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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. Juni 2019 Pankreaskarzinom und Hämatologie im Fokus

Uwe Pelzer
In dieser Ausgabe finden Sie eine umfassende und interdisziplinäre Übersicht zum Pankreaskarzinom der Charité – Universitätsmedizin Berlin, mit der Sie 2 CME-Punkte erhalten können. Das duktale Adenokarzinom des Pankreas wird in den nächsten 10 Jahren zur zweithäufigsten tumorbedingten Todesursache werden. Aufgrund der initial oft nur unspezifischen Beschwerdesymptomatik sowie der frühen Ausbreitungstendenz erfolgt für die Mehrzahl der Patienten die Diagnose erst in einer fortgeschrittenen, metastasierten und somit palliativen Therapiesituation. In der letzten Dekade haben sich die systemischen Behandlungsmöglichkeiten für alle Krankheitsstadien um einige sinnvolle Optionen erweitern lassen. Zunehmend können wir unseren Patienten effektive Sequenztherapien anbieten. Für primär oder sekundär operable Stadien eröffnet der Einzug der roboterassistierten Operationstechnik eine deutlich atraumatischere Tumorentfernung mit verkürzter postoperativer Erholung und stationärem Aufenthalt. Weiterhin bleibt das Pankreaskarzinom derzeit jedoch eine Domäne der systemischen, klassischen zytoreduktiven Therapie. Biologische, zielgerichtete oder immuntherapeutische Ansätze sind für die Mehrheit der Patienten bisher weitestgehend erfolglos geblieben. Die besondere Herausforderung und Verantwortung ist, unseren Patienten bei Diagnosestellung eine situationsgerechte, optimale Therapiestrategie anzubieten. Diese sollte auch über den weiteren Therapieverlauf der jeweiligen Situation angepasst werden, um individuelle Patienten zu identifizieren, die von multimodalen Konzepten eines innovativen Pankreaszentrums profitieren können.

Herr Behre und Kollegen schildern die hämatopoetischen Differenzierungsprozesse bei den klinisch verwandten Myelodysplastischen Syndromen und akuter myeloischer Leukämie. Bei beiden Entitäten sind zudem eine Reihe von Genen des Spleiß-apparates mutiert. Über die klinische Bedeutung dieser Varianten und Mutationen berichten Frau Janning und Herr Fiedler. Patienten mit aktivem Multiplen Myelom haben nach Erstdia-gnose eine erhöhte Infekt-Mortalität. Ursache kann u.a. eine sekundäre Hypogammaglobulinämie sein; Frau von Metzler und Herr Zurmeyer diskutieren diese spezielle Situation. Herr Wirz befasst sich mit der Art und Weise der möglichen Chronifizierung von Tumorschmerzen. Eine Einschätzung der Therapiereserven bei älteren Patienten wird mittlerweile von mehreren hämatoonkologischen Fachgesellschaften routinemäßig empfohlen. Herr Goede erläutert die Notwendigkeit des geriatrischen Assessments eingehend.

Genießen Sie die Lektüre dieser kurzweiligen Wissensauffrischung doch gern auf Balkon oder Terrasse, der Sommer steht vor der Tür,

Ihr

Uwe Pelzer

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