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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

10. September 2018 Metastasiertes Kolorektalkarzinom: Einfluss der Tumorcharakteristik auf die Therapiesequenz

Die Therapieentscheidung beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) bleibt trotz großer Erkenntnisfortschritte eine Herausforderung. Neben der Metastasenresektabilität und der Patientencharakteristik stehen der Mutationsstatus und die Lokalisation des Primärtumors im Fokus der Diskussion. Bei einem Satellitensymposium der Firma Sanofi Genzyme wurden im Rahmen des WCGC Sequenzstrategien für diverse Ausgangssituationen anhand von aktuellen Kasuistiken erörtert.
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Fachinformation
Es gebe verschiedene Wege, um das Überleben von Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom zu verbessern, erklärte Prof. Dr. Dirk Arnold, Hamburg und Lissabon. Besonders wichtig seien die diagnostische Aufarbeitung und die Biomarker-Analyse, die die Entscheidung für die optimale Kombination von Chemotherapie und Antikörper in der Erstlinientherapie lenken. Während das Therapieziel, Krankheits- und Patienten-bezogene Faktoren sowie Biomarker in der ersten und zweiten Therapielinie für die Therapieentscheidung von Bedeutung sind, so müssen in der ersten Therapielinie zudem die erwarteten Nebenwirkungen und in der zweiten Therapielinie die Vortherapien berücksichtigt werden. Die Sequenz ist von Bedeutung, bemerkte Arnold.

Der Wechsel der antiangiogenen Therapieoptionen beim mCRC beruht auf der Beobachtung, dass die Reduktion von VEGF-A-Spiegeln oder der Aktivierung von VEGFR-2 durch einen Antagonisten von Tumoren über PIGF und VEGF-B-Liganden umgangen werden. Aflibercept hat im Vergleich zu Bevacizumab einen breiteren Wirkansatz und blockiert neben VEGF-A auch VEGF-B und PIGF.

Die VELOUR-Studie verglich Placebo-kontrolliert die Behandlung mit Aflibercept + FOLFIRI vs. der alleinigen Chemotherapie in der zweiten Therapielinie. 19,8% der Patienten im experimentellen Arm vs. 11,1% der Patienten im Kontroll-Arm zeigten ein Ansprechen. Hatten die Patienten in der Erstlinie Bevacizumab erhalten, so waren es 11,7 vs. 8,4% der Patienten, die auf Aflibercept + FOLFIRI vs. FOLFIRI ansprachen. Waren die Patienten hingegen Bevacizumab-naiv, so wurde ein Ansprechen bei 23,3% der Patienten im Aflibercept-Arm gesehen, aber nur bei 1,8% der Patienten im alleinigen FOLFIRI-Arm.

Dr. rer. nat. Ine Schmale

Quelle: Satellitensymposium „Bridging data to clinical practice for patients with metastatic colorectal cancer: An interactive peer-to-peer discussion“, WCGC, 22.06.2018, Barcelona; Veranstalter: Sanofi Genzyme


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