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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

30. Oktober 2017
Seite 1/4
Das Universitäre Lebertumorzentrum Leipzig (ULTC)

Interdisziplinäre Versorgung von Patienten mit Lebertumoren

H. Reinhardt, Universitätsklinikum Leipzig.

Das Universitätsklinikum Leipzig ist ein Klinikum der Supra-Maximalversorgung in Mitteldeutschland mit über 1.350 Betten, in welchem das gesamte Spektrum der modernen Medizin angeboten wird. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Behandlung von Lebererkrankungen und Lebertumoren, welche fächerübergreifend durchgeführt wird und sowohl aktuellste Behandlungsmethoden als auch klinische Studien und Forschungsprojekte umfasst.
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Entstehung eines spezialisierten Zentrums

In der modernen Medizin finden sich ein immer rascherer Wissenszuwachs und dadurch auch eine kontinuierlich zunehmende Anzahl von diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Diagnostik und Therapie werden dadurch immer individualisierter geplant. Bei dieser Dynamik ist eine Medizin auf modernstem Niveau nur durch eine zunehmende Spezialisierung in der Medizin möglich. In vielen Bereichen werden darüber hinaus interdisziplinäre Organ(tumor)zentren gegründet, da heute nur noch wenige Erkrankungen von einer medizinischen Fachdisziplin alleine behandelt werden können.

Die Behandlung von Lebertumoren hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Dies betrifft sowohl operative als auch interventionelle und medikamentöse Therapieverfahren. Die Komplexität von Tumorerkrankungen der Leber erfordert in den meisten Fällen eine enge Zusammenarbeit von unterschiedlichen Fachdisziplinen sowohl innerhalb eines Zentrums als auch mit Kollegen aus dem ambulanten Bereich und anderen Kliniken.

Durch die gezielte Berufung von Spezialisten für das Gebiet der Lebertumoren und Lebererkrankungen konnten im Universitätsklinikum Leipzig entsprechende Kompetenzen gebündelt werden. So hat sich seit Gründung der Sektion Hepatologie innerhalb der Abteilung für Gastroenterologie im Jahr 2010 am Universitätsklinikum Leipzig ein Schwerpunkt für Lebererkrankungen mit internationalem Renommée entwickelt. Parallel dazu wurde auch in der Chirurgie eine entsprechende Spezialistenstruktur geschaffen und eine Professur für Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation etabliert.

Maligne und benigne Lebertumoren sowie Lebermetastasen werden am Universitätsklinikum Leipzig seit 2012 in Zusammenarbeit mit dem Universitären Krebszentrum Leipzig (UCCL), einem nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten onkologischen Zentrum, und seit 2016 darüber hinaus im Rahmen des „Universitären Lebertumorzentrums“ (ULTC) behandelt (Abb. 1). Im Lebertumorzentrum sind neben der Sektion Hepatologie, der Hepatobiliären Chirurgie und dem UCCL die Kliniken für Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin sowie die interdisziplinäre Endoskopie, das Institut für Pathologie und die Abteilung für Medizinische Psychologie (Psychoonkologie) assoziiert. Es entspricht somit in seiner Struktur den Anforderungen an das Modell für viszeralonkologische Zentren der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Die Leitung des Lebertumorzentrums obliegt den Leitern der Sektion Hepatologie und der Hepatobiliären Chirurgie.

 
Abb. 1: Organigramm des Universitären Lebertumorzentrums Leipzig (ULTC).
Abb. 1: Organigramm des Universitären Lebertumorzentrums Leipzig (ULTC).
 
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