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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Oktober 2017 ARIEL3-Studie: Erhaltungstherapie mit Rucaparib verlängert PFS beim Platin-sensitiven Ovarialkarzinom-Rezidiv signifikant

Im Rahmen der ARIEL3-Studie (n=564) wurde die Wirksamkeit von Rucaparib als Erhaltungstherapie bei Patientinnen mit rezidiviertem Platin-sensitiven Ovarialkarzinom evaluiert (n=375; Placebo-Gruppe n=189). Rucaparib zeigt beim Ovarialkarzinom mit BRCA-Mutation oder BRCA-Wildtyp/LOH* Anti-Tumor-Wirkung.
Das mediane progressionsfreie Überleben (mPFS) für Patientinnen mit BRCA-Mutation war mit 16,6 Monaten in der Rucaparib-Gruppe (n=130) signifikant höher im Vergleich zu 5,4 Monaten in der Placebo-Gruppe (n=66; HR=0,23; 95%-KI: 0,16-0,34; p<0,0001). Auch Patienten mit defizienter homologer Rekombination (d.h. BRCA-Mutation oder BCRA-Wildtyp/LOH high) hatten mit 13,6 Monaten ein signifikant längeres mPFS im Rucaparib-Arm (n=236) verglichen mit 5,4 Monaten im Placebo-Arm (n=118; HR=0,32; 95%-KI: 0,24-0,42; p<0,0001). Die häufigsten Therapie-bedingten Nebenwirkungen (Grad 3 oder höher) waren Anämie (18,8% bzw. 0,5%) und ein Anstieg der ALT-Leberwerte (10,5% bzw. 0%).

Rucaparib verbesserte gegenüber Placebo das PFS signifikant in allen analysierten Patientengruppen. Exploratorische Analysen zeigten die PFS-Verbesserung bei BRCA-Wildtyp sowohl mit high- als auch low-LOH (9,7 bzw. 6,7 in der Rucaparib-Gruppe vs. 5,4 Monaten unter Placebo).

*loss of heterozygosity (LOH)

(übers. v. um)

Quelle: ESMO 2017

Literatur:

(1) Ledermann J et al. ESMO, Abstr. LBA40_PR.


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