Journal Onkologie

Tumorklassifikation

d-uo
 3 Min|
Schematische Darstellung eines weiblichen Körpers mit Harnblasenkarzinom

Über das Grading des nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms

Nicht-muskelinvasive Harnblasenkarzinome (non-muscle invasive bladder cancer, NMIBC) machen etwa 75% aller Blasenkarzinome aus. Die vom Robert Koch-Institut (RKI) erstmals publizierten NMIBC-Daten für 2023 zeigen jedoch relevante Defizite: Es wird überwiegend das veraltete WHO Grading von 1973 verwendet, häufig fehlen Angaben zu Tumorkategorie und Grading. Real-World-Daten der Deutschen Uro-Onkologen e.V. (d-uo) belegen demgegenüber eine hohe Leitlinienadhärenz und sind für klinische Analysen besser geeignet.
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Hämatologie
 15 Min|
Neue Ansprech- und Risikokriterien in der pädiatrischen AML: Aktuelle Empfehlungen und klinische Implikationen

Neue Ansprech- und Risikokriterien in der pädiatrischen AML: Aktuelle Empfehlungen und klinische Implikationen

Die pädiatrische akute myeloische Leukämie (AML) bleibt trotz therapeutischer Fortschritte eine klinisch hoch­komplexe Entität. Im Jahr 2025 wurden erstmals spezifische Leitlinien des European LeukemiaNet (ELN) für die pädiatrische AML veröffentlicht, die eine grundlegend neue Risikostratifikation ermöglichen. Parallel etablierte die AML-BFM-Studiengruppe mit der No Evidence of Leukemia/Evidence of Leukemia (NEL/EL)-Klassifikation ein hochpräzises, ausschließlich blastenzahlbasiertes Kriterium für das Therapieansprechen, das die historische Definition der kompletten Remission (CR) ersetzt. Die moderne Risikoabschätzung beruht nun auf der integrativen Bewertung von genetischen Hochrisiko­markern, dem frühen morphologischen Ansprechen (NEL/EL) sowie der Erfassung der minimalen Resterkrankung (MRD). Diese Trias bildet ein neues, biologiebasiertes Fundament zur Therapieindividualisierung. Zielgerichtete Therapien – darunter FLT3-Inhibitoren, Anti-CD33-Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, Venetoclax-basierte Kombinationen sowie Menin-Inhibitoren für KMT2A-rearrangierte Leukämien – erweitern das therapeutische Spektrum erheblich. Die allogene Stammzelltransplantation (alloSCT) bleibt ein unverzichtbares Instrument, wird jedoch zunehmend individualisiert und stärker an funktionellen Parametern ausgerichtet. Zusammengenommen markieren Genetik, NEL/EL und MRD den Übergang zu einem modernen, stark biologieorientierten AML-Behandlungskonzept, das künftige Studien und Versorgungsstandards prägen wird.
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Medizin
 3 Min|

Kombinierte Immuntherapie für Patientinnen mit dMMR-Endometriumkarzinom wirksamer als Chemotherapie

In einer internationalen klinischen Phase-III-Studie (LEAP-001) (1) unter der Leitung des Innsbrucker Gynäkologen Prof. Christian Marth wurde überprüft, ob die kombinierte Immuntherapie der Chemotherapie als Erstlinienbehandlung beim fortgeschrittenen oder wiederkehrenden Endometriumkarzinom überlegen ist. Das Ergebnis der Studie fällt negativ aus: Die Immuntherapie war nicht besser als die Chemotherapie. Die gute Nachricht: Eine bestimmte Patientinnen-Gruppe profitiert von der kombinierten Immuntherapie.
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