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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

Chronische Pankreatitis: Risikofaktor für ein PDAC

A. K. Beutel, A. Kleger, L. Perkhofer, Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Ulm.
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Für die Entwicklung eines Pankreaskarzinoms (PDAC) ist die chronische Pankreatitis (cP) ein anerkannter Risikofaktor. Die Inzidenz der cP beträgt ca. 5-12/100.000. Die Detektion eines PDAC bei cP-Patienten bedeutet häufig eine große diagnostische Herausforderung. Man unterscheidet die erworbene und die hereditäre cP. Ein höheres relatives Risiko für die Entwicklung eines PDAC besteht vor allem bei der hereditären Form. Daher sollte man hinsichtlich der Tumorvorsorge ein besonderes Augenmerk auf diese Patientenpopulation richten. Der CME-Artikel geht auf Ko-Risikofaktoren, genetische Disposition, Differentialdiagnostik und Therapie der cP ein.
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Bei einer erworbenen cP gibt es einen klaren Zusammenhang mit Alkoholkonsum (≥ 5 alkoholische Getränke pro Tag, unabhängig von der Art des Alkohols). Weniger als 5% der schwer alkoholkranken Patienten bekommen eine cP. Ein weiterer Kofaktor ist der Nikotinkonsum, der insbesondere beim Fortschreiten der Erkrankung relevant ist und sowohl für die cP als auch für das PDAC ein unabhängiger Risikofaktor ist. Weitere seltene Risikofaktoren sind Hypertriglyzeridämien, Hyperkalziämien, biliäre Obstruktionen oder medikamentös-toxische Effekte. Bei vielen idiopathischen cP (ohne bekannte Risikofaktoren) werden genetische Suszeptibilitätsfaktoren gefunden (Abb. 1).
 
Abb. 1: Krankheitskontinuum der Pankreatitis.
Krankheitskontinuum der Pankreatitis

Typischerweise stellen gürtelförmige Oberbauchschmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken das Hauptsymptom der cP dar. Dabei kann die Schmerzsymptomatik rezidivierend auftreten, postprandial exazerbieren oder kontinuierlich bestehen. Mit der Erkrankungsdauer nimmt die Schmerzintensität häufig ab, was als „burn out of pain“ bezeichnet wird. Auch beim PDAC finden sich gehäuft unspezifische Symptome wie abdominelle Schmerzen, Rückenschmerzen, Inappetenz oder Gewichtsverlust, sodass anhand des klinischen Erscheinungsbildes alleine keine Unterscheidung zwischen cP und PDAC getroffen werden kann.
 

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Alica K. Beutel
Dr. med. Alica K. Beutel
 
Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Innere Medizin I
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm
 
Tel.: 0731/50044826
E-Mail: alica.beutel@uniklinik-ulm.de
Alexander Kleger
Prof. Dr. rer. med.
Alexander Kleger

 
Universitätsklinikum Ulm
Innere Medizin I
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm
 
E-Mail: alexander.kleger@uni-ulm.de
Lukas Perkhofer
Dr. med. Lukas Perkhofer
 
Universitätsklinikum Ulm
Innere Medizin I
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm
 
Tel.: 0731/50044769
E-Mail: lukas.perkhofer@uniklinik-ulm.de

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