Journal Onkologie

Nivolumab | Beiträge ab Seite 7

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Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms – Update 2023

Die systemische Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) befindet sich in einem stetigen Wandel, seitdem Anfang 2019 die Immun-Immun-Kombination aus den Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) Nivolumab und Ipilimumab zugelassen wurde (1). Aktuell sind 4 weitere Therapiekombinationen aus ICI und Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) zugelassen worden und konkurrieren um den Standard in der Erstlinientherapie (2). In diesem Überblick werden die aktuellen Daten in der systemischen Erstlinientherapie des mRCC vorgestellt und bewertet.
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Nierenzellkarzinom

aRCC: 3-Jahres-Follow-up der CheckMate-9ER-Studie zeigt Überlegenheit von Nivolumab + Cabozantinib gegenüber Sunitinib

Ein auf dem ASCO-GU vorgestelltes Follow-up der CheckMate-9ER-Studie von mindestens 3 Jahren bestätigte die Vorteile von Nivolumab + Cabozantinib gegenüber Sunitinib hinsichtlich des Überlebens und des Ansprechens bei Patient:innen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (aRCC). Es traten in beiden Behandlungsgruppen keine neuen Sicherheitssignale auf.
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Medizin

Fortgeschrittenes Melanom: Nivolumab + Relatlimab wird in Deutschland nicht eingeführt

Nach intensiver Prüfung wurde entschieden, die im September 2022 von der Europäischen Kommission zugelassene Fixdosiskombination aus Nivolumab und Relatlimab für die Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierten Melanoms mit Tumorzell-PD-L1-Expression < 1% bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter ab 12 Jahren, in Deutschland aktuell nicht einzuführen. Vor dem Hintergrund des kürzlich in Kraft getretenen GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG) und der aktuellen AMNOG (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz)-Regularien sieht der Hersteller keine Möglichkeit, eine Nutzenbewertung für Nivolumab-Relatlimab zu erreichen, die den Wert gegenüber der Vergleichstherapie und die Bedeutung der Vorteile für Patient:innen mit einem fortgeschrittenen malignen Melanom widerspiegeln würde.
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Medizin

CheckMate-9ER-Studie: Langfristiger Überlebensvorteil unter Cabozantinib plus Nivolumab bei RCC

Die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (RCC) mit Cabozantinib und Nivolumab ist einer Behandlung mit Sunitinib auch nach mindestens 3 Jahren und im Median 44 Monaten Nachbeobachtungszeit hinsichtlich der erzielten Überlebens- und Ansprechrate überlegen – und dies unabhängig von der IMDC-Risikogruppe der Patient:innen (1). Dies zeigen aktuell im Rahmen des American Society of Clinical Oncology Genitourinary Cancers Symposiums (ASCO GU) vorgestellte Daten der CheckMate-9ER-Studie. Die Phase-III-Studie untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit des Multi-Target-Tyrosinkinase-Inhibitors (mTKI) Cabozantinib in Kombination mit dem monoklonalen Antikörper Nivolumab im Vergleich zu einer Sunitinib-Monotherapie bei Patient:innen mit unbehandeltem fortgeschrittenen oder metastasierten RCC und führte bereits 2021 zur EMA-Zulassung der Kombinationstherapie in dieser Indikation (2). Der aktuell präsentierte Datenschnitt stellt die längste dokumentierte Nachbeobachtungsphase zu einer Phase-III-Studie dar, die ein mTKI-Immuntherapie-Schema bei dieser Patient:innenpopulation untersucht.
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Entitätsübergreifend

Checkpoint-Inhibition bei soliden Tumoren: Immunonkologie erobert immer frühere Therapielinien

Checkpoint-Inhibitoren (CPI) finden in der Behandlung solider Tumoren zunehmehmend Eingang in frühere Erkrankungsstadien – im Sinne einer adjuvanten Therapie nach operativer Tumorresektion. Auch im neoadjuvanten Setting werden immunonkologische Strategien geprüft – mit vielversprechenden ersten Ergebnissen, betonten Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen des deutschen Krebskongresses (DKK) 2022.
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Hepatozelluläres Karzinom

Immuntherapie des hepatozellulären Karzinoms – ein Update

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) zählt zu den zweithäufigsten krebsbedingten Todesursachen mit steigender Inzidenz weltweit. In den letzten 5 Jahren haben die Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICIs) die Behandlung des HCC revolutioniert und die Landschaft der Systemtherapien deutlich erweitert. Die Kombination von Atezolizumab und Bevacizumab hat nachweislich das mediane Gesamtüberleben (mOS) im Vergleich zu dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Sorafenib verbessert und ist seit 2020 als neuer Therapiestandard in fortgeschrittenen Stadien anzusehen. Im Jahr 2022 wurden die Ergebnisse mehrerer großer Phase-III-Studien präsentiert. So zeigte die Immuntherapie-Kombination mit dem PD-L1-Inhibitor Durvalumab + CTLA-4-Inhibitor Tremelimumab ebenfalls ein verbessertes OS bei Patient:innen mit fortgeschrittenen Erkrankungsstadien, was zur Zulassung der Therapie durch die amerikanische U.S. Food and Drug Administration (FDA) geführt hat. Hingegen haben Kombinationsansätze mit einer Immuntherapie und verschiedenen TKIs bislang keine signifikanten Ergebnisse in westlichen Patientenkollektiven erzielen können. Trotz der großen Fortschritte bleiben zudem die molekularen Grundlagen des Wirkmechanismus einer Immuntherapie beim HCC nach wie vor unklar, und es mangelt weiterhin an validierten Biomarkern, die unsere klinische Entscheidungsfindung zukünftig unterstützen können.
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Thorakale Tumoren
Podcast-Serie „O-Ton Onkologie“

