Journal Onkologie

Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitor (PARPi)

Ovarialkarzinom
 4 Min|
Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: RWE verdeutlicht Stellenwert der Niraparib-Monotherapie
Erstlinien-Erhaltungstherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms

RWE verdeutlicht Stellenwert der Niraparib-Monotherapie

Beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom (OC) konnte das progressionsfreie Überleben (PFS) durch die Einführung der Erstlinien (1L)-Erhaltungstherapie deutlich verlängert werden [1, 2]. Aktuelle Real-World-Evidence (RWE) zur ­Niraparib-Monotherapie legt jedoch nahe, den zu frühen Einsatz von Bevacizumab kritisch zu hinterfragen, da nicht alle Patientinnen profitieren [3-6].
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Ovarialkarzinom
 10 Min|
Schematische Darstellung eines Ovarialkarzinoms, Hand in OP-Handschuh zeigt mit Stift auf Ovarntergrund

Therapeutischer Standard: PARPi in der Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom ist nach dem Mammakarzinom die zweithäufigste gynäkologische Krebserkrankung in Deutschland und wird bei ca. 75% der Patientinnen erst spät diagnostiziert [1]. Auch in den FIGO-Stadien III/IV bleiben Betroffene häufig lange asymptomatisch. Mögliche Beschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen sind unspezifisch, was eine frühzeitige Diagnose erschwert. Trotz Fortschritten in der operativen und systemischen Therapie bleibt die Prognose mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von etwa 43% weiterhin ungünstig. Der aktuelle Therapiestandard in der Erstlinie (1L) des fortgeschrittenen serösen Ovarialkarzinoms umfasst nach primärer Operation eine Platin-basierte Chemotherapie [1-3]. Bei Patientinnen mit vollständiger oder partieller Remission wird anschließend eine Erhaltungstherapie mit einem Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-(PARP)-Inhibitor (PARPi) und/oder Bevacizumab (Bev) empfohlen [1, 4, 5]. Die Auswahl der Erhaltungstherapie erfolgt unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, darunter patientenindividuelle Charakteristika, Komorbiditäten, potenzielle Arzneimittelinteraktionen sowie insbesondere die Ergebnisse molekulargenetischer Testung [1]. Dennoch zeigen Versorgungsdaten, dass etwa 20% der hierfür geeigneten Patientinnen keine Erhaltungstherapie erhalten [6]. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die aktuellen evidenzbasierten Therapieempfehlungen beim fortgeschrittenen serösen Ovarialkarzinom, erläutert die zentralen Entscheidungsfaktoren und beleuchtet die gegenwärtige Versorgungssituation in Deutschland.
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Prostatakarzinom
 7 Min|
Arzt sitzt vor Laptop, über seiner Hand mit Handschuh schwebt eine Blase mit Prostata
Interview mit Univ.-Prof. Dr. med. Axel S. Merseburger, Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck

Fortgeschrittenes Prostatakarzinom im Wandel: Moderne Strategien für ein individualisiertes Therapiemanagement

Die Diagnostik und Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms befinden sich im Umbruch. Mit der Einführung der Prostataspezifisches Membran-Antigen-Positronenemissions-/Computertomographie (PSMA-PET/CT) als Staging-Tool hat sich die Präzision der Stadieneinteilung deutlich verbessert – und eröffnet neue, individualisierte Behandlungswege. Parallel dazu erweitern innovative Substanzklassen wie PARP-Inhibitoren und Radioliganden-Therapien die Optionen für die Betroffenen. Im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE erklärt Prof. Dr. Axel S. Merseburger, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, wie Biomarker, Krankheitsdynamik und Patientenpräferenzen heute die Therapie­sequenz bestimmen und welche Entwicklungen die Zukunft der Präzisionsonkologie prägen werden.
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SABCS 2025
 2 Min|
Niraparib plus Dostarlimab erreicht 50% pathologische Komplettremission bei BRCA-mutiertem TNBC
SABCS 2025

Niraparib plus Dostarlimab erreicht 50% pathologische Komplettremission bei BRCA-mutiertem TNBC

