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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

26. Juni 2017 Brustkrebs: Doppelte HER2-Blockade wirksamer

Die Hinzunahme von Pertuzumab zu Trastuzumab senkt das Rezidivrisiko von Frauen mit HER2+ frühem Brustkrebs um 19% im Vergleich zu Trastuzumab allein. Zu diesem Ergebnis kommt die klinische Phase-III-Studie APHINITY (BIG 4-11), die Gunter von Minckwitz, Neu-Isenburg, vorstellte.
Nach Mastektomie oder brusterhaltender Operation erhielten in dieser Studie 4.805 Patientinnen mit HER2+ Brustkrebs Standard-Chemotherapie über 18 Wochen und entweder 1 Jahr lang Tras-tuzumab + Placebo oder Trastuzumab + Pertuzumab. 63% waren nodal-positiv, 36% hatten einen Hormonrezeptor-negativen Tumor. Nach einem medianen Follow-up von fast 4 Jahren hatten 171 (7,1%) Patientinnen in der Pertuzumab-Gruppe ein Rezidiv im Vergleich zu 210 Frauen (8,7%) in der Placebo-Gruppe. Dies entspricht einer Risikoreduktion von 19%. Nach 3 Jahren waren 94,1% der Patienten in der Pertuzumab-Gruppe ohne Rezidiv im Vergleich zu Placebo-Gruppe, die nur Trastuzumab erhalten hatte. Der Vorteil von Pertuzumab war etwas ausgeprägter bei Patientinnen mit nodal-positiver Erkrankung. Bei nodal-negativen Patientinnen zeigte sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Analyse noch kein Vorteil von Pertuzumab. Die Rate schwerwiegender unerwünschter Ereignisse war gering und ähnlich hoch in beiden Gruppen. Schwere Diarrhoen waren unter Pertuzumab häufiger (9,8% vs. 3,7%). Im weiteren Follow-up werden die Langzeiteffekte von Pertuzumab untersucht. Zwischenzeitlich werden auch die Tumorproben analysiert und auf Biomarker untersucht, um möglicherweise feststellen zu können, welche Patientinnen von der Addition von Pertuzumab profitieren.

(red.)

Quelle: ASCO 2017, LBA500


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