Dienstag, 9. März 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Keytruda Pantumor
Keytruda Pantumor
JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

14. November 2020 Chronische Pankreatitis: Risikofaktor für ein PDAC

A. K. Beutel, A. Kleger, L. Perkhofer, Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Ulm.

Für die Entwicklung eines Pankreaskarzinoms (PDAC) ist die chronische Pankreatitis (cP) ein anerkannter Risikofaktor. Die Inzidenz der cP beträgt ca. 5-12/100.000. Die Detektion eines PDAC bei cP-Patienten bedeutet häufig eine große diagnostische Herausforderung. Man unterscheidet die erworbene und die hereditäre cP. Ein höheres relatives Risiko für die Entwicklung eines PDAC besteht vor allem bei der hereditären Form. Daher sollte man hinsichtlich der Tumorvorsorge ein besonderes Augenmerk auf diese Patientenpopulation richten. Der CME-Artikel geht auf Ko-Risikofaktoren, genetische Disposition, Differentialdiagnostik und Therapie der cP ein.
Zu diesem Artikel ist auch ein CME-Test verfügbar.
Hier kommen Sie direkt zur Teilnahme
(verfügbar bis zum 12.11.2021)

Bei einer erworbenen cP gibt es einen klaren Zusammenhang mit Alkoholkonsum (≥ 5 alkoholische Getränke pro Tag, unabhängig von der Art des Alkohols). Weniger als 5% der schwer alkoholkranken Patienten bekommen eine cP. Ein weiterer Kofaktor ist der Nikotinkonsum, der insbesondere beim Fortschreiten der Erkrankung relevant ist und sowohl für die cP als auch für das PDAC ein unabhängiger Risikofaktor ist. Weitere seltene Risikofaktoren sind Hypertriglyzeridämien, Hyperkalziämien, biliäre Obstruktionen oder medikamentös-toxische Effekte. Bei vielen idiopathischen cP (ohne bekannte Risikofaktoren) werden genetische Suszeptibilitätsfaktoren gefunden (Abb. 1).
 
Abb. 1: Krankheitskontinuum der Pankreatitis.
Lupe
Krankheitskontinuum der Pankreatitis

Typischerweise stellen gürtelförmige Oberbauchschmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken das Hauptsymptom der cP dar. Dabei kann die Schmerzsymptomatik rezidivierend auftreten, postprandial exazerbieren oder kontinuierlich bestehen. Mit der Erkrankungsdauer nimmt die Schmerzintensität häufig ab, was als „burn out of pain“ bezeichnet wird. Auch beim PDAC finden sich gehäuft unspezifische Symptome wie abdominelle Schmerzen, Rückenschmerzen, Inappetenz oder Gewichtsverlust, sodass anhand des klinischen Erscheinungsbildes alleine keine Unterscheidung zwischen cP und PDAC getroffen werden kann.
 

Lesen Sie hier den ganzen CME-Beitrag und sammeln Sie online 2 CME-Punkte: www.med4u.org/18151

 
Alica K. Beutel
Dr. med. Alica K. Beutel
 
Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Innere Medizin I
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm
 
Tel.: 0731/50044826
E-Mail: alica.beutel@uniklinik-ulm.de
Alexander Kleger
Prof. Dr. rer. med.
Alexander Kleger

 
Universitätsklinikum Ulm
Innere Medizin I
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm
 
E-Mail: alexander.kleger@uni-ulm.de
Lukas Perkhofer
Dr. med. Lukas Perkhofer
 
Universitätsklinikum Ulm
Innere Medizin I
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm
 
Tel.: 0731/50044769
E-Mail: lukas.perkhofer@uniklinik-ulm.de

Anzeige:
Bosulif
Bosulif

Das könnte Sie auch interessieren

40 Jahre Frauenselbsthilfe nach Krebs

40 Jahre Frauenselbsthilfe nach Krebs
© kuznetsov_konsta / Fotolia.com

Am 26. August 2016 begeht die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) im Rahmen ihrer Bundestagung ihr 40-jähriges Jubiläum. Als einer der größten und ältesten Krebs-Selbsthilfeverbände Deutschlands leistet sie unverzichtbare Hilfe für Betroffene und beeinflusst aktiv politische Entscheidungsprozesse im Gesundheitswesen. Dort tritt sie für die Bedürfnisse von Betroffenen ein – dass Patienten heute wesentlich mehr Recht auf Mitsprache...

Gesundheitsversorgung auf dem Land – weite Wege, lange Wartezeiten

Gesundheitsversorgung auf dem Land – weite Wege, lange Wartezeiten
Krebsinformationsdienst, DKFZ

Eine repräsentative Umfrage* vom Dezember 2017 hat gezeigt: Die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen weist aus Sicht vieler Befragter Defizite auf. Bemängelt wurden lange Wartezeiten auf Arzttermine, weite Wege und weniger Informationsmöglichkeiten. Auch für Krebspatienten und ihre Angehörigen kann diese Situation belastend sein. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ersetzt keinen Arzttermin, er bietet aber Antworten auf...

Wir sehnen uns nach Sonne – unsere Haut nach Schutz

Wir sehnen uns nach Sonne – unsere Haut nach Schutz
magdal3na / Fotolia.com

Endlich Frühling! Ob auf dem Balkon, beim Spaziergang oder Joggen „mit Abstand" – die Sehnsucht nach Sonne und frischer Luft war selten so groß wie in diesen Tagen. „Genießen Sie Ihre mit Bedacht gewählten Aufenthalte im Freien und tanken Sie Energie", sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Achten Sie jedoch auch auf Ihre Haut. Sie ist nach den Wintermonaten noch nicht an die UV-Strahlung der Sonne...

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum
© karepa / Fotolia.com

Beim Alkoholkonsum belegt Deutschland im weltweiten Vergleich stets Spitzenplätze: Rund zehn Liter reinen Alkohols werden hierzulande nach aktuellen Informationen des Bundesgesundheitsministeriums jedes Jahr pro Kopf getrunken und verursachen alljährlich volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von 26,7 Milliarden Euro. „Obwohl Erkenntnisse über das Suchtpotenzial von Alkohol in der Gesellschaft inzwischen hinlänglich verbreitet sind, finden Bier, Wein und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Chronische Pankreatitis: Risikofaktor für ein PDAC"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.