Die Phase-II-Studie TBCRC 056 zeigt, dass die neoadjuvante Kombination aus dem PARP-Inhibitor (PARPi) Niraparib und dem Anti-PD-1-Antikörper Dostarlimab bei Patient:innen mit BRCA1/2-mutiertem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) eine pathologische Komplettremissionsrate (pCR) von 50% erreicht. Diese chemotherapiefreie Behandlung führte zudem zu einem signifikanten Anstieg der tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TILs), wie beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) berichtet wurde.
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Ovarialkarzinom
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Präzise Therapieplanung beim Ovarialkarzinom – PARP-Inhibitoren sinnvoll einsetzen, Outcome verbessern
ESMO 2025

Präzise Therapieplanung beim Ovarialkarzinom – PARP-Inhibitoren sinnvoll einsetzen, Outcome verbessern

Trotz großer Fortschritte bei der Behandlung des Ovarialkarzinoms (OC) zählen die Tumore noch immer zu den letalsten in der Gynäkologie. Schlüssel zum Erfolg ist das frühzeitige Erkennen molekularer Tumorstrukturen. Biomarker, die die Funktionalität der Tumoren beschreiben, könnten Therapieentscheidungen leiten und weitere Fortschritte bringen. Über die Chemosensitivität wurde beim diesjährigen ESMO diskutiert.
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ESMO 2025
 2 Min|
Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Neue 5-Jahres-Daten aus der ATHENA-Mono-Studie sprechen für Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Rucaparib für alle
ESMO 2025

Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Neue 5-Jahres-Daten aus der ATHENA-Mono-Studie sprechen für Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Rucaparib für alle

Im Monotherapie-Arm der ATHENA-Studie war gezeigt worden, dass eine Erhaltungstherapie mit Rucaparib das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Eierstockkrebs nach einer Erstlinienbehandlung mit Platin signifikant verlängerte [1]. Während des ESMO-Kongresses in Berlin wurde nun eine aktualisierte, explorative Analyse der PFS-Daten nach fünf Jahren Nachbeobachtungszeit vorgestellt [2].
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Mammakarzinom
 7 Min|
HER2-negatives frühes Mammakarzinom mit gBRCA1/2m und hohem Rezidivrisiko
HER2-negatives frühes Mammakarzinom mit gBRCA1/2m und hohem Rezidivrisiko

6-Jahres-Daten der OlympiA-Studie und das AGO-Update 2025 sprechen weiter für Olaparib

Die 6-Jahres-Daten der OlympiA-Studie bestätigen die anhaltende Wirksamkeit und Verträglichkeit von Olaparib bei der adjuvanten Behandlung von Patient:innen mit einem HER2-negativen frühen Mammakarzinom (eBC) und einer BRCA1/2-Keimbahnmutation (gBRCA1/2m), die ein hohes Rezidivrisiko haben und zuvor mit (neo)adjuvanter Chemotherapie behandelt wurden [1]. Der Einsatz von Olaparib in dieser Indikation wurde im aktuellen Update der Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) erneut mit dem höchsten Empfehlungsgrad „++“ bewertet [2].a Die bereits bestehende „++“- Empfehlung zur Durchführung der gBRCA1/2-Diagnostik bei therapeutischer Konsequenz wurde im aktuellen AGO-Update auf das höchste Evidenzlevel (1a) bei Empfehlungsgrad A angehoben [2].
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Endometriumkarzinom
 5 Min|
Immun-Chemotherapie + PARPi bei Endometriumkarzinom mit pMMR
Primär fortgeschrittenes und rezidivierendes Endometriumkarzinom

Beim pMMR-EC mehr erreichen mit erstem Immun-Chemotherapiekonzept + PARPi

Für Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (EC) und einer Mismatch-Reparatur-Profizienz (pMMR) steht ein neues, innovatives Therapiekonzept in der Erstlinie zur Verfügung – die erste um einen Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitor (PARPi) erweiterte Immun-Chemotherapie [1, 2]. Durch die Addition von Olaparib zu Durvalumab in der Erhaltungstherapiephase können nunmehr auch pMMR-Patientinnen profitieren, die auf die alleinige Immun-Chemotherapie meist schlechter ansprechen als EC-Patientinnen mit einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) [3-6].
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