Journal Onkologie

Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitor (PARPi)

Prostatakarzinom
Arzt sitzt vor Laptop, über seiner Hand mit Handschuh schwebt eine Blase mit Prostata
Interview mit Univ.-Prof. Dr. med. Axel S. Merseburger, Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck

Fortgeschrittenes Prostatakarzinom im Wandel: Moderne Strategien für ein individualisiertes Therapiemanagement

Die Diagnostik und Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms befinden sich im Umbruch. Mit der Einführung der Prostataspezifisches Membran-Antigen-Positronenemissions-/Computertomographie (PSMA-PET/CT) als Staging-Tool hat sich die Präzision der Stadieneinteilung deutlich verbessert – und eröffnet neue, individualisierte Behandlungswege. Parallel dazu erweitern innovative Substanzklassen wie PARP-Inhibitoren und Radioliganden-Therapien die Optionen für die Betroffenen. Im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE erklärt Prof. Dr. Axel S. Merseburger, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, wie Biomarker, Krankheitsdynamik und Patientenpräferenzen heute die Therapie­sequenz bestimmen und welche Entwicklungen die Zukunft der Präzisionsonkologie prägen werden.
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SABCS 2025
Niraparib plus Dostarlimab erreicht 50% pathologische Komplettremission bei BRCA-mutiertem TNBC
SABCS 2025

Niraparib plus Dostarlimab erreicht 50% pathologische Komplettremission bei BRCA-mutiertem TNBC

Die Phase-II-Studie TBCRC 056 zeigt, dass die neoadjuvante Kombination aus dem PARP-Inhibitor (PARPi) Niraparib und dem Anti-PD-1-Antikörper Dostarlimab bei Patient:innen mit BRCA1/2-mutiertem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) eine pathologische Komplettremissionsrate (pCR) von 50% erreicht. Diese chemotherapiefreie Behandlung führte zudem zu einem signifikanten Anstieg der tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TILs), wie beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) berichtet wurde.
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Ovarialkarzinom
Präzise Therapieplanung beim Ovarialkarzinom – PARP-Inhibitoren sinnvoll einsetzen, Outcome verbessern
ESMO 2025

Präzise Therapieplanung beim Ovarialkarzinom – PARP-Inhibitoren sinnvoll einsetzen, Outcome verbessern

Trotz großer Fortschritte bei der Behandlung des Ovarialkarzinoms (OC) zählen die Tumore noch immer zu den letalsten in der Gynäkologie. Schlüssel zum Erfolg ist das frühzeitige Erkennen molekularer Tumorstrukturen. Biomarker, die die Funktionalität der Tumoren beschreiben, könnten Therapieentscheidungen leiten und weitere Fortschritte bringen. Über die Chemosensitivität wurde beim diesjährigen ESMO diskutiert.
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ESMO 2025
Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Neue 5-Jahres-Daten aus der ATHENA-Mono-Studie sprechen für Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Rucaparib für alle
ESMO 2025

Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Neue 5-Jahres-Daten aus der ATHENA-Mono-Studie sprechen für Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Rucaparib für alle

Im Monotherapie-Arm der ATHENA-Studie war gezeigt worden, dass eine Erhaltungstherapie mit Rucaparib das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Eierstockkrebs nach einer Erstlinienbehandlung mit Platin signifikant verlängerte [1]. Während des ESMO-Kongresses in Berlin wurde nun eine aktualisierte, explorative Analyse der PFS-Daten nach fünf Jahren Nachbeobachtungszeit vorgestellt [2].
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Mammakarzinom
HER2-negatives frühes Mammakarzinom mit gBRCA1/2m und hohem Rezidivrisiko
HER2-negatives frühes Mammakarzinom mit gBRCA1/2m und hohem Rezidivrisiko

6-Jahres-Daten der OlympiA-Studie und das AGO-Update 2025 sprechen weiter für Olaparib

Die 6-Jahres-Daten der OlympiA-Studie bestätigen die anhaltende Wirksamkeit und Verträglichkeit von Olaparib bei der adjuvanten Behandlung von Patient:innen mit einem HER2-negativen frühen Mammakarzinom (eBC) und einer BRCA1/2-Keimbahnmutation (gBRCA1/2m), die ein hohes Rezidivrisiko haben und zuvor mit (neo)adjuvanter Chemotherapie behandelt wurden [1]. Der Einsatz von Olaparib in dieser Indikation wurde im aktuellen Update der Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) erneut mit dem höchsten Empfehlungsgrad „++“ bewertet [2].a Die bereits bestehende „++“- Empfehlung zur Durchführung der gBRCA1/2-Diagnostik bei therapeutischer Konsequenz wurde im aktuellen AGO-Update auf das höchste Evidenzlevel (1a) bei Empfehlungsgrad A angehoben [2].
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Endometriumkarzinom
Immun-Chemotherapie + PARPi bei Endometriumkarzinom mit pMMR
Primär fortgeschrittenes und rezidivierendes Endometriumkarzinom

Beim pMMR-EC mehr erreichen mit erstem Immun-Chemotherapiekonzept + PARPi

Für Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (EC) und einer Mismatch-Reparatur-Profizienz (pMMR) steht ein neues, innovatives Therapiekonzept in der Erstlinie zur Verfügung – die erste um einen Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitor (PARPi) erweiterte Immun-Chemotherapie [1, 2]. Durch die Addition von Olaparib zu Durvalumab in der Erhaltungstherapiephase können nunmehr auch pMMR-Patientinnen profitieren, die auf die alleinige Immun-Chemotherapie meist schlechter ansprechen als EC-Patientinnen mit einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) [3-6].
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