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Imfinzi NSCLC
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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
25. Januar 2021

NSCLC: Kombination aus Immuntherapie und früher Chemotherapie verlängert OS

Vor kurzem wurde die Firstline-Therapie bestehend aus der Gabe der beiden Checkpoint-Inhibitoren Nivolumab und Ipilimumab sowie 2 Zyklen einer Chemotherapie für Erwachsene mit metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen. Wie Experten darlegten, bestünden die Vorteile vor allem in der Möglichkeit einer effektiven initialen Tumorkontrolle und einer langanhaltenden Wirksamkeit.
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Während die duale Immuntherapie mit Nivolumab (Nivo, Opdivo®) und Ipilimumab (Ipi, Yervoy®) langfristig synergistisch auf den Tumor wirkt, bremsen die beiden Zyklen einer Platin-basierten Chemotherapie das initiale Tumorwachstum, berichtete Prof. Dr. Martin Reck, Großhansdorf. Erprobt wurde dieses Prinzip in der Phase-III-Studie CheckMate 9LA vs. eine alleinige Chemotherapie. Eingeschlossen waren Patienten mit nicht vorbehandeltem fortgeschrittenen NSCLC ohne Hinweis auf eine sensitivierende EGFR-Mutation oder ALK-Translokation. Als primärer Endpunkt wurde das Gesamtüberleben (OS) gewählt, sekundär ging es um das progressionsfreie Überleben (PFS), das Ansprechen (ORR) und die auf die PD-L1-Expression bezogene Wirksamkeit.

Nivo + Ipi + Chemo verlängerte das mediane OS nach einem Follow-up von mindestens 12,7 Monaten auf 15,6 Monate gegenüber 10,9 in der Kontrollgruppe (HR=0,66). Das 1-Jahres-Überleben erreichte 63% gegenüber 47%. Die prompte Trennung der Kaplan-Meier-Kurven wertete Reck als starkes frühes Überlebenssignal. Das überlegene OS spiegelte sich konsistent in fast allen Subgruppen wider, besonders ausgeprägt bei Patienten mit ZNS-Metas­tasen (HR=0,38). Die gute Wirksamkeit galt gleichermaßen für alle His­tologien des NSCLC und unabhängig von der PD-L1-Expression.

In der Auswirkung der Therapien auf die Lebensqualität unterschieden sich die Therapiearme kaum. Das galt für den initialen Gewinn ebenso wie für die Zeit bis zur Verschlechterung. Auch wenn die Rate an therapieassoziierten Nebenwirkungen auf eine intensive Behandlung hindeutete, so blieb die Rate an fatalen unerwünschten Ereignissen dennoch gering, erklärte Reck. Typische Folgen einer Chemotherapie wie Anämie, Neutropenie und Alopezie traten unter der Kombination seltener auf.

Prof. Dr. Michael Thomas, Heidelberg, würde die neue Therapieoption aus dualer Immuntherapie + Chemotherapie beispielsweise bei Patienten mit Hirnmetastasen, bei fehlender PD-L1-Expression und im Falle von Komorbiditäten, die eher gegen eine Chemotherapie sprechen, erwägen.
 

Martin Bischoff

Quelle: Launch-Fachpressegespräch „Neue Behandlungsoption in der First-Line-Therapie des NSCLC: immunonkologische Kombinationstherapie eröffnet Perspektiven“, 15.12.2020; Veranstalter: Bristol-Myers Squibb


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