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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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19. April 2018

Fortgeschrittenes Urothelkarzinom: Pembrolizumab bietet verbesserte Überlebenschancen

Lange Zeit konnte man Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom nach Versagen einer Platin-basierten Chemotherapie nicht mehr viel anbieten. Durch die Zulassung von Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab in der Zweitlinie hat sich diese Situation heute deutlich verbessert.
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Vor Zulassung von Checkpoint-Inhibitoren galt in der Zweitlinie von fortgeschrittenen Urothelkarzinomen Vinflunin als Standard. Unter dieser Therapie war nach Versagen der Platin-haltigen Chemotherapie in einer randomisierten Studie ein Überlebensvorteil gegenüber Best Supportive Care (BSC) gezeigt worden, der allerdings nur etwa 2 Monate betrug und damit an der schlechten Prognose nicht viel änderte, berichtete Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Hamburg. Als Alternative galten Taxan-haltige Therapien.

In der Keynote-045-Studie wurde Pembrolizumab bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom in der Zweitlinie mit Standardchemotherapien (Vinflunin oder Docetaxel bzw. Paclitaxel) verglichen. Nach 12 Monaten zeigte sich hier unter Pembrolizumab ein deutlicher Vorteil im Gesamtüberleben (43,9% vs. 30,7%), der auch nach 2 Jahren noch nachweisbar war (27,0% vs. 14,3%). Auch die Ansprechraten waren deutlich höher (21,1% vs. 11%) und Responder hatten besonders hohe Chancen auf längere Remissionszeiten. Die PD-L1-Expression beeinflusste die Therapieergebnisse dabei nicht wesentlich.

Viele Patienten mit Urothelkarzinom kommen aufgrund von Komorbiditäten und eingeschränkter Nierenfunktion für eine Cisplatin-haltige Chemotherapie nicht in Frage. Für diese Patienten könnte Pembrolizumab in der Zukunft auch in der Firstline-Therapie eine Alternative sein, wie der Onkologe berichtete. In der Phase II Keynote-052-Studie wurde Pembrolizumab bei 374 solcher Patienten untersucht. Auch hier wurde beobachtet, dass sich bei Respondern längere Remissionszeiten erzielen lassen. Das Nebenwirkungsprofil entsprach dabei auch bei diesen besonders kranken Patienten den Erfahrungen aus den anderen Studien und auch bei über 75-Jährigen mit schlechter Performance (ECOG 2) nahm die Nebenwirkungsrate nicht zu.
Maria Weiß
Quelle: Satellitensymposium „Immunonkologie: Aktuelle Daten zum Nutzen“, DGHO-Frühjahrstagung, 22.03.2018, Berlin; Veranstalter: MSD
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