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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Dezember 2016 Therapie maligner Ovarialtumoren

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Fachinformation
Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt
Aktuell zum Erscheinen des Updates der S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge von malignen Ovarialtumoren“ ist das Ovarialkarzinom Schwerpunktthema der vorliegenden Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE. Hierzu wird praxisnah die leitliniengerechte operative Therapie des Ovarialkarzinoms mit aktuellen Daten zur Rationale für das operative Staging dargestellt.

Beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom sind Operation und Chemotherapie die entscheidenden Säulen der Therapie. Die Operation muss mit dem Ziel erfolgen, möglichst alle Tumoranteile zu entfernen. Standard in der Therapie des Ovarialkarzinoms ist die radikale Primäroperation gefolgt von der Chemotherapie. Hierbei wird bis heute kontrovers diskutiert, ob eine neoadjuvante Chemotherapie gefolgt von einer Operation für das Outcome der Patientinnen möglicherweise günstiger ist. In den letzten Jahren zeigten zwei prospektiv randomisierte Studien keinen Unterschied im Überleben für Patientinnen, die gemäß Standard primär operiert wurden und anschließend die Chemotherapie erhielten im Vergleich zu Patientinnen, die zuerst 3 Zyklen Chemotherapie durchführten gefolgt von einer Intervall-Operation und 3 weiteren Zyklen Chemotherapie.

Kritikpunkte an diesen Studien sind die Patientenselektion mit Einschluss von weit fortgeschrittenen Tumoren und eine qualitativ höchst unzureichende Operation, so dass nach deutscher Ansicht diese Ergebnisse nicht auf alle Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom übertragen werden können. Aus diesem Grund befasst sich der Artikel von Herrn Prof. Mahner ausführlich mit diesem Thema und stellt das aktuell in Deutschland anlaufende Studienkonzept der TRUST-Studie vor, die die Fragestellung des optimalen Zeitpunkts der operativen Therapie klären wird.

Neu wurde in das Update der S3-Leitlinie „Maligne Ovarialtumoren“ ein Statement zur BRCA-Testung von Patientinnen mit platinsensiblem Rezidiv eines Ovarialkarzinoms aufgenommen ebenso wie die Empfehlung zur Erhaltungstherapie mit PARP-Inhibitoren in der platinsensiblen Rezidivsituation nach Ansprechen auf eine platinhaltige Therapie. Hierzu werden die Studiendaten dargestellt und ein Überblick über den aktuellen Stand der Angiogenesehemmung beim Ovarialkarzinom und neue zielgerichtete Therapien gegeben.

Weiterhin finden Sie in diesem Heft aktuelle, interessante Studienergebnisse der ESMO- und DGHO-Jahrestagungen 2016.


Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt, Hamburg

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