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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. Januar 2019
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SABCS 2018

Anfang Dezember 2018 fand das 41. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) statt. Dieses internationale wissenschaftliche Symposium bietet „State of the Art“-Informationen zur Biologie, Ätiologie, Prävention, Diagnostik und Therapie von Brustkrebs und prämalignen Brusterkrankungen und fördert den Austausch zwischen Grundlagenwissenschaft und klinischer Medizin. Sehen Sie die Kommentare deutscher Experten zum diesjährigen SABCS in unseren Videos. Weitere Berichte zum SABCS finden Sie im Kongress-Teaser online unter www.med4u.org/14446.
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https://www.journalonko.de/redirects/divert/14513Frühes Mammakarzinom

KATHERINE: T-DM1 reduziert invasives Rezidivrisiko um 50%

Bei Patientinnen mit HER2+, frühem Mammakarzinom, die keine pathologische Komplettremission (pCR) nach neoadjuvanter Chemotherapie (NACT) erzielt haben, vermindert T-DM1 (Tras-tuzumab Emtansin) im Vergleich zu Trastuzumab das Risiko eines invasiven Rezidivs oder zu versterben um 50%, so das Ergebnis einer Interimsanalyse der internationalen KATHERINE-Studie. 1.489 Patientinnen mit HER2+ Mammakarzinom mit Resttumor in der Brust oder in den axillären Lymphknoten nach NACT + Anti-HER2-Therapie und OP erhielten randomisiert innerhalb von 12 Wochen nach der OP entweder T-DM1 oder Trastuzumab über 14 Zyklen. Internationale und deutsche Experten werten diese Studie übereinstimmend als das absolute und praxisändernde Highlight des diesjährigen SABCS. Prof. Dr. -Sibylle Loibl, Frankfurt, kommentiert im Video die Daten, die beim SABCS bereits vorab vorgestellt wurden. Die Studie wurde zeitgleich im New England Journal of Medicine veröffentlicht (von Minckwitz G et al. N Engl J Med 2018 Dec 5 (Epub ahead of print)), weitere Informationen auf der Webseite der German -Breast Group (GBG) unter www.med4u.org/14487.

Geyer CE et al. Abstract GS1-10



GEICAM/CIBOMA: Vorteil für Capecitabin posteoadjuvant nur bei nicht basalem Phänotyp

Adjuvantes Capecitabin nach einer neo-adjuvanten Standardchemotherapie verbesserte nicht das krankheitsfreie (DFS) und Gesamtüberleben (OS) bei Patientinnen mit triple-negativem frühen Mammakarzinom. Bei Patientinnen mit nicht basalem Phänotyp kann die zusätzliche adjuvante Gabe von Capecitabin sinnvoll sein und sollte mit der Patientin besprochen werden.

In der randomisierten Phase-III-Studie GEICAM/CIBOMA erhielten die eingeschlossenen Patientinnen nach Abschluss einer NACT überwiegend mit Taxanen und Anthrazyklinen und anschließender OP randomisiert entweder 8 Zyklen Capecitabin (n=448) oder sie wurden nachbeobachtet (n=428). 55,5% der Patientinnen waren nodal-negativ. Das mediane Alter betrug 49 Jahre. 68,5% der Frauen waren postmenopausal. Nach einem medianen Follow-up von 7,3 Jahren lag das 5-Jahres-DFS bei 79,6% vs. 76,8% im Capecitabin- vs. Beobachtungsarm (HR=0,82; p=0,135). Für das OS betrug die Hazard Ratio 0,92. Auch in der Subgruppenanalyse für das DFS fanden sich mit einer Ausnahme keine signifikanten Unterschiede – die 248 Patientinnen mit nicht-basalem Phänotyp hatten im Capecitabin-Arm ein um 49% geringeres Risiko für ein weiteres Krankheitsereignis und ein um 52% geringeres Risiko zu versterben.

