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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. Januar 2019 Fortgeschrittenes Lungenkarzinom: Verbesserte Überlebenschancen unter Kombinationstherapien mit Atezolizumab

Neue Daten aus Phase-III-Studien zeigen, dass Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkarzinom sehr von einer Kombinationstherapie von Chemotherapie mit dem Checkpoint-Inhibitor Atezolizumab profitieren können. Erstmals seit langer Zeit eröffnen sich dadurch auch verbesserte Überlebenschancen für Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom (SCLC).
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Beim fortgeschrittenen SCLC konnte nach Einführung von Etoposid/Platin in den 1980er Jahren kein durchschlagender neuer Therapieerfolg mehr erzielt werden, sagte PD Dr. Florian Fuchs, Erlangen. Mit der Phase-III-Studie IMpower133 hat sich das jetzt geändert. Unbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem SCLC erhielten hier entweder Atezolizumab + Chemotherapie (Carboplatin + Etoposid) mit nachfolgender Atezolizumab-Erhaltungstherapie oder eine alleinige Chemotherapie.

Unter der Kombination zeigte sich eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens (mOS: 12,3 vs. 10,3 Monate; p=0,0069) und mehr als die Hälfte der Patienten (51,7%) war nach einem Jahr noch am Leben (vs. 38,2% unter alleiniger Chemotherapie). Auch der Anteil von Patienten, die nach einem Jahr noch progressionsfrei waren, war unter der Atezolizumab-Kombination mehr als verdoppelt (12,6% vs. 5,4%) (1).

Auch beim fortgeschrittenen NSCLC gibt es in der Erstlinie positive neue Ergebnisse für die Kombinationstherapie mit Atezolizumab. In der Phase-III-Studie IMpower150 wurden Patienten mit noch nicht chemotherapeutisch vorbehandeltem metastasierten NSCLC (kein Plattenepithelkarzinom) in 3 Gruppen randomisiert: Gruppe A erhielt Atezolizumab + Chemotherapie (Carboplatin + Paclitaxel), Gruppe B Atezolizumab, Chemotherapie + Bevacizumab und Gruppe C nur Chemotherapie + Bevacizumab. Das Besondere an der Studie: Eingeschlossen waren auch EGFR+ und ALK+ Patienten, wenn es unter der zielgerichteten Therapie zu Progress oder Unverträglichkeiten gekommen war.

Unter der Vierfachkombination (Gruppe B) lebten die Patienten im Mittel 4,5 Monate länger als unter der Kombination von Chemotherapie und Bevacizumab (mOS: 19,2 vs. 14,7 Monate; p=0,02). Erfreulicherweise profitierten Patienten mit Lebermetastasen (13,2 vs. 9,1 Monate) und TKI-vorbehandelte Patienten mit EGFR- oder ALK-Mutation besonders von der Therapie (2). Gerade diese Patienten haben ansonsten eine besonders schlechte Prognose, sagte Fuchs.

Maria Weiß


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