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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

08. November 2016 Adjuvante Therapie des HER2-positiven Brustkrebs: Trastuzumab über 1 Jahr bleibt Standard

Etwa 8 von 10 Frauen (80,7%), die gegen ihre HER2-positive Brustkrebserkrankung über 1 Jahr adjuvant mit Trastuzumab (Herceptin®) behandelt wurden, sind nach 10 Jahren am Leben – etwa 7 von 10 Frauen (69,3%) sind weiterhin krankheitsfrei. Diese zentralen Erkenntnisse zur langfristigen Wirksamkeit von Trastuzumab in der Adjuvanz liefern die 10-Jahres-Daten der europäischen Zulassungsstudie HERA. Sowohl der Überlebensvorteil als auch der Vorteil beim krankheitsfreien Überleben war gegenüber der Beobachtungsgruppe trotz eines massiven Crossovers von 52% signifikant (1).
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Trastuzumab erwies sich in der HERA-Studie schon früh als signifikant überlegen: So zeigte bereits die erste Interimsanalyse aus dem Jahr 2005, dass die adjuvante Behandlung mit Trastuzumab die Chance auf ein krankheitsfreies Überleben nahezu verdoppelte (HR=0,54; p<0,0001) (2). In der 3-armigen HERA-Studie erhielten die Patientinnen nach Abschluss einer adjuvanten, Anthrazyklin-/Taxan-basierten Chemotherapie in den experimentellen Armen zusätzlich Trastuzumab über 1 oder 2 Jahre. Die 2-jährige Behandlung mit Trastuzumab hatte gegenüber der 1-jährigen Behandlung auch nach 10 Jahren keinen zusätzlichen Benefit. Damit bleibt die 1-jährige Trastuzumab-Therapie adjuvanter Standard beim HER2-positiven Mammakarzinom (1).

Die 10-Jahres-Daten der Studie BCIRG 006 untermauern die Erkenntnisse zur Langzeitwirksamkeit von Trastuzumab in der Adjuvanz. Sowohl in Kombination mit einer Anthrazyklin-basierten als auch Anthrazyklin-freien Chemotherapie war die 1-jährige Behandlung mit Trastuzumab mit Überlebensraten von über 80% gegenüber einer alleinigen Chemotherapie signifikant überlegen. Hinsichtlich der Kardiotoxizität erwies sich das Anthrazyklin-freie Regime als besser verträglich. In diesem Regime erwies sich die initiale Erniedrigung der linksventrikulären Ejektionsfraktion als reversibel (3).

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Jackisch C et al. Cancer Res 2016;76(4):PD5-01.
(2) Piccart-Gebhart MJ et al. N Engl J Med 2005; 352:1659-72.
(3) Slamon D et al. Cancer Res 2016;76(4):S5-04.


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