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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. Oktober 2019 CUP: GEFCAPI 04-Studienergebnisse enttäuschen, Tumorbiologie muss besser verstanden werden

Einer von 3 CUP (carcinoma of unknown primary)-Patienten ist mit einer Standard-Chemotherapie nicht angemessen therapiert, weil es eine passende Target-Therapie oder Immuntherapie basierend auf DNA-Veränderungen seines Tumors gibt.
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Die Ergebnisse der Studie GEFCAPI 04, die 2012 gestartet ist und mit Gen-expressionstechnologie die wahrscheinlichsten Primärtumorlokalisationen identifizieren sollte, waren jedoch enttäuschend: gegenüber dem Standard Platin-basierte Chemotherapie zeigte sich kein Überlebensvorteil für die zu diesem Zeitpunkt besten verfügbaren Target-Therapien. Allerdings, so Prof. Dr. Karim Fizazi, Villejuif, Frankreich, hatten viele der Patienten pankreatische oder biliäre Krebsarten, die extrem schwierig zu behandeln sind und für die es bislang keine Target-Therapieansätze gibt. „Es werden bessere Tests benötigt, die nicht nur den Primärtumor identifizieren, sondern auch Aufschluss über die Tumorbiologie und potenzielle Medikamente geben.“ Daher werden große Hoffnungen in die laufende prospektive Studie CUPISCO gesetzt, die Patienten mit CUP randomisiert, um sie einer individualisierten Target- oder Immuntherapie zuzuführen, bzw. dem Standard einer Platin-basierten Chemotherapie.

Quelle: ESMO 2019, LBA15_PR und 1983PD_PR
 
Aktualisierte Analyse zu Larotrectinib: Hohe Ansprechrate mit dauerhaftem Ansprechen von 3 Jahren bei TRK-Fusionstumoren

Aktualisierte klinische Daten zu Larotrectinib bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit TRK-Fusionstumoren zeigen eine hohe Gesamtansprechrate von 79% (95%-KI: 72-85), darunter 16% komplette Remissionen (n=24) und 63% partielle Remissionen (n=97). Bei den Patienten mit bestätigtem Ansprechen (n=108) konnte ein anhaltendes Ansprechen mit einer medianen Ansprechdauer von fast 3 Jahren (35,2 Monate; 95%-KI: 22,8-NE) beobachtet werden. Im integrierten Datensatz (n=159) betrug das mediane progressionsfreie Überleben 28,3 Monate (95%-KI: 22,1-NE) und das mediane Gesamtüberleben 44,4 Monate (95%-KI: 36,5-NE), wobei 88% (95%-KI: 83-94) der Patienten ein Jahr nach Behandlungsbeginn noch lebten. Die Daten wurden im Rahmen einer Posterpräsentation auf dem ESMO vorgestellt.

Quelle: Bayer
 
EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib erzielt in der Erstlinienbehandlung ein besseres OS als Vergleichs-EGFR-TKI

In der Phase-III-Studie FLAURA hatte Osimertinib ein signifikant verbessertes progressionsfreies Überleben (PFS) gegenüber Vergleichs-EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) gezeigt (HR=0,46; p<0,001). Beim ESMO wurde nun die finale Analyse zum Gesamtüberleben (OS; 58% Datenreife) vorgestellt. Osimertinib verbesserte das OS gegenüber Vergleichs-EGFR-TKI (HR=0,799; 95%-KI: 0,641-0,997; p<0,0462). Das mediane OS betrug 38,6 (95%-KI: 34,5-41,8) vs. 31,8 (95%-KI: 26,6-36,0) Monate bei einem medianen Follow-up von 35,8 bzw. 27,0 Monaten. Die 12-, 24- und 36-Monats-Überlebensraten mit Osimertinib vs. Vergleichs-EGFR-TKI waren 89% vs. 83%, 74% vs. 59% bzw. 54% vs. 44%.

Quelle: ESMO 2019, Abstract LBA5_PR
 
SPARTAN-Studie: Apalutamid + ADT zeigt bei nmCRPC-Patienten OS-Vorteil

Die Phase-III-Studie SPARTAN zeigte bei Patienten mit nicht metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC), dass Apalutamid mit einer weitergeführten Androgendeprivationstherapie (ADT) das metastasenfreie Überleben (MFS) signifikant verbesserte (HR=0,28; p<0,001). Ebenso verlängerten sich die Zeit bis zum symptomatischen Progress und das progressionsfreie Überleben unter der Folgetherapie im Vergleich zu Placebo. Apalutamid war mit einem verbesserten Gesamtüberleben (OS; HR=0,70; p=0,07) assoziiert. Die Ergebnisse untermauern Apalutamid als Standard of Care bei Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC.

Quelle: ESMO 2019, Abstract 843O
 
Frühes TNBC: signifikant verbesserte pCR-Rate durch neoadjuvante Therapie mit Pembrolizumab + Chemotherapie

Ein Highlight beim ESMO-Kongress 2019 waren die Daten der Keynote-522-Studie bei Hochrisiko-Patientinnen mit frühem triple-negativen Mammakarzinom (TNBC): Erstmals konnte gezeigt werden, dass eine Ergänzung der neoadjuvanten Chemotherapie durch den Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab zu einer signifikanten Verbesserung der Rate an pathologischen Komplettremissionen (pCR) im Vergleich zu Chemotherapie + Placebo führt. Zudem zeigte sich in einer Interimsanalyse bereits ein starker Trend hin zu einem verbesserten ereignisfreien Überleben (EFS).

Quelle: ESMO 2019, LBA8_PR
 
CheckMate -227: Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen NSCLC mit Nivolumab + Ipilimumab

Teil 1 der Studie CheckMate -227 hat neben der Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) nun auch den primären Endpunkt der signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) erreicht. Für Patienten mit PD-L1 ≥ 1% war das OS mit Nivolumab + Ipilimumab signifikant länger verglichen mit Chemotherapie (HR=0,79; 97,72%-KI: 0,65-0,96; p=0,007). Objektive Ansprechraten und Dauer des Ansprechens waren unter Nivolumab + Ipilimumab ebenfalls besser als unter Chemotherapie.

Quelle: ESMO 2019, LBA4_PR

 

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