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Medizin

02. Juli 2020 Gentest auf Verträglichkeit von Chemotherapie

Fluorouracilhaltige (FU) Arzneimittel werden sehr häufig in der systemischen Chemotherapie eingesetzt, u.a. bei Darm-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Brustkrebs. Viele PatientInnen haben Nebenwirkungen. Einer der Gründe sind genetisch bedingte Stoffwechselstörungen, die den Abbau des Arzneimittels verzögern. Vor einem Jahr hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ein Risikobewertungsverfahren für FU-haltige Zytostatika eingeleitet, konkret zu Fluorouracil und den verwandten Wirkstoffen Capecitabin, Tegafur sowie zu Flucytosin. Jetzt wurde die Empfehlung ausgesprochen, einen spezifischen Gentest bei allen KrebspatientInnen vor Beginn dieser Therapie durchzuführen. Von den betroffenen Zulassungsinhabern wurden 2 Rote-Hand-Briefe versandt.
 
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Die Umsetzung der EMA-Empfehlungen ist eine Herausforderung, von der Aufklärung der PatientInnen über die qualitätsgesicherte Testung und die Finanzierung bis zur Dosisanpassung der Chemotherapie. Wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben Vorschläge zur Umsetzung der Empfehlungen in einem Positionspapier erarbeitet.

Das Positionspapier „Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) -Testung vor Einsatz von 5-Fluorouracil, Capecitabin und Tegafur“, das die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. aufgrund der hohen Relevanz für PatientInnen und behandelnde ÄrztInnen veröffentlicht hat, finden Sie hier.

Quelle: DGHO


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