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Medizin

03. September 2020 Hormontherapie beim Prostatakarzinom: Positives Wirkprofil von Triptorelin mehrfach bestätigt

Zur Testosteronsenkung bei den metastasierten und/oder kastrationsresistenten Formen des Prostatakarzinoms stehen für die Androgendeprivationstherapie (ADT) verschiedene LHRH-Agonisten zur Verfügung, die sich in ihrem individuellen Wirkprofil unterscheiden. Aufgrund des belegten positiven Wirkprofils ist Triptorelin (Pamorelin®) fester Bestandteil der ADT-Therapie, welche in der aktuellen S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom empfohlen wird (1, 2).
Die aktuelle retrospektive Analyse von Shim et al. zeigt, dass Triptorelin die niedrigsten Testosteron-Werte erreicht, gefolgt von Leuprorelin und Goserelin. Zudem weisen unter Triptorelin mit 93% (vs. 86,4% unter Leuprorelin und 54,2% unter Goserelin) die meisten Patienten einen Testosteron-Spiegel von unter 10 ng/dl auf (3). Das positive Wirkprofil bestätigen auch die Daten von Wilke et al. mit der niedrigsten Inzidenz (6,7%) von Testosteron-Durchbrüchen unter der Therapie mit Triptorelin im Vergleich zu anderen LHRH (luteinisierendes Hormon Releasing-Hormon)-Agonisten (4).

ADT als Rückgrat aller Therapieoptionen

Laut Professor Dr. Kurt Miller, ehemaliger Chefarzt der Charité Berlin und Senior Consultant Professor Urologie an der Klinik für Urologie der Berliner Charité, ist die ADT auch weiterhin das Rückgrat aller Therapien und Stadien des Prostatakarzinoms. Hormontherapien der 2. Generation haben die Behandlung des Prostatakarzinoms in den letzten Jahren stark verändert, doch aufgrund der zentralen Rolle von Androgenen für das Wachstum bösartiger Prostatakrebszellen bildet die ADT unverändert die Basis. Daher empfiehlt auch die aktuelle S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom die ADT mit beispielsweise Triptorelin bereits bei lokal fortgeschrittenen Stadien als (neo)adjuvante Therapie begleitend zur Strahlentherapie (2). Der hohe Stellenwert der ADT zeigt sich auch darin, dass diese in aktuell laufenden Studien ein Einschlusskriterium ist (4).

Aktuelle Rabattverträge für Triptorelin

Mit dem Abschluss neuer Rabattverträge für Triptorelin mit der Barmer Ersatzkasse (BEK), Techniker Krankenkasse (TK), Kaufmännische Krankenkasse (KKH) und IKK classic, sowie auf regionaler Ebene mit der AOK Baden-Württemberg, Rheinland/Hamburg und Bayern wird Ärzten mehr Freiraum für eine wirtschaftliche Verordnung verschafft. Die Rabattverträge umfassen alle verfügbaren Dosierungen (3,75 mg, 11,25 mg und 22,5 mg) von Triptorelin, die zur Behandlung des lokalisierten Hochrisiko- oder lokal fortgeschrittenen, hormonabhängigen Prostatakarzinoms mit und ohne Strahlentherapie zugelassen sind und als 1, 3 oder 6 Monatsdepotsuspension verabreicht werden können.

Quelle: Ipsen

Literatur:

(1) Fachinformation Pamorelin®, Stand: Juli 2019
(2) https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Prostata_5_0/LL_Prostatakarzinom_Kurzversion_5.1.pdf (Letzter Zugriff: Juli 2020)
(3) Shim M et al. Effectiveness of three different luteinizing hormone-releasing hormone agonists in the chemical castration of patients with prostate cancer: Goserelin versus triptorelin versus leuprolide. Investig Clin Urol 2019, 60(4): 244-50.
(4) Wilke et al. Testosterone Suppression with Luteinizing Hormone‐Releasing Hormone (LHRH) Agonists in Patients Receiving Radiotherapy for Prostate Cancer, Pharmacotherapy 2018, https://doi.org/10.1002/phar.2084.
(5) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02987543#wrapper (Letzter Zugriff: Juli 2020)


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