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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

14. November 2020 Ipatasertib + Abirateron führt zu verbessertem rPFS sowie höherer Antitumoraktivität bei PTEN-loss mCRPC

Bei Patienten mit asymptomatischem oder mild symptomatischem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC), die zuvor nicht behandelt worden waren, wurden in der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie IPATential150 die Wirksamkeit und Sicherheit von Ipatasertib + Abirateron untersucht. Es zeigte sich, dass diese Behandlung im Vergleich zu Placebo + Abirateron bei mCRPC-Patienten mit PTEN-loss zu einem signifikant verbesserten radiographischen progressionsfreien Überleben (rPFS) und größerer Antitumoraktivität führte, nicht aber in der Intention-to-treat (ITT)-Population. Das Sicherheitsprofil stimmte mit dem bereits bekannten überein (1).
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Beim mCRPC sind der PI3K/AKT- und der Androgenrezeptor (AR)-Signalweg fehlreguliert. Ein PTEN-loss (kommt bei 40-50% der mCRPC vor und geht mit schlechterem Outcome einher) führt zu einer Aktivierung von AKT, welches das Target für Ipatasertib darstellt. Präklinisch hatte eine duale Signalweg-Inhibition eine größere Antitumoraktivität als eine alleinige AR-Inhibition.

Phase-III-Studie IPATential150

In der vorliegenden Studie wurden die mCRPC-Patienten 1:1 randomisiert zu entweder Ipatasertib (400 mg/d) + Abirateron (1.000 mg/d) + Prednison (5 mg 2x tägl.) oder zu Placebo + Abirateron + Prednison. Insgesamt wurden 1.101 Patienten in die Studie eingeschlossen (ITT-Population): 547 im Ipatasertib-Arm und 554 im Placebo-Arm. Nach einem medianen Follow-up von 19 Monaten lag das mediane rPFS bei Patienten mit PTEN-loss (bestimmt mittels Immunhistochemie) bei 18,5 Monaten (95%-KI: 16,3-22,1) unter Ipatasertib und bei 16,5 Monaten (95%-KI: 13,9-17,0) unter Placebo (HR=0,77; 95%-KI: 0,61-0,98; p=0,0335); in der ITT-Population betrug das rPFS 19,2 Monate (95%-KI: 16,5-22,3) unter Ipatasertib und 16,6 Monate (95%-KI: 15,6-19,1) unter Placebo (HR=0,84; 95%-KI: 0,71-0,99; p=0,0431). Sekundäre Endpunkte wie Zeit bis zur PSA-Progression, PSA-Ansprechrate oder Gesamtansprechen waren jeweils im Ipatasertib-Kombinationsarm günstiger als im Placebo-Arm. Ernste unerwünschte Ereignisse (AEs) traten bei 40% der Patienten unter Ipatasertib und bei 23% der Patienten unter Placebo auf; AEs, die zum Abbruch der Ipatasertib-Behandlung führten, traten bei 21% auf und bei 5% unter Placebo.
 

(übers. v. sk)

Quelle: ESMO 2020

Literatur:

(1) De Bono JS et al. ESMO 2020, LBA4.


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