Thymom und Myasthenia gravis

In dem hier vorgestellten Podcast der Serie „O-Ton Onkologie“ von JOURNAL ONKOLOGIE geht es um eine eher ­seltene Entität: das Thymom bzw. Thymusepitheltumoren (TETs). TETs machen weniger als 1% aller malignen Neoplasien bei Erwachsenen aus. 30-40% der Patient:innen mit einem Thymom leiden zusätzlich an einer damit assoziierten Auto­immunerkrankung, der Myasthenia gravis. Bei ca. 15% der Patient:innen mit einer Myasthenia gravis wird oft als Zufallsbefund ein Thymom diagnostiziert. Prof. Dr. Dr. Wolfgang J­ungraithmayr, Klinik für Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Freiburg, spricht im Podcast „Thymom und Myasthenia gravis“ u.a. über die Symptome, die auf ein Thymom und Myasthenia gravis hindeuten, über Therapieoptionen bei dieser ­Entität, den Einsatz von Immuntherapeutika und die Prognose.
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Endokrine Tumoren

Neue Entwicklungen in der Immuntherapie fortgeschrittener epithelialer Thymustumoren

Epitheliale Thymustumoren sind seltene thorakale Tumoren des vorderen Mediastinums, deren Prognose primär von einer vollständigen chirurgischen Resektion und ihrem histologischen Subtyp abhängig ist. Die therapeutischen Optionen in fortgeschrittenen, nicht operablen Tumorstadien sind begrenzt. Über eine Platin-basierte Chemotherapie hinaus gibt es keinen definierten therapeutischen Standard. Der Einsatz von Immuntherapeutika kann hier einen vielversprechenden Ansatz darstellen, ist jedoch bei Thymustumoren mit erhöhten Nebenwirkungsraten verbunden. Aktuell werden Kombinationstherapien von Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) mit antiangiogenen Substanzen in klinischen Studien evaluiert.
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Malignes Melanom

Sprechen Patient:innen auf Immuntherapie an? Das Mikrobiom gibt die Antwort

Studien konnten in der Vergangenheit zeigen, dass die qualitative und quantitative Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms Rückschlüsse darauf zulässt, ob Tumorpatient:innen auf eine Immuntherapie ansprechen, und ob sie Nebenwirkungen entwickeln. Stuhltransplantationen könnten nach solchen Studien sogar eine Möglichkeit sein, Patient:innen, die nicht auf eine Immuntherapie angesprochen haben, doch noch ansprechen zu lassen. Die österreichische Firma Biome Diagnostics hat nun einen Test entwickelt, der erstmals mit Hilfe einer von Patient:innen selbst leicht zu entnehmenden Stuhlprobe voraussagen kann, ob diese auf eine Immuntherapie ansprechen werden, und ob starke Nebenwirkungen zu erwarten sind. Für den Test werden die quantitative und qualitative Zusammensetzung des Mikrobioms und einige weitere Daten von einer Künstlichen Intelligenz ausgewertet.
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Hämatologie

Immuntherapien beim klassischen Hodgkin-Lymphom: Standard und Zukunftsvisionen

Eine Anti-PD-1-Therapie kann bei Patient:innen mit mehrfach rückfälligem klassischen Hodgkin-Lymphom (cHL) mit einer langanhaltenden Remission einhergehen. Aktuelle Forschungsansätze gehen noch weiter und zielen derzeit darauf ab, ob Immuntherapien das Potenzial besitzen, bei Patient:innen mit neu diagnostiziertem ungünstigen Hodgkin-Lymphom im Frühstadium Chemotherapien zu ersetzen.
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Malignes Melanom

Metastasiertes Melanom: Double-Checkpoint-Blockade ist der Goldstandard

Die kürzlich vorgestellten 7,5-Jahres-Daten der CheckMate 067-Studie überzeugen durch einen anhaltenden Überlebensvorteil für die Therapie mit den beiden Checkpoint-Inhibitoren  Nivolumab und Ipilimumab: Die Hälfte der damit behandelten Patient:innen überlebt damit langfristig, etwa ein Drittel davon ohne fortschreitende Erkrankung. "Damit ist diese Kombination der Goldstandard beim fortgeschrittenen, nicht resezierbaren Melanom und sollte den Betroffenen als erstes angeboten werden“, betonte Prof. Dr. Carola Berking, Erlangen. 
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