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Medizin

03. Dezember 2018 Splenisches Marginalzonen-Lymphom: Molekulare Subtypen mit unterschiedlichen pathogenen Mechanismen und Outcomes assoziiert

Die Mehrzahl der Splenischen Marginalzonen-Lymphome (SMZL) zeigt einen indolenten Verlauf, die Krankheit ist jedoch immer noch unheilbar, und ein signifikanter Anteil der Patienten (ca. 25-30%) hat eine Lebenserwartung < 5 Jahre. Molekulare Veränderungen sind vielversprechende Biomarker, die die Risikostratifizierung der Patienten verbessern können. Hauptziel der multizentrischen retrospektiven Studie IELSG46 war es, die Bedeutung molekularer Aspekte auf die krankheitsspezifische Prognose bei neu diagnostizierten SMZL-Patienten zu testen. Die Analyse umfasste 303 Patienten mit einer SMZL-Diagnose, die anhand der Milzhistologie bestätigt wurde.
Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 9,2 Jahre. Unter den Genen, die wiederholt von nicht-synchronen somatischen Mutationen bei > 10% der SMZL betroffen waren, waren KLF2 (24%), NOTCH2 (19%), KMT2D (15%), TNFAIP3 (13%), EP300 und TP53 (10%). Deletion 7q wurde in 25% der Fälle und IGHV1-2*04 in 32% dokumentiert.

Durch Clusteranalyse wurden 3 molekulare Subgruppen identifiziert, die jeweils durch ein mutiertes NOTCH-Pathway-Gen charakterisiert sind: Das erste Cluster wurde durch NOTCH2- und/oder KLF2-Mutationen definiert, das zweite Cluster durch SPEN-Mutationen und das dritte Cluster definierte sich über angereicherte NOTCH1-Mutationen. Bei der relativen Überlebensanalyse zeigte das NOTCH2/KLF2-Cluster im Vergleich zur gematchten Allgemeinbevölkerung ein kürzeres Überleben.
 
Die große Stichprobengröße und der Einschluss von SMZL, die durch eine Überprüfung der Milzhistopathologie bestätigt wurden, ermöglichten eine genaue Abschätzung der Prävalenz von KLF2- und NOTCH2-Mutationen bei diesem Lymphom. In SMZL wurden 3 molekulare Cluster identifiziert, von denen jedes ein NOTCH-Pathway-Gen enthielt, was die Relevanz der NOTCH-Signalgebung bei der Pathogenese von SMZL unterstützt.
 
Patienten, die zum NOTCH2/KLF2-Cluster gehörten, hatten im Vergleich zur übereinstimmenden Allgemeinbevölkerung ein niedrigeres relatives Überleben.

(übers. v. sm)

Quelle: ASH 2018

Literatur:

https://ash.confex.com/ash/2018/webprogram/Paper115958.html


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