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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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10. September 2018

Frühes HER2-positives Mammakarzinom: Trastuzumab und Pertuzumab für die adjuvante Situation zugelassen

Trastuzumab (Herceptin®) und Pertuzumab (Perjeta®) greifen beide am HER2-Molekül an – aber an unterschiedlichen Stellen. Dadurch hemmen sie unterschiedliche Funktionen des Rezeptors. Dies schlägt sich in einer höheren Effektivität der dualen Antikörper-Blockade nieder. Wie eine aktuelle Studie zeigt, konnte die Therapie mit beiden Substanzen im Vergleich mit Trastuzumab alleine (jeweils + Chemotherapie) das Rezidivrisiko bei Patientinnen mit frühem HER2-positiven Brustkrebs und hohem Rückfallrisiko in der adjuvanten Situation um nahezu 25% senken (1).
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In die randomisierte, kontrollierte, doppelblinde APHINITY-Studie wurden gut 4.800 therapienaive Patientinnen mit HER2-positivem operablen Mammakarzinom eingeschlossen. Von ihnen wiesen 63% einen nodalpositiven und 36% einen Hormonrezeptor-negativen Status und damit ein hohes Rezidivrisiko auf. Je die Hälfte erhielt nach der Operation über ein Jahr eine Behandlung aus Trastuzumab, Pertuzumab und Chemotherapie bzw. nur Trastuzumab und Chemotherapie. Primärer Endpunkt war das invasivkrankheitsfreie Überleben (iDFS).

Die Daten zeigen: In der Gruppe mit der dualen Antikörper-Blockade konnte das Risiko für ein Rezidiv gegenüber der Kontrollgruppe mit nur einem Antikörper nach einem medianen Follow-up von knapp 4 Jahren bei den Patientinnen mit nodalpositivem Status um 23% und bei den Patientinnen mit Hormonrezeptor-nagativem Status um 24% – und damit jeweils um fast ein Viertel – reduziert werden (iDFS: 92,0% vs. 90,2%; HR=0,77; p=0,019 bzw. iDFS: 92,8% vs. 91,2%; HR=0,76; p=0,085). Das legte Prof. Dr. Bahriye Aktas, Leipzig, auf einem Pressegespräch des Unternehmens Roche dar. Für eben diese Patientinnen wurde das Regime jetzt auch zugelassen. Die häufigste, meist geringgradige Nebenwirkung waren Durchfälle, deren Inzidenz nach Beendigung der Chemotherapie abnahm. Neue oder unerwartete Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Die Behandlung erfolgt über 18 Zyklen (1 Jahr) unabhängig vom Zeitpunkt der Operation als Teil eines vollständigen Therapieregimes (2). Die AGO hat dieses Vorgehen mit einer Plus-Empfehlung bewertet, www.ago-online.de.
 
Dr. rer. nat. Anne Benckendorff
Quelle: Pressegespräch „Der nächste Schritt zur Chance auf Heilung für Patienten mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom – Zulassungserweiterung für Perjeta im adjuvanten Setting“, 11.07.2018, Frankfurt am Main; Veranstalter: Roche Pharma AG
Literatur:
(1) von Minckwitz G et al. NEJM 2017;377:122-131
(2) Fachinformation Perjeta®, Stand Juli 2018.
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