Mittwoch, 19. Juni 2019
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Personalisierte Therapie in der Onkologie

© Syda Productions / Fotolia.com

Der Begriff „Personalisierte Medizin“ steht für eine individuelle bzw. zielgerichtete Therapie, die an die jeweilige Situation des einzelnen Patienten angepasst ist.

Dank moderner Diagnosemethoden können inzwischen bei bestimmten Tumorerkrankungen molekulare Untergruppen identifiziert werden. Dadurch ist es möglich, bei der Behandlung direkt dort anzusetzen, wo die Krankheit ihren Ursprung hat. Dementsprechend werden Patienten mit einer Krebsart nicht mehr identisch therapiert, sondern es kann die Dosierung und Anwendungsdauer eines Wirkstoffs anhand zusätzlicher Befunde und Parameter unterschiedlich abgestimmt werden.

Die personalisierte Therapie nimmt vor allem beim Mammakarzinom, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), Melanom oder beim Darmkrebs eine wichtige Rolle ein.

 

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