Montag, 25. Januar 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Imfinzi NSCLC
Imfinzi NSCLC
JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. Februar 2020 HER2-positives frühes Mammakarzinom: Wirksamkeit und Sicherheit von Trastuzumab Emtansin

Im Dezember 2019 erhielt Trastuzumab Emtansin (Kadcyla®) die Zulassung für die post-neoadjuvante Behandlung von Patientinnen mit frühem HER2-positiven Mammakarzinom, bei denen nach neoadjuvanter Taxan-haltiger und HER2-gerichteter Therapie keine pathologische Komplettremission (pCR) erreicht wurde. Nun wurden die Studiendaten der neuen Therapieoption im post-neoadjuvanten Setting vorgestellt.
Anzeige:
Erypo
Die Zulassung von Trastuzumab Emtansin beruht auf den Daten der Phase-III-Studie KATHERINE, in der Wirksamkeit und Sicherheit der post-neoadjuvanten Therapie mit Trastuzumab Emtansin vs. Trastuzumab (Herceptin®) verglichen wurden. An der Studie nahmen 1.486 Patientinnen mit HER2-positivem Mammakarzinom teil, die nach neoadjuvanter Taxan-haltiger und HER2-gerichteter Behandlung keine pCR in Brust und/oder Axilla erreichten und die randomisiert entweder Trastuzumab Emtansin oder Trastuzumab über 14 Zyklen erhielten. Primärer Studienendpunkt war das invasiv-krankheitsfreie Überleben (iDFS), definiert als Zeitraum von der Randomisierung bis zum Auftreten eines erneuten Rezidivs, eines kontralateralen invasiven Brustkrebses oder Tod jeglicher Ursache.

Unter Trastuzumab Emtansin kam es im Vergleich zu Trastuzumab zu einer signifikanten Verbesserung der iDFS-Rate, die nach 3 Jahren von 77% unter Trastuzumab auf 88,3% unter Trastuzumab Emtansin verbessert werden konnte. Damit reduzierte das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat das Rezidiv- bzw. Sterberisiko um 50% (HR=0,50; 95%-KI: 0,39-0,64; p<0,001), unabhängig vom Hormonrezeptor- und Nodalstatus und der neoadjuvanten Therapie. Das Sicherheitsprofil entsprach größtenteils dem früherer Studien. In beiden Studien-Armen trat am häufigsten Fatigue aller Grade auf. Die Zulassung von Trastuzumab Emtansin bedeute eine wesentliche Erweiterung der Therapiesequenz beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom. „Der Therapiewechsel zum post-neoadjuvanten Einsatz von Trastuzumab Emtansin ermöglicht eine deutliche Verbesserung der Therapieoptionen für die Patientinnen“, betonte Prof. Dr. Marc Thill, Frankfurt. Grundsätzlich beeinflusst das Ergebnis der neoadjuvanten Therapie die weitere Prognose maßgeblich.

(ah)

Quelle: Pressegespräch „Vielfalt wirkt: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate verbessern die Prognose“, 14.01.2020, Berlin; Veranstalter: Roche


Anzeige:
Hämophilie

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"HER2-positives frühes Mammakarzinom: Wirksamkeit und Sicherheit von Trastuzumab Emtansin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2020
  • Phase-III-Studie ASCEMBL bei resistenten/intoleranten Patienten mit CML: STAMP-Inhibitor Asciminib deutlich effektiver als TKI Bosutinib
  • Ruxolitinib-resistente/-intolerante MF-Patienten profitieren im klinischen Alltag möglicherweise von einer Rechallenge
  • Real-world-Daten zu PV: Rechtzeitige Umstellung von HU auf Ruxolitinib wirkt möglicherweise Anstieg thromboembolischer Ereignisse entgegen
  • 5-Jahres-Daten der RESPONSE-2-Studie: Überlegenheit von Ruxolitinib gegenüber BAT im Langzeitverlauf bestätigt
  • Phase-I-Studie: Anhaltendes molekulares Ansprechen mit neuem BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei CML-Patienten mit T315I-Resistenzmutation
  • Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
  • r/r DLBCL: Vielversprechende erste Daten zur CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel in Kombination mit Ibrutinib
  • r/r FL: CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel wirksam und sicher
  • Myelofibrose: Ruxolitinib-Startdosis von 10 mg 2x tägl. auch bei initial niedriger Thrombozytenzahl sicher anwendbar
  • Phase-III-Studie REACH3: Ruxolitinib bei chronischer steroidrefraktärer oder steroidabhängiger GvHD wirksamer als die beste verfügbare Therapie