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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Juli 2018 mCRPC: Daten zum Therapiestart mit Abirateron

Die erste prospektive Studie zur Sequenztherapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) zeigt Vorteile, wenn der Androgen-Biosynthese-Inhibitor Abirateron in Kombination mit Prednisolon in der Erstlinie, und der Androgen-Rezeptor-Antagonist Enzalutamid in der Zweitlinientherapie eingesetzt wird.
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Bisher gibt es keine direkte Vergleichsstudie zur Wirksamkeit der Wirkstoffe Abirateron und Enzalutamid. Laut Prof. Dr. Jürgen Gschwend, München, könnte die Sequenz, in der die beiden Substanzen zum Einsatz kommen, wichtig für das Therapieergebnis sein. Darauf weisen retrospektive Studien hin. Die beim ASCO Annual Meeting 2018 vorgestellte Phase-II-Studie stützt den vorrangigen Einsatz von Abirateronacetat (Zytiga®) + Prednison/Prednisolon (Abirateron/P) in der Erstlinientherapie des mCRPC (1). Offenbar führt der primäre Einsatz von Abirateron/P dazu, dass die Wirksamkeit antihormoneller Folgetherapien erhalten bleibt.


Erstlinie primär Abirateron – Zweitlinie bessere PSA-Werte

In die Phase-II-Studie waren 202 mCRPC-Patienten eingeschlossen worden, von denen je 101 in der Erstlinie Abirateron/P (1. Kohorte) bzw. Enzalutamid (2. Kohorte) erhalten hatten (1). 65 Patienten aus der 1. Kohorte und 71 Patienten aus der 2. Kohorte wurden nach PSA-Progression mit dem jeweils anderen Wirkstoff in der Zweitlinie behandelt (1).

Patienten mit mCRPC, deren Therapie mit Abirateron/P begonnen wurde, und die anschließend Enzalutamid bekamen, hatten in der darauffolgenden Therapielinie signifikant häufiger einen Abfall des PSA-Werts um mind. 50% als Patienten, die zunächst mit Enzalutamid und danach mit Abirateron/P behandelt worden waren (1). Die PSA50-Ansprechrate war ein primärer Endpunkt der Studie. Der Anteil der Patienten, die den PSA50 erreichten, betrug in der Gruppe Enzalutamid vor Abirateron/P 4% und in der Gruppe Abirateron/P vor Enzalutamid 31% (p<0,001).

Hinsichtlich der Zeit bis zum Anstieg des PSA-Werts, ein sekundärer Endpunkt, war die Sequenz Abirateron/P vor Enzalutamid mit median 2,7 vs. 1,3 Monate ebenfalls überlegen (HR=3,18; 95%-KI: 0,53-1,27; p<0,001). Laut Gschwend zeige die Studie, dass die primäre Therapie mit Abirateron/P die Optionen für Folgetherapien erweitert.

Dr. rer. nat. Maren Mundt

Quelle: Fachpressekonferenz „Aktuelles zur Sequenztherapie des mCRPC mit Zytiga“, 28.06.2018, München; Veranstalter: Janssen-Cilag GmbH

Literatur:

(1) Khalaf D et al. J Clin Oncol 36, 2018 (suppl; Abstract 5015).


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