksam die Therapie ist und wie es um die Lebensqualität der Patienten bestellt ist.
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Das Tumorregister Pankreaskarzinom ist eine bundesweite Erhebung in 94 Schwerpunktpraxen und 10 Kliniken, 1.174 von geplanten 1.600 Patienten sind aufgenommen (Stand 30.06.2017). Es ist offen, nicht-interventionell, rekrutiert prospektiv und qualitätskontrolliert. Es werden alle Daten über alle Sequenzen hinweg aufgenommen (Patienten- und Tumorcharakteristika, systemische Behandlungen, Radiotherapien und Operationen) und es enthält viele Begleitprojekte wie Outcome-Daten und Patient-reported Outcomes (PROs). Beginn der Rekrutierung war 2014. Bis zu 2 Jahre lang werden die Patienten dokumentiert.

Das „PRO Projekt PanLife“ ist die Erfassung der Lebensqualität mit einem verkürzten EORTC-Fragebogen mit 15 Fragen (QLQ-C15), ergänzt um PAN26 – ein mehr Symptom-orientierter Fragebogen. Die Patienten bekommen den PanLife-Fragebogen zu Beginn der palliativen Erstlinientherapie und 4 Monate nach Einschluss. Parallel werden Behandlungsstrategien und Verlauf der Erkrankung erfasst.
 
Abb. 1: Eingesetzte Schemata.
Abb. 1: Eingesetzte Schemata.


Das am häufigsten eingesetzt Schema in der palliativen Erstlinientherapie (2014-2017) war nab-P+Gem (42%), gefolgt von Folfirinox mit 24% und Gemcitabin mit 23%. Knapp die Hälfte der Patienten, die Folfiri-nox erhielten, waren in einem guten Allgemeinzustand (ECOG 0) und jünger (medianes Alter 60 Jahre). Die mit nab-P+Gem behandelten Patienten waren im Median 71 Jahre alt und nur etwa jeder Dritte (36%) befand sich noch in einem guten AZ (ECOG 0). In der Gem-mono-Gruppe hatten nur 27% einen ECOG 0 und das mediane Alter lag bei 78 Jahren.

Zu Therapiebeginn haben 977 Patienten den Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt. Im Verlauf stieg der Anteil der Patienten mit einem ECOG 0 an (von 36,5% auf 41,9% EGOC 0). Alle Patienten erhielten eine Erstlinientherapie, mehr als 40% sind vor Beginn der Secondline verstorben und mehr als 60% vor Beginn der Drittlinientherapie. 4 Monate nach Einschluss haben nur ca. 45% der ursprünglichen Patienten den Fragebogen zurückgeschickt, ca. 37% gaben keine Antwort mehr und die restlichen Patienten waren verstorben. Unter den Patienten, die den Fragebogen zurücksenden konnten, hat sich die Lebensqualität mehr verbessert als verschlechtert, berichtete Marschner, was die Verbesserung im ECOG 0 erklärt. Die Frage stellt sich nun, wie es sich verhält, wenn alle Patienten, auch die, die nicht geantwortet haben, mit einbezogen worden wären.

Etwa zwei Drittel (62,5%) haben eine Schmerztherapie erhalten (Nicht-Opioide 78,5%, schwache Opioide 20,2%, starke Opioide 54,7%). Nur ein relativ kleiner Anteil (13%) bekam eine parenterale Ernährung.

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