Martin M et al. Abstract GS2-04



Metaanalyse zur Bedeutung der pCR

Eine Metaanalyse, die die Daten von insgesamt mehr als 27.000 Patientinnen analysiert hat, bestätigte die Bedeutung der pCR für die Rezidivrate und die Mortalität bei unterschiedlichen Brustkrebs-Subtypen mit oder ohne adjuvante Therapie.

Die pCR nach einer NACT ist ein starker Prädiktor für die Prognose von Brustkrebspatientinnen. Die Rolle einer anschließenden adjuvanten Behandlung ist dabei weniger stark gesichert. Das Erreichen einer pCR ist mit einem signifikant besseren ereignisfreien Überleben (EFS) und OS verbunden, insbesondere bei triple-negativen und HER2-positiven Patientinnen. Patientinnen, die eine post-neoadjuvante Chemotherapie erhalten haben, hatten ein vergleichbares Outcome wie Patientinnen, die keine solche erhielten, woraus die Autorin schlussfolgerte, dass man in bestimmten Umständen und bei spezieller Tumorbiologie auf die adjuvante Therapie verzichten könnte. Diese Erkenntnisse sollten dazu dienen, anhand biologischer Profile diejenigen Patientinnen zu identifizieren, die weniger Therapie benötigen, aber auch diejenigen, bei denen eine intensivere Therapiestrategie erforderlich ist.

Spring LM et al. Abstract GS2-03



PHARE: Ein Jahr Trastuzumab adjuvant bleibt Standard

In der französischen Studie PHARE wurden 3.380 Patientinnen mit HER2+ frühem Mammakarzinom in 2 Arme mit entweder 12 oder 6 Monaten der adjuvanten Trastuzumab-Therapie rando-misiert. Stratifikationskriterien waren gleichzeitige oder sequentielle Gabe von Trastuzumab mit Chemotherapie, der Östrogenrezeptorstatus und das Zentrum. Das primäre Studienziel war der Nachweis der Nichtunterlegenheit der 6- gegenüber der 12-monatigen Gabe in Bezug auf das DFS. Sekundäre Endpunkte waren OS und metastasenfreies Überleben (MFS). In allen Subgruppen wurde kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Auswirkungen der Trastuzumab-Dauer festgestellt. Für OS und MFS betrug die angepasste HR 1,13 (95%-KI: 0,92-1,39) bzw. 1,15 (95%-KI: 0,96-1,37). Somit konnte die Nichtunterlegenheit der 6-monatigen Gabe nicht demonstriert werden und ein Jahr Trastuzumab bleibt Standard.

Pivot X et al. Abstract GS2-07



TARGIT IORT bei brusterhaltender OP bei Mammakarzinom-Patienten mit Brustvergrößerung

Die zielgerichtete intraoperative Strahlentherapie (TARGIT IORT) hat sich bei ausgewählten Brustkrebspatientinnen zu einer Standardoption während der brusterhaltenden OP entwickelt. In über 300 Zentren weltweit wurden über 20.000 Patienten behandelt. Obwohl eine wachsende Zahl von Patientinnen eine Implantatbrustvergrößerung aufweist, wurden bisher keine Daten zur Sicherheit von TARGIT IORT mit Implantaten in situ veröffentlicht. TARGIT IORT als Ersatz für die Gesamtbrustbestrahlung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema, da bei solchen Patientinnen hohe Raten von Kapselfibrose nach externer Strahlen-therapie (EBRT) auftreten.

PD Dr. Hans-Christian Kolberg, Bot-trop, stellte in San Antonio interessante Daten aus einer Fallserie einer internationalen Arbeitsgruppe vor, die zeigten, dass bei diesen Patientinnen mit TARGIT IORT während einer brusterhaltenden OP bei frühem Mammakarzinom nach einer Brustaugmentation mit Implantaten in situ keine Sicherheitsprobleme auftraten. Er kommentiert im Video diese multizentrische Untersuchung.

Kolberg HC et al. Abstract P3-12-22

 
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EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
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