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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

13. Dezember 2018 Ovarialkarzinom: Was Patientinnen von einer Erhaltungstherapie erwarten

Bei Patientinnen mit einem Ovarialkarzinom-Rezidiv und erneutem Ansprechen auf eine Platin-basierte Chemotherapie kann eine Erhaltungstherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant verlängern. Als Erhaltungstherapie nach der Firstline-Therapie bieten PARP-Inhibitoren sogar das Potential, die Heilungsraten zu verbessern, erläuterte Dr. Rebecca Kristeleit, London. Besonders überzeugende klinische Evidenz liefert laut Kristeleit die Phase-III-Studie AGO-OVAR 2.22/ENGOT-OV16/NOVA mit Niraparib bei Patientinnen mit Platin-sensiblem Ovarialkarzinom-Rezidiv.
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In dieser Studie wurde das mediane PFS bei den Patientinnen mit BRCA-Keimbahnmutation um 15,5 Monate von 5,5 Monaten unter Placebo auf 21,0 Monate unter Niraparib (HR=0,27; p<0,001) und bei den Patientinnen ohne BRCA-Keimbahnmutation um 5,4 Monate von 3,9 auf im Median 9,3 Monate verlängert (HR=0,45; p<0,001) (1).

Wie Prof. Dr. Sven Mahner, München, ausführte müssen vor der Implementierung der Erhaltungstherapie in die klinische Routine sowohl der zu erwartende Therapie-Benefit als auch die Wünsche und Erwartungen der Patientinnen geklärt sein, um den Einsatz zu rechtfertigen. Die Umfrage EXPRESSION IV/ENGOT-ov22, eine internationale Studie der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (NOGGO), der Gynecologic Cancer Intergroup (GCIG) und des European Network of Gynaecological Oncological Trial Groups (ENGOT), erfasste die Erwartungen von 2.101 Patientinnen mit rezidiviertem oder primärem Ovarialkarzinom in Bezug auf eine Erhaltungstherapie (2). In der rezidivierten Situation ist das Hauptziel, die Patientinnen durch die Erhaltungstherapie solange wie möglich symptomfrei zu halten und die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern, führte Mahner aus. In der EXPRESSION IV-Umfrage akzeptierte die Mehrheit der Patientinnen eine unbegrenzte Länge der Erhaltungstherapie bis zum Krankheitsprogress. Die Umfrage zeigte außerdem, dass eine täglich oral eingenommene Erhaltungstherapie wie Niraparib (bis zu 3 Kapseln) – neben einer Infusion alle 3 Wochen – den Wünschen der Patientinnen entgegenkommt.

Dr. rer. nat. Petra Ortner

Quelle: Satellitensymposium „Changing the natural disease course in ovarian cancer – the role of PARPi maintenance“, ESMO, 22.10.2018, München; Veranstalter: Tesaro

Literatur:

(1) Mirza MR et al. N Engl J Med 2016;375:2154-64.
(2) Sehouli J et al. ESGO 2017; Abstract. Zur Publikation eingereicht.


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