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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

17. Februar 2016 NSCLC-Erstlinientherapie: nab-Paclitaxel – Längere Therapiedauer positiv für Behandlungserfolg

Bei Krebspatienten könnte die Dauer der Chemotherapie den klinischen Nutzen beeinflussen. Jedoch erfordert eine längere Therapiedauer unter anderem eine gute Verträglichkeit der eingesetzten Chemotherapeutika. Diese Anforderung erfüllt nab-Paclitaxel (Abraxane®), die einzige albuminbasierte Nanotechnologieformulierung von Paclitaxel (1).

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Eine Post-hoc-Analyse der zulassungsrelevanten Studie von nab-Paclitaxel in der Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) zeigte, dass eine verlängerte Behandlungsdauer von mehr als 6 Therapiezyklen den klinischen Outcome noch weiter verbessern kann (Abb. 1) (2, 3).

Abb. 1: Gesamtansprechrate (ORR) bei Patienten ≤ 6 und > 6 verabreichten Therapiezyklen (mod. nach (3)).
 Abb. 1: Gesamtansprechrate (ORR) bei Patienten ≤ 6 und > 6 verabreichten Therapiezyklen (mod. nach (3)).

 

In der Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, bei denen keine potentiell kurative Operation und/oder Strahlentherapie möglich war, überzeugte nab-Paclitaxel in Kombination mit Carboplatin in der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie durch höhere Ansprechraten (ORR: 33% vs. 25%; response rate ratio 1,313; 95%-KI 1,082-1,593; p=0,005) bei signifikanter Reduktion einiger ansonsten Taxan-typischer Nebenwirkungen (2). An dieser Studie nahmen 1.052 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC der Stadien lllb und lV teil. Die Patienten wurden 1:1 in zwei Gruppen randomisiert: Die eine Gruppe erhielt eine Kombinationsthe-rapie aus nab-Paclitaxel 100 mg/m2, verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten an den Tagen 1, 8 und 15 eines jeden 21-Tage-Zyklus, gefolgt von Carboplatin (AUC 6 mg/ml/min) jeweils an Tag 1 eines jeden 21-Tage-Zyklus. Die Kontrollgruppe erhielt alle 3 Wochen konventionelles Paclitaxel 200 mg/m2 verabreicht als intravenöse Infusion über 3 Stunden plus Carboplatin AUC 6.

 

Vorteil vor allem auch für Patienten mit Plattenepithelkarzinom

Ein besonders hoher Nutzen zeigte sich auch für die Subgruppe der Patienten mit Plattenepithelkarzinom (ORR 41% im nab-Paclitaxel + Carboplatin-Arm vs. 24% im konventionellen Paclitaxel + Carboplatin-Arm; response rate ratio 1,680; 95%-KI 1,271-2,221; p<0,001). Das nicht präspezifizierte Kollektiv der Patienten ≥ 60 Jahre (n=546) profitierte zudem von einem signifikanten OS-Vorteil (13,8 vs. 11,0 Monate unter konventionellem Paclitaxel + Carboplatin; HR=0,76; p=0,009) (4).

 

Die Behandlungsdauer zählt

Die auf dem European Cancer Congress 2015 in Wien vorgestellte Post-hoc-Analyse der zulassungsrelevanten Studie von Socinski et al. (2) zeigte nun, dass die Anzahl der verabreichten Therapiezyklen die Prognose der Patienten durchaus beeinflusst (3). In der Intent-to-Treat(ITT)-Population (n=1.052) hatten die Patienten in beiden Studienarmen im Mittel 6 Therapiezyklen erhalten. 6 oder weniger Therapiezyklen hatten im nab-Paclitaxel + Carboplatin-Arm 357 Patienten erhalten, im konventionellen Paclitaxel + Carboplatin-Arm 365 Patienten. Mehr als 6 Therapiezyklen hatten 164 Patienten im nab-Paclitaxel + Carboplatin-Arm und 166 Patienten im konventionellen Paclitaxel + Carboplatin-Arm erhalten. In beiden Studienarmen verbesserten sich alle klinischen Nutzen-Parameter deutlicher, wenn mehr als 6 Therapiezyklen verabreicht wurden (Abb. 1): Unabhängig von der Anzahl der Therapiezyklen zeigten sich signifikant höhere Gesamtansprechraten im nab-Paclitaxel + Carboplatin-Arm im Vergleich zu Patienten im konventionellen Paclitaxel + Carboplatin-Arm. Bei 6 oder weniger Therapiezyklen betrug die Gesamtansprechrate 22% mit nab-Paclitaxel + Carboplatin versus 16% mit konventionellem Paclitaxel + Carboplatin (p=0,032). Bei mehr als 6 Therapiezyklen betrug die ORR 56% mit nab-Paclitaxel + Carboplatin versus 45% mit konventionellem Paclitaxel + Carboplatin (p=0,047). In beiden nab-Paclitaxel-Kohorten waren die Unterschiede gegenüber den jeweiligen Kontrollgruppen signifikant.

 

Nab-Paclitaxel: Mehrnutzen im Therapiealltag

Neben den signifikant höheren Ansprechraten und der deutlich reduzierten Toxizität im Vergleich zu konventionellem Paclitaxel profitieren Arzt und Patient im Therapiealltag auch von der lösungsmittelfreien Verabreichung des nab-Paclitaxels: Da keine lösungsmittelbedingten Toxizitäten auftreten, ist keine Prämedikation notwendig und die Infusionszeit verkürzt sich deutlich (1). 

Quelle: Celgene

Literatur:

(1) Fachinformation ABRAXANE®; Stand: Juli 2015.
(2) Socinski MA et al. J Clin Oncol 2012; 30: 2055-2062.
(3) Gridelli C et al. European Cancer Congress 2015; Wien/Österreich, 25.-29.09.15; Poster #3109.
(4) Langer CJ et al. Brit J Cancer 2015; 1-10; doi: 10.1038/bjc.2015.181.


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