Journal Onkologie

Medizin | Beiträge ab Seite 144

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Chronische Pankreatitis und Pankreaskarzinom: Blutgruppe B ist ein Risikofaktor

In deutschen Krankenhäusern werden jährlich mehr als 72.000 Patienten mit einer akuten oder chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse behandelt. Mehr als 1.600 versterben daran. Neben vermeidbaren Risikofaktoren wie zu großem Alkoholkonsum und Tabakrauch spielen auch Gallensteine und eine erbliche Veranlagung eine Rolle bei der Entstehung der Pankreatitis. Besonders mit den erblichen Faktoren beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe um Prof. Markus M. Lerch und Dr. Georg Homuth an der Universitätsmedizin Greifswald. Sie fanden für den FUT2-Non-Secretor-Status und für die Blutgruppe B ein jeweils bis zu 2,5-fach erhöhtes Risiko für eine chronische Pankreatitis. Möglicherweise haben chronische Pankreatitis und das Pankreaskarzinom, für das Blutgruppe B bereits als Risikofaktor gezeigt werden konnte, eine gemeinsame pathophysiologische Grundlage.

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Papilläres Schilddrüsenkarzinom: Prognostischer Wert der BRAF V600E- and TERT Promoter-Mutation C228T

Eine retrospektive Studie untersuchte den Zusammenhang von BRAF-Mutationen und der TERT Promoter-Mutation chr5:1,295,228C>T (C228T) in Bezug auf das Outcome bei 507 Patienten mit papillärem Schilddrüsenkarzinom (PTC) (davon 365 Frauen, Alter 45,9 ± 14,0 Jahre, medianer Follow-up von 24 Monaten). Dabei ergab sich, dass BRAF V600E- und TERT C228T-Mutationen beim PTC eine genetische Konstellation für die schlechteste Prognose darstellen und prognostisch wie auch therapeutisch wichtige Biomarker sind.

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PALB2-Mutation und Brustkrebs

Keimbahnmutationen mit Funktionsverlusten im Gen PALB2 prädisponieren für Brustkrebs, allerdings war bislang nicht bekannt, wie hoch dieses Risiko ist. Eine Analyse von 362 Mitgliedern aus 154 Familien mit PALB2-Mutation, deren Brustkrebsrisiko per modifizierter Segregationsanalyse geschätzt wurde, zeigte, dass bei weiblichen PALB2-Mutationsträgern im Vergleich zur Normalbevölkerung ein 8-9mal höheres Risiko für unter 40-Jährige, ein 6-8mal höheres Risiko für 40-60-Jährige und ein 5mal höheres Risiko ab 60 Jahren bestand.

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DGP 2014: Checkpoint-Inhibition als neuer immuntherapeutischer Ansatz beim Lungenkarzinom

Die Therapie des NSCLC wird von vielen Parametern wie Histologie, Performance Status, Mutationsstatus und Stadium bestimmt, sagte PD Dr. Niels Reinmuth, Grosshansdorf, in einem Satellitensymposium im Rahmen des Pneumologie-Kongresses in Bremen. Sind relevante Treibermutationen wie EGFR oder EML4-ALK bekannt, ändert sich das therapeutische Vorgehen, weil man diese gezielt inhibieren kann. Einfache und bezahlbare Testverfahren in der Routine müssen jedoch noch entwickelt werden. „Im Vergleich zur Chemotherapie sind diese Target-Therapien mit Erlotinib, Crizotinib oder Afatinib insgesamt verträglicher, andererseits hat man es mit einem anderen Nebenwirkungsspektrum zu tun, beispielsweise mit Rash und Diarrhoen“, so Reinmuth. Weitere Therapiestrategien werden dringend gebraucht, neue Behandlungsansätze sind Liposomen-Vakzinierung und Checkpoint-Inhibitoren.

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Neue Lösung zur Darmreinigung: Mehr Sicht, mehr Sicherheit

Ab sofort steht mit EZICLEN® in Deutschland ein neues Medikament zur effektiven Darmreinigung zur Verfügung. Die geringvolumige osmotische Lösung basiert auf einer Mischung aus Natrium-, Magnesium- und Kaliumsulfat. In Studien (1,2) zeigte EZICLEN® eine hohe Reinigungseffektivität aller Kolonabschnitte, einschließlich des schwer zu reinigenden rechten Kolons. Die gute Verträglichkeit wirkt sich positiv auf die Patientencompliance aus. EZICLEN® ist für die Mehrheit aller Patienten geeignet, einschließlich älterer Patienten. Vermarktet wird EZICLEN® von der Firma Aptalis Pharma als Lizenznehmer des Unternehmens Ipsen.

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Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC: Phase-III-Studie REVEL mit Ramucirumab erreicht primären Endpunkt

Die internationale Phase-III-Studie REVEL zur Zweitlinientherapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) hat ihren primären Endpunkt erreicht (1). In der Studie konnte mit einer Kombinationstherapie aus dem Angiogenesehemmer Ramucirumab (IMC-1121B) plus Docetaxel eine Verlängerung des Gesamtüberlebens bei NSCLC-Patienten mit plattenepithelialer und nicht-plattenepithelialer Histologie im Vergleich zu Docetaxel plus Placebo erzielt werden.

