Samstag, 26. September 2020
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Tumoren des HNO-Bereichs stellen meist eine interdisziplinäre Herausforderung dar

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Bei den bösartigen Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs handelt es sich hauptsächlich um Plattenepithelkarzinome. Hauptrisikofaktoren für die Entstehung eines Tumors im Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Bereich sind das Rauchen von Tabak und ein chronischer übermäßiger Genuss von Alkohol. Darüberhinaus können Virusinfektionen (Humanes Papillomvirus (HPV)), Mangelernährung, Umwelteinflüsse, eine berufliche Schadstoffexposition sowie ein gastroösophagealer Reflux Risikofaktoren darstellen.

 

Die Therapie eines Kopf-Hals-Tumors richtet sich im Normalfall zunächst nach der Tumorgröße. Ist der Tumor primär resektabel, so stellt die chirurgische Entfernung den ersten Schritt der Therapie dar. Bei Vorliegen bestimmter Risikofaktoren, wie einer inkompletten Resektion oder einem extrakapsulären Tumorwachstum, wird postoperativ eine Bestrahlung oder eine simultane Radiochemotherapie durchgeführt. Als Zytostatikum wird hauptsächlich Cisplatin eingesetzt, alternativ kommen teilweise auch Kombinationen mit 5-Fluorouracil (5-FU) zum Einsatz.

 

Liegt dagegen bei Diagnosestellung ein inoperables Stadium oder ein Nasopharynxkarzinom vor, wird im Regelfall eine kombinierte Radiochemotherapie durchgeführt.

 

Tritt nach Behandlung ein Rezidiv auf, oder sind bereits Metastasen vorhanden, wird je nach Möglichkeit lokal therapiert (mittels operativer Resektion und Strahlentherapie), oder individuell über eine systemische Therapie entschieden. Hier kommen hauptsächlich Platin-basierte Chemotherapien mit oder ohne 5-FU sowie der monoklonale Antikörper Cetuximab zum Einsatz.

 

Aktuelle Informationen rund um das Thema Kopf-Hals-Tumoren werden im News-Bereich von www.journalonko.de vorgestellt.

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    Prof. Dr. Arthur Gerl, Facharztpraxis für Hämatologie und Onkologie, München 
    r/r HNSCC: Pembrolizumab mit oder ohne Chemotherapie neuer Standard in der Firstline