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Medizin
02. Mai 2013

Prävention von Brustkrebsrezidiven: Kaffee scheint Wirkung von Tamoxifen zu verstärken

Kaffeegenuss soll in Verbindung mit der Einnahme von Tamoxifen Frauen davor schützen, ein weiteres Mal Brustkrebs zu bekommen. Das hat eine Studie der schwedischen Lund University ergeben. "Da es sich hierbei um die erste Studie handelt, die eine positive Wirkung von Kaffee in Verbindung mit dem Medikament Tamoxifen untersucht, ist es notwendig, dass sich diese Ergebnisse auch in einer unabhängigen Kohorte bestätigen. Erst wenn dies der Fall ist, können etwaige Empfehlungen zu einer Therapieergänzung abgeleitet werden", so Helena Jernström, Associate Professor an der Lund University, im Gespräch mit pressetext.

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Die erste Untersuchung hat ergeben, dass Patientinnen, die Tamoxifen einnahmen und zwei oder mehr Tassen Kaffee täglich tranken, seltener wieder an Brustkrebs erkranken. Die Forscher beobachteten 600 Brustkrebspatientinnen aus Südschweden über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Hälfte der Frauen nahm das Medikament Tamoxifen ein. Das Medikament blockiert die Rezeptoren des Hormons Östrogen, um ein erneutes Auftreten von Brustkrebs zu verhindern. Wie nun das Medikament und Kaffee chemisch wirken, soll noch untersucht werden. "Wir vermuten, dass Kaffee das Medikament effizienter macht", sagt Maria Simonsson aus dem Forschungsteam.

Schon 2011 haben Forscher Kaffeekonsum mit einem verminderten Risiko für bestimmte Arten von Brustkrebs in Verbindung gebracht. Sie zeigten schon damals, dass Koffein das Wachstum von Krebszellen hemmt. Weitere Forschungen sollen folgen.

Literaturhinweis:
Coffee prevents early events in tamoxifen-treated breast cancer patients and modulates hormone receptor status’,
Cancer Causes Control (2013) 24:929-940, DOI 10.1007/s10552-013-0169-1

Quelle: pte


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