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Medizin

24. April 2020 Parenterale Ernährung von Patienten mit hohem Aminosäurenbedarf mit OLIMEL 7,6%

Besonders bei onkologischen Patienten mit erhöhtem Aminosäurenbedarf kann eine adäquate Versorgung mit Nährstoffen entscheidend für die Prognose sein (1-3). Ab sofort ist für diese Patientengruppe eine neue Therapieoption verfügbar. OLIMEL 7,6% kombiniert die höchste in Dreikammerbeuteln verfügbare Aminosäurenkonzentration von 76 g/L mit einem zugleich niedrigen Glukosegehalt in minimiertem Volumen. Bei zusätzlichem Elektrolytbedarf steht seit Juni 2019 OLIMEL 7,6% E zur Verfügung (4).
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Die Ernährung bestimmter Patientengruppen wie bei onkologischen Patienten gestaltet sich häufig schwierig. Wenn eine orale oder enterale Ernährung nicht möglich, unzureichend oder kontraindiziert ist, sollte deshalb eine parenterale Ernährungstherapie (PN) zum Einsatz kommen (2). Hierbei ist auf die Auswahl einer geeigneten Nährstofflösung zu achten, die auf die speziellen Bedürfnisse dieser Patientengruppe zugeschnitten ist. Insbesondere eine der individuellen metabolischen Toleranz angepasste Kalorien- bzw. Aminosäurenzufuhr sollte berücksichtigt werden (2, 3).

Onkologische Patienten – häufig mangelernährt

Auch bei Krebspatienten ist eine optimale Versorgung mit Nährstoffen von zentraler Bedeutung für die Prognose (1). Obwohl in der Praxis viele onkologische Patienten nicht in ausreichendem Maße essen oder enteral ernährt werden können, wird eine medizinische Ernährungstherapie in Form von parenteraler Ernährung häufig gar nicht oder wenn, dann erst zu spät eingesetzt. Eine Mangelernährung ist daher oft die Folge: so z. B. bei 67% der Pankreaskrebs- und 60% der Magen/Ösophaguskarzinom-Patienten (5, 6). Der Ernährungszustand ist jedoch von zentraler Bedeutung für die Prognose (2). Ein Gewichtsverlust beeinflusst bei Tumorpatienten neben der Lebens-qualität auch Überlebenszeit und Therapiekomplikationen (2). Die parenterale Ernährungstherapie sollte demnach rechtzeitig und patientenindividuell erfolgen.

Ernährung als integraler Teil einer perioperativen multimodalen Behandlungsstrategie – ein wichtiger Genesungsfaktor

Für eine schnelle postoperative Genesung onkologischer Patienten ist die Vermeidung beziehungs-weise die Eindämmung der Mangelernährung ausschlaggebend (7, 8). Laut Prof. Dr. Marc E. Martignoni, München, zeigte eine Studie an seiner Klinik an Pankreaskarzinompatienten dass durchschnittlich 40% der Patienten bereits zur OP kachektisch sind (9). Darüber hinaus zeigte sich, dass ein präoperativer Gewichtsverlust zu einer signifikant schlechteren Prognose führt im Vergleich zum Überleben von Patienten, die vor der Operation ein stabiles Gewicht aufwiesen (9). Daher sollte das Screening auf prä- oder postoperative Mangelernährung und Kachexie sowie dessen Behandlung ein zentraler Bestandteil einer multimodalen Behandlungsstrategie sein. Im Rahmen des ERAS Protokolls (Enhanced Recovery after Surgery) haben 7 von 14 Maßnahmen mit Ernährung zu tun, so Dr. Martignoni im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums beim DKK 2020 in Berlin. Selbst die europäischen Leitlinien empfehlen für alle Tumorpatienten die Behand-lung im Rahmen eines ERAS-Programms (10). Die Ernährungstherapie bei Kachexie, die frühzeitig implementiert und wenn immer möglich von körperlichem Training begleitet werden sollte, beinhaltet einen Stufenplan, beginnend mit Trinknahrung bzw. oralen Nährstoffsupplementen. Wenn diese zur Deckung des Nährstoffbedarfs nicht ausreichen, sollte eine supplementierende parenterale Ernährung zum Einsatz kommen, da es von außerordentlicher Wichtigkeit ist, dass nicht nur der Energie- sondern insbesondere auch der Eiweißbedarf des Patienten gedeckt wird (9).

