Journal Onkologie

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BNGO
Interview mit Dr. med. Steffi Busch, Mühlhausen

Praktische Erfahrungen in der Anwendung von Elacestrant als neue Therapieoption beim HR+ mBC mit ESR1-Mutation

Seit September 2023 ist der Selective Estrogen Receptor Degrader (SERD) Elacestrant als orale Monotherapie für die Behandlung von postmenopausalen Frauen und Männern mit Östrogenrezeptor-positivem (ER+)/HER2-negativem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs mit aktivierender ESR1-Mutation zugelassen, deren Erkrankung nach mindestens einer endokrinen Therapie (ET), einschließlich eines CDK4/6-Inhibitors, fortgeschritten ist (1). Dr. Steffi Busch, niedergelassene gynäkologische Onkologin in Mühlhausen und stellvertretende Vorsitzende des BNGO, erläutert im Interview ihre praktischen Erfahrungen im Umgang mit dem Medikament und nimmt Stellung zu wichtigen Fragen für die Praxis.
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Medizin

Mammakarzinom: ESR1-Nachweis mittels Liquid Biopsy für Elacestrant-Therapie in EBM aufgenommen

Der Test auf ESR1-Mutationen aus zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) mittels Liquid Biopsy für die Behandlung mit Elacestrant ist in den einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen worden. Elacestrant ist als Monotherapie für die Behandlung von postmenopausalen Frauen und Männern mit ER+/HER2- lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit aktivierender ESR1-Mutation zugelassen, deren Erkrankung nach mindestens einer endokrinen Therapie, einschließlich eines CDK4/6-Inhibitors, fortgeschritten ist (1). Die Europäische Kommission hat im September 2023 die Zulassung erteilt.
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Hämatologie

EHA: Vierfach-Regime mit XPO1-Inhibitor bei MM mit extramedullärer Erkrankung vielversprechend

Bei Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) stellt das Vorliegen einer extramedullären Erkrankung (EMM) einen unabhängigen Faktor für eine schlechte Prognose dar und ist schwierig zu therapieren. Eine beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2024 im Rahmen vorgestellte chinesische Studie untersuchte den First-in-class XPO1-Inhibitor Selinexor in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason als Erstlinientherapie bei Patienten mit EMM (1). In der kleinen Studie wurden erste vielversprechende Daten zum Ansprechen beobachtet.
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Mammakarzinom

HR+/HER2- aBC: Real-world-Daten von Elacestrant

In einer auf dem diesjährigen ASCO vorgestellten Studie zeigt Elacestrant vielversprechende Ergebnisse bei Patientinnen mit ESR1-mutiertem (ESR1m) Hormonrezeptor-positivem (HR+)/HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs (aBC). Patientinnen, die mit Elacestrant behandelt wurden, erreichten eine mediane Zeit bis zum Abbruch der Behandlung (TTD) von 5,4 Monaten und eine Zeit bis zur nächsten Behandlung (TTNT) von 6,2 Monaten. Diese frühen Real-world-Daten übertreffen das in der EMERALD-Studie berichtete PFS von 3,8 Monaten. Faktoren wie frühere Therapielinien und die Anzahl der ESR1-Mutationen hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse (1).
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Sarkome

Weichteilsarkom: Erste Daten deuten sichere Anwendung der Kombination Atezolizumab/Selinexor an

In einer Phase-II-Studie soll die Kombinationsbehandlung aus dem Anti-PD-L1-Antikörper Atezolizumab und Selinexor, einem oralen First-in-class-Inhibitor des Kernexportproteins Exportin 1 (XPO1), bei Erkrankten mit alveolärem Weichteilsarkom (ASPS) geprüft werden. Bevor die Randomisierung startete, durchliefen 6 Erkrankte mit Weichteilsarkomen eine initiale „Safety-Run-in-Phase“ (SR). Wie auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) zu hören war, wurde unter der Kombination keine für die Erkrankten belastende höhergradige Toxizität beobachtet (1). Die Studie tritt nun in ihre randomisierte Phase bei Erkrankten mit ASPS ein.
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Entitätsübergreifend
Antiemetische Prophylaxe

Therapiemanagement von Selinexor in der Behandlung des Multiplen Myeloms

Selinexor ist ein orales Medikament zur Behandlung des rezidivierten/refraktären Multiplen Myeloms (r/r MM) ab der zweiten Linie. Zur Optimierung der Behandlung und zur Reduktion möglicher Nebenwirkungen ist eine gute anti­emetische Prophylaxe wichtig. Bisher gibt es für emetogene orale Substanzen nur wenige Erfahrungen zur optimalen Antiemese. Für die Behandlung mit Selinexor schlagen wir ein antiemetisches Primärprophylaxe-Schema nach modernem Standard vor, um Therapieabbrüche oder Dosisverschiebungen zu vermeiden.
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Medizin

BPDCN: Zielgerichtete Therapie mit Tagraxofusp bewährt sich auch im Real-World-Setting

