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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

10. September 2018 Hautkrebs und MDS

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Fachinformation
Selma Ugurel
Betrachtet man die noch vor wenigen Jahren verfügbaren Therapieoptionen für das maligne Melanom, so fand sich vorwiegend die Chemotherapie mit Dacarbazin, auf die nur ca. 10% der Patienten ansprachen. Wie immens sich die Therapielandschaft und damit auch die Prognose beim Melanom und auch bei anderen Hautkrebsformen zwischenzeitlich verbessert hat, beleuchtet diese Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE.

Aktuelle Therapieentwicklungen betreffen vor allem die Checkpoint-Inhibitoren und deren Kombinationen, die von Herrn Schilling vorgestellt werden. Frau Uretzki und Herr Posch beleuchten die adjuvanten Therapieformen beim Melanom und weisen auf aktuelle Probleme hin, z.B. das Fehlen von Head-to-head-Studien zwischen BRAF- und Checkpoint-Inhibitoren bei BRAF-mutierten Patienten. Die interessante Möglichkeit der Elektrochemotherapie bei Hautkrebs und Hautmetastasen stellt Herr Niebel vor.

Die Thematik schließt ab mit einem Kurzabriss und der Vorstellung zweier Studien zum Merkelzellkarzinom, an denen das Universitätsklinikum Essen federführend beteiligt ist: die Studie ADMEC-O zu Nivolumab in der adjuvanten Therapie und die NIS MCC-TRIM, eine translationale Registerstudie, die die klinische Versorgungsstruktur abbilden soll sowie versucht, Biomarker zu definieren.

Der hämatologische Themenschwerpunkt widmet sich diesmal den Myelodysplastischen Syndromen. Die Patienten sind meist älter und multimorbide, was das Management der Therapie kompliziert. Frau Thol und Frau Shahswar erläutern, was molekulargenetische Aberrationen für die Prognose bedeuten. Frau Hecker, Frau Pfefferkorn und Frau Götze fokussieren auf die Therapie des Niedrigrisiko-MDS. Beide Texte sind zu einer CME-Fortbildung zusammengefasst, mit der 2 CME-Punkte erarbeitet werden können.

Darüber hinaus finden Sie in dieser Ausgabe eine Fortbildung zur Tuberösen Sklerose von Herrn Sauter sowie eine weitere Fortbildung zum Ovarialkarzinom: Hier erörtert zunächst Frau Schmalfeldt das hereditäre Ovarialkarzinom. Bis dato gibt es beim Ovarialkarzinom keine effektiven Screening-Methoden, sodass zwei Drittel der Patientinnen bei Diagnosestellung bereits eine diffuse Peritoneal-karzinose haben. Umso wichtiger ist das optimale OP-Timing, das Herr Sehouli und Frau Dückelmann diskutieren.

Eine interessante Lektüre wünscht

Ihre Selma Ugurel

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