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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

18. April 2018 Fortgeschrittenes NSCLC: PD-1-Inhibition zeigt deutliche Überlegenheit in der Mono- und Kombinationstherapie

„Bisher wird nicht einmal die Hälfte der Patienten, die potenziell für die Therapie infrage kommen, auf die PD-L1-Expression getestet.“ Prof. Dr. Martin Reck, Großhansdorf, ist überzeugt, dass die Testung einen festen Platz in der primären Diagnostik haben sollte. Die Auswertung der Keynote-024-Studie belegt einen klaren Überlebensvorteil der Pembrolizumab-Monotherapie gegenüber einer Chemotherapie.
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Fachinformation
Nach einem medianen Follow-up von 25,2 Monaten betrug der Unterschied im Gesamtüberleben (OS) mehr als ein Jahr (medianes OS: 30,0 vs. 14,2 Monate; HR=0,63; p=0,002). Auch die Ansprechrate (ORR) war deutlich höher (45,5 vs. 29,8%; p=0,0031). „Diese Studie zeigt in allen Endpunkten eine bessere Wirksamkeit des Pembrolizumab im Vergleich zur Chemotherapie – in Kombination mit einer besseren Verträglichkeit“, resümiert Reck. Nebenwirkungen der Grade 3-4 wurden bei 31,2% der Patienten im Pembrolizumab-Arm beobachtet und waren damit etwa halbiert. Auch Patienten mit einer PD-L1-Expression unter 50% können von dem Antikörper profitieren. Prof. Dr. Dieter Ukena, Bremen, stellte dazu die Auswertung der Kohorte G der Phase-II-Studie Keynote-021 vor. Pemetrexed, Carboplatin und Pembrolizumab wurden hier als Erstlinientherapie beim nicht-plattenepithelialen NSCLC getestet. Das Ergebnis: Die ORR war fast verdoppelt und das progressionsfreie Überleben konnte signifikant gesteigert werden. Trotz hoher Crossover-Rate war das Gesamtüberleben verlängert. Die Verträglichkeit ist auch für die Kombinationstherapie gut, obwohl mehr Grad-3/4-Nebenwirkungen auftraten als bei alleiniger Chemotherapie (41% vs. 29%). Innerhalb der nächsten Monate sollen die Ergebnisse der Phase-III-Folgestudie vorgestellt werden, die für eine Zulassung von der EMA gefordert wird, berichtete Ukena.

Dr. rer. nat. Judith Besseling

Quelle: Symposium „NSCLC im Zeitalter der Immuntherapie: Wo stehen wir heute?“, DKK, 21.02.2018, Berlin; Veranstalter: MSD


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