Seit Anfang 2021 ist die zielgerichtete Therapie mit Tagraxofusp als Erstlinientherapie der blastischen plasmazytoiden dendritischen Zellneoplasie (BPDCN) zugelassen. Der First-in-class-Inhibitor adressiert das bei dieser Erkrankung überexprimierte Oberflächenmolekül CD123. Grundlage der Zulassung als Orphan Drug war die Studie NCT02113982, in der der Inhibitor zu hohen und anhaltenden Ansprechraten geführt hatte (1). Nun bestätigen aktuelle Ergebnisse eines europäischen „named patient“ Programms die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tagraxofusp auch im Real-World-Setting – einschließlich eines verlängerten Überlebens im Vergleich zu historischen Kontrollen unter einer Chemotherapie. Die Daten wurden bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2023 vorgestellt (2).
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Medizin

Elacestrant beim ER+/HER2- lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinom mit aktivierender ESR1-Mutation

Seit dem 1. November 2023 steht mit Elacestrant in Deutschland der erste und einzige zugelassene orale SERD („selective estrogen receptor degrader“) als Monotherapie zur Behandlung von postmenopausalen Frauen sowie von Männern mit Estrogenrezeptor (ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer aktivierenden ESR1-Mutation, deren Erkrankung nach mindestens einer endokrinen Therapielinie, einschließlich eines CDK 4/6-Inhibitors, fortgeschritten ist, zur Verfügung.
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Hämatologie

Rezidiviertes/refraktäres Multiples Myelom: Antiemetische Strategien bei Selinexor-Behandlung

Das orale Medikament Selinexor wird zur Behandlung des rezidivierten/refraktären Multiplen Myeloms (r/r MM) ab der zweiten Therapielinie eingesetzt. Um die Therapie zu optimieren und mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren, spielt eine effektive antiemetische Prophylaxe eine wichtige Rolle. Ein zeitgemäßes antiemetisches Primärprophylaxe-Schema für die Selinexor-Behandlung wird empfohlen, um mögliche Therapieabbrüche oder Dosisverschiebungen zu vermeiden.
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Hämatologie

Rezidiviertes/refraktäres Multiples Myelom: Vielversprechende Daten zu Kombinationschemotherapien mit Selinexor

Nachdem der Exportin-1 (XPO1)-Inhibitor Selinexor, der erste orale XPO1-Inhibitor seiner Klasse, seine Wirksamkeit bei stark vorbehandelten Patient:innen mit einem rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom (r/r MM) bereits zeigen konnte, wurde während des EHA2023 eine Zwischenanalyse der LAUNCH-Studie vorgestellt. Es zeigten sich ermutigenden Daten auch zu Kombinationen mit Chemotherapien.
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Hämatologie

EHA 2023: Subgruppenanalysen der BOSTON-Studie unterstützen Einsatz von SVd beim r/r MM

Explorative Subgruppenanalysen bestätigen die Wirksamkeit und Tolerabilität von Selinexor kombiniert mit Bortezomib und Dexamethason (SVd) im Vergleich zu Bortezomib + Dexamethason (Vd) bei vorbehandelten Erwachsenen mit rezidiviertem/refraktärem Multiplen Myelom (r/r MM) in 3 Situationen: in der Zweitlinie, bei Proteasom-Inhibitor (PI)-naiven und bei Lenalidomid-refraktären Patient:innen (1, 2).
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Hämatologie

Selinexor, Bortezomib und Dexamethason bei Patient:innen mit Lenalidomid-refraktärem Multiplen Myelom

Eine Analyse der Subgruppen der Phase-III-Studie BOSTON (1) zeigt bei Patient:innen mit Lenalidomid-refräktärem Multiplen Myelom (r/r MM) eine signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung von progressionsfreiem (PFS) und Gesamtüberleben (OS) sowie höhere Ansprechraten mit Selinexor, Bortezomib und Dexamethason (SVd) im Vergleich zu Bortezomib und Dexamethason (Vd).
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Medizin

Vorbehandeltes r/r MM: Selinexor, Bortezomib und Dexamethason zeigen Vorteile

Die Analyse von Nachbeobachtungsdaten aus der Phase-III-Studie BOSTON, um die Auswirkungen früherer Therapien auf die Wirksamkeit und Sicherheit von Selinexor, Bortezomib und Dexamethason (SVd) zu bestimmen bestätigte den Vorteil von SVd auf das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber Bortezomib und Dexamethasoen (Vd) bei Patient:innen ohne vorherige Proteasom-Inhibitor- oder Bortezomib-Exposition sowie bei Patient:innen, die zuvor eine LOT erhalten hatten (1).
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Hämatologie

Erste vielversprechende Daten zur Kombination aus Selinexor und Ruxolitinib bei Myelofibrose im Real-World-Setting

Die Myelofibrose (MF) ist eine seltene, mit deutlich verkürztem Überleben assoziierte hämatopoetische Stammzellneoplasie, die mit Bindegewebsvermehrung sowie Beeinträchtigung aller Zelllinien verbunden ist. Für die Erkrankung, die mit einer Überaktivität des JAK-STAT-Signalwegs einhergeht, stehen mit JAK-Inhibitoren wie Ruxolitinib zugelassene Therapien zur Behandlung von krankheitsbedingter Splenomegalie oder Symptomen zur Verfügung. Nun legen erste Daten einer prospektiven Real-World-Studie nahe, dass die Kombination aus Selinexor, einem selektiven Inhibitor des nuklearen Exportproteins XPO1, und Ruxolitinib zu einem vielversprechenden Milzansprechen und dem Rückgang von Symptomen im klinischen Alltag führen kann. Die Daten wurden im Rahmen einer Postersession bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2023 vorgestellt (1).
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