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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Dezember 2016 Immuntherapie als Behandlung beim mRCC

Mit verschiedenen Wirksubstanzen konnte ein Überlebensvorteil gegenüber dem mTOR-Inhibitor Everolimus in der Zweitlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) gezeigt werden. Hierzu zählt auch die Therapie mit dem PD-1-Checkpoint-Inhibitor Nivolumab. Manuela Schmidinger, Wien, legte bei einem BMS-Symposium anlässlich der Jahrestagung der ESMO den Schwerpunkt ihres Vortrags auf den aktuellen Stand der Immuntherapie mit Nivolumab beim mRCC.
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Fachinformation
Die randomisierte Phase-III-Studie CheckMate -025 verglich head-to-head Nivolumab gegen Everolimus bei Patienten mit 1-2 vorangegangenen Tyrosinkinase-Inhibitor-Therapielinien (1). Die Studie schloss 821 Patienten mit fortgeschrittenen, metastasierten klarzelligen Nierenzellkarzinomen ein, die bisher nicht mit einem mTOR-Inhibitor vorbehandelt waren. Der primäre Studienendpunkt, eine Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) wurde erreicht: Im Nivolumab-Arm lebten Patienten im Median 25,0 Monate versus 19,6 Monate im Everolimus-Arm (HR=0,73; p=0,002).

Sekundäre Endpunkte waren das progressionsfreie Überleben (PFS), die Ansprechrate (ORR), die Dauer des Ansprechens (DOR), das OS in Bezug auf den PD-L1-Status, die Sicherheit und das krankheitsbezogene Fortschreiten des metastasierten RCCs. Die ORR betrug 21,5% im Nivolumab-Arm versus 3,9% im Everolimus-Arm. Das PFS war in beiden Armen vergleichbar (median 4,6 vs. 4,4 Monate, HR=0,88; p=0,11). Den besonderen Fokus legte Schmidinger auf die Subgruppe der Patienten mit Knochenmetastasen, die im Allgemeinen eine schlechtere Prognose haben. Bei diesen Patienten wurde ein medianes OS von 18,5 Monaten unter dem PD-1-Inhibitor vs. 13,8 Monaten im Everolimus-Arm beobachtet (HR=0,72) (2).

Zusätzlich zum Überlebensvorteil gegenüber Everolimus traten unter Nivolumab weniger Therapie-assoziierte Nebenwirkungen, sowohl alle Grade (79% vs. 88%) als auch Grad 3/4 (19% vs. 37%), auf. Zum Therapieabbruch aufgrund von Therapie-assoziierten Nebenwirkungen kam es bei 8% vs. 13% der Patienten.

(is)

Quelle: Satellitensymposium „Immuno-oncology in GU cancer: Where are we today? Where are we going?“, ESMO-Kongress, 08.10.2016, Kopenhagen; Veranstalter: BMS

Literatur:

(1) Motzer RJ et al. N Engl J Med 2015; 373: 1803-13.
(2) Mother RJ et al. ASCO GU 2016; Abstr. #498.


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