Auch der postoperative Kostaufbau spielt bei der Heilung der Patienten eine wichtige Rolle. Wird eine adäquate postoperative Ernährung nicht frühzeitig begonnen, hat dies einen katabolen Stress und durch die Insulinresistenz bedingte Hyperglykämie zur Folge (11). Studien zeigen, dass sich gerade diese besonders ungünstig auf den gesamten Heilungsprozess auswirkt. Sie fördert die Infektionen und erhöht somit den katabolen Stress noch zusätzlich, was sich in einem Anstieg der Mortalitätsrate äußert (12-16). Eine erhöhte Zufuhr an Aminosäuren in Kombination mit einer gleich-zeitig verringerten Glukosezufuhr hilft das Risiko einer Hyperglykämie zu minimieren. Der OLIMEL 7,6% Dreikammerbeutel zeichnet sich neben einem günstigen Aminosäuren- zu Glukose-Verhältnis auch als eine hochkonzentrierte Nährstofflösung aus (4). Somit ist die Zufuhr von Nährstoffen unter einem reduzierten Risiko einer Flüssigkeitsüberladung möglich.

Erhalt der Immunfunktion

Bei Krebspatienten steht der Erhalt der körpereigenen Immunabwehr im Vordergrund, da ein funktionierendes Immunsystem im Hinblick auf den Therapieerfolg von außerordentlicher Bedeutung ist. Voraussetzung ist, dass ausreichend Nährstoffe und funktionelle Bausteine für die stoffwechselintensiven Prozesse bereitgestellt werden. Über den Erhalt der Immunkompetenz kann die parenterale Ernährung gerade auch eine, auf der körpereigenen Abwehr aufbauende, Immuntherapie unterstützen (17).

Im Hinblick auf den Erhalt der Immunfunktion ist die Zusammensetzung der verabreichten Lipidemulsion von Bedeutung: Während Sojabohnenöl immunsuppressiv wirken kann, sind Nährlösungen auf Olivenölbasis mit weniger Infektionen assoziiert und erhalten die Immunfunktion. OLIMEL 7,6% weist aufgrund seiner Fettsäurenzusammensetzung – hoher Gehalt an Ölsäure, einer einfach ungesättigten Fettsäure und niedriger Gehalt an gesättigten und n-6-Fettsäuren – ein niedriges pro-inflammatorisches und immunsuppressives Risiko auf.

OLIMEL 7,6% kombiniert mit 76 g Aminosäuren pro Liter den höchsten in einem Dreikammerbeutel verfügbaren Aminosäurengehalt mit einem niedrigen Glukosegehalt pro Gramm Aminosäuren bei minimierter Volumenzufuhr (4). OLIMEL 7,6% ist konzipiert für die bedarfsgerechte Ernährung von Patienten mit hohem Proteinbedarf und dem Risiko einer Überladung mit Glukose und Flüssigkeit. Zudem enthält OLIMEL 7,6% die auf Olivenöl basierte Lipidemulsion ClinOleic zum Erhalt der Immunfunktion.

Quelle: Baxter

Literatur:

(1) Löser u. a., Unter- und Mangelernährung 2011, Georg Thieme Verlag KG
(2) Arends J et al. Aktuel Ernährungsmed 2015; 40:  e1-e74
(3) Arends J et al. Clinical Nutrition 2017; 36:11-48
(4) Fachinformation OLIMEL 7,6 % und OLIMEL 7,6% E, Mai 2019
(5) Hebuterne X et al. JPEN J Parenter Enteral Nutr 2014; 38: 196–204
(6) Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie. Ernährungs Umschau 2016; 63(02): 43–47
(7) Bachmann et al. J Gastrointest. Surg. 2008; 12(7): 1193–1201
(8) Arends J et al. Clinical Nutrition (2006); 25: 245–259
(9) Martignoni ME. Ernährung nach onkologischer Chirurgie Fast-Track, langsamer Kostenaufbau oder doch ERAS? DKK Berlin, 21.02.2020
(10) Weimann A, Braga M, Carli F et al. Clin Nutr. 2017; 36(6):623–650
(11) Hoffer LJ et al. F1000 Research 2016; 5: 2531–2541
(12) Klement et al. Nutrition & Metabolism 2011; 8: 75
(13) Hammer M et al. Oncology Nursing Forum 2019; 46: 459–472
(14) McCowen KC et al. Crit Care Clin 2001; 17: 107–124
(15) van den Berghe G et al. Diabetes 2006; 55: 3151–3159
(16) Krinsley JS. Mayo Clin Proc 2003; 78: 1471–1478
(17) Calder PC et al. Intensive Care Med 2010; 36: 735-749.

Weitere Referenzen
Granato D et al. JPEN J Parenter Enteral Nutr 2000; 24: 113-118
Olthof E et al. Clin Nutr 2013; 32: 643–649
Pontes-Arruda A. Clin Nutr Suppl 2009; 4: 19–23
Waitzberg DL et al. JPEN J Parenter Enteral Nutr 2006; 30: 351–367
Reimund JM et al. Clin Nutr 2005; 23: 1324-1332
Jia ZY et al. Nutr J 2015; 14: 119
Cai W et al. Nutrients 15. Juni 2018; 10(6)
SmofKabiven Ntense zentral- Fachinformation Jan 2018
Nutriflex Lipid Spezial, Fachinformation 2018


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