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Behandlungsleitlinien Brustkrebs 2014: Expertengremium AGO bestätigt Nutzen von Genexpressionstests

Der in Deutschland entwickelte Genexpressionstest EndoPredict wurde in den Leitlinien 2014 der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) aufgrund des erwiesenen Nutzens mit der Empfehlung "plus" beurteilt. Der Test hilft dabei, den optimalen Therapieweg für Brustkrebspatientinnen zu finden, indem das Rückfallrisiko der einzelnen Patientin genau ermittelt wird. Frauen mit einem niedrigen Risiko können ohne eine Chemotherapie optimal behandelt werden.

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"Tumorfresser" zum An- und Ausschalten: Genschalter zur Steuerung von krebsbekämpfenden Viren

Biochemikern der Universität Konstanz und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg ist es gelungen, über einen Genschalter onkolytische Viren - das heißt Viren, die Krebszellen vernichten - zu steuern. Die Konstanzer Forschungsgruppe um Prof. Dr. Jörg Hartig entwickelte hierfür einen künstlichen RNA-Schalter, der anders als bisherige Genschalter ohne den sogenannten Transkriptionsfaktor auskommt und dadurch eine einfachere und präzisere Kontrolle der Genexpression in beliebigen Organismen ermöglicht. Die Forschungsergebnisse mit hohem Potential für die Krebsforschung wurden Anfang Februar im renommierten Wissenschaftsjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) veröffentlicht.

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Curcumin stimuliert Mikro-RNA und hemmt so die Bildung von Metastasen/ miR181b potenzieller Biomarker

Soll ein Medikament in die Therapie einer Krankheit einziehen, braucht es sogenannte Biomarker. Idealerweise sind das bestimmte Moleküle, deren Aktivität der Wirkstoff beeinflusst und die sich möglichst leicht nachweisen lassen. "Die Biomarker zeigen uns an, ob die Therapie erfolgreich ist", sagt PD Dr. Beatrice Bachmeier (Arbeitsgruppe Klinische Biochemie, Prof. Dr. Christian Sommerhoff) vom Institut für Laboratoriumsmedizin des Klinikums der Universität München. Sie hat jetzt entsprechende Biomarker für den Naturstoff Curcumin gefunden und patentieren lassen. Und im Zuge ihrer Arbeiten von einem Sponsor finanzielle Unterstützung für die kommenden fünf Jahre in Aussicht gestellt bekommen, um Curcumin für den Einsatz in der Therapie und Vorbeugung von Brust- und Prostatakrebs zu testen.

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ASH 2013: Multiples Myelom: Lenalidomid + low dose Dexamethason ist MPT überlegen

Die Kombination aus Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason (LD) verbesserte bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom signifikant das progressionsfreie Überleben im Vergleich zur Standardtherapie MPT (Melphalan, Prednison und Thalidomid). Damit kann LD als neuer Therapiestandard gelten, sagte der Studienleiter Thiery Facon, Lilli/Frankreich, der die Ergebnisse der FIRST-Studie auf der 55. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vorstellte.

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Maligner Aszites - Das vernachlässigte Symptom

Bisherige Therapien der krebsbedingten Bauchwassersucht beschränkten sich oft nur auf eine sehr kurzfristige Symptomlinderung. Eine Verbesserung der Behandlungssituation, die Betroffenen auch langfristig Erleichterung und Verbesserung ihrer Lebensqualität verspricht, gibt es seit 2009 mit einem neuen auf Antikörpern beruhenden Therapieansatz. Unter der Leitung des Berliner Eierstockkrebsspezialisten Dr. Jalid Sehouli entstand 2012 daher der bewegende Film "Dee Micky - Mein Weg gegen den malignen Aszites", der die Geschichte einer amerikanischen Patientin darstellt, die nach Berlin kommt, um sich an der Charité mit der Antikörpertherapie gegen ihren malignen Aszites behandeln zu lassen.

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Zwei Krebsgene bei familiär gehäuftem Darmkrebs

Einige Gene für erblichen Darmkrebs sind bekannt, aber nicht bei allen Patienten mit Hinweis auf diese erbliche Belastung kann die Ursache in den Genen gefunden werden. Eine neue Methode der Sequenzierung soll daher an 30 Patienten mit familiär gehäuftem Darmkrebs im Erbgut angewandt werden. Dabei stehen bei Prof. Elke Holinski-Feder und Dr. Monika Morak von der LMU nicht nur die bisher als relevant betrachteten 3% des Gens im Fokus, sondern der gesamte Genbereich, um weitere mögliche Fehlerursachen zu finden. Die Information eines erhöhten Risikos hilft Betroffenen und ihren Angehörigen, da sie in diesem Fall geeignete Vorsorgemaßnahmen treffen können.

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