Donnerstag, 22. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Imfinzi NSCLC
Imfinzi NSCLC
Medizin
19. Dezember 2013

ASH 2013: Eisenchelation - Eisenkonzentration in Herz und Leber nimmt über zwei Jahre ab

Eine Siderose des Herzmuskels ist bei effektiver Eisenchelations-Therapie reversibel, aber der Prozess ist langsam und bisher in vergleichenden Studien mit Eisenchelatoren nