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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

17. Oktober 2020 Adjuvantes Osimertinib reduziert das Risiko für ZNS-Rezidive beim EGFRm NSCLC

Beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) treten ZNS-Rezidive vergleichsweise häufig auf und sind ein prognostisch ungünstiger Faktor. Ergebnisse der Phase-III-Studie ADAURA zeigten, dass eine adjuvante Therapie mit Osimertinib bei Patienten mit reseziertem EGFR-mutierten (EGFRm) NSCLC zu einer 82%igen Reduktion des Risikos für ZNS-Rezidive oder Tod verglichen mit Placebo und somit zu einer klinisch bedeutsamen Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens im ZNS (ZNS-DFS) führt (1).
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Osimertinib ist ein 3.-Generations-EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor, dessen Wirksamkeit auf ZNS-Metastasen beim NSCLC bereits gezeigt wurde. In der ADAURA-Studie hatte Osimertinib zu einer statistisch hoch signifikanten und klinisch bedeutsamen Verbesserung im DFS im Vergleich zu Placebo geführt (HR=0,20; 99,12%-KI: 0,14-0,30; p<0,001) bei Patienten mit reseziertem EGFRm NSCLC im Stadium IB-IIIA (ex19del/L858R).

Von 682 randomisierten Patienten erhielten 339 Patienten 80 mg 1x tägl. Osimertinib und 343 Patienten bekamen Placebo. Nach einem medianen Follow-up von 22 Monaten hatten 37 (11%) der Patienten, die mit Osimertinib behandelt wurden, und 159 (46%) der Patienten unter Placebo Rezidiv-Ereignisse. Insgesamt kam es bei 45 Patienten zu ZNS-DFS-Ereignissen (definiert als die Zeit bis ZNS-Rezidiv oder Tod), davon waren 6 Patienten (2%) unter Osimertinib-Behandlung und 39 (11%) unter Placebo-Gabe. Die konditionale Wahrscheinlichkeit eines ZNS-Rezidivs nach 12 Monaten war < 1% (95%-KI: 0%-2%) unter Osimertinib vs. 7% (95%-KI: 4%-10%) unter Placebo. Das mediane ZNS-DFS wurde im Osimertinib-Arm nicht erreicht (95%-KI: 39,0 Monate bis nicht bestimmbar) vs. 48,2 Monate (nicht bestimmbar bis nicht bestimmbar) unter Placebo. Die HR für das ZNS-DFS betrug 0,18 (95%-KI: 0,10-0,33; p<0,0001).

übers. v. sk

Quelle: ESMO virtual 2020

Literatur:

(1) Tsuboi M et al. ESMO virtual 2020, LBA1.


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