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Medizin
06. Februar 2013

Gleiche Therapie für HIV und seltene Leukämieformen?

Wissenschaftler des Laboratory for Molecular Virology and Gene Therapy der KU Leuven haben entdeckt, dass ein Protein, das für die Verbreitung des HI-Virus eine maßgebliche Rolle spielt, auch in der Pathogenese einer seltenen aggressiven Leukämieform eine ähnliche Funktion erfüllt. Für die Indikation HIV forscht man daran, die Interaktion zwischen dem Virus und dem Protein LEDGF/p75 zu inhibieren. Wissenschaftler der Universitäten Basel sowie Leuwen (Prof. Zeger Debyser) konnten nun zeigen, dass die Blockade dieses Proteins auch in Zellen und Tiermodellen mit aggressiven Leukämieformen funktioniert.

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Proteine in menschlichen Körperzellen interagieren und bilden so ein Netzwerk zur Kontrolle der Zelle. Um diese Kontrolle an sich zu reißen, manipulieren Viren wie HIV dieses Netzwerk, ähnliches geschieht auch bei Krebs. Auch hier verändern Mutationen in bestimmten Proteinen zentrale Knotenpunkte des Netzwerks. Das Protein LEDGF/p75 ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für die HI-Virusreplikation. Das Virus benutzt das Protein, um an die DNA der Zelle anzudocken.

LEDGF/p75 spielt eine ähnliche Rolle in der Entwicklung bestimmter Leukämieformen, u.a. einer sehr aggressiven Form, die meist bei unter einjährigen Kindern auftritt, der sogenannten mixed-lineage leukemia (MLL). Der nächste Schritt wird auf Basis dieser Ergebnisse nun die Entwicklung neuer Medikamente sein.

Literaturhinweis:
(1) Impairing MLL-fusion gene-mediated transformation by dissecting critical interactions with the lens epithelium-derived growth factor (LEDGF/p75)
Méreau H et al. Leukemia advance online publication 1 February 2013;doi: 10.1038/leu.2013.10
http://www.nature.com/leu/journal/vaop/naam/abs/leu201310a.html

Quelle: KU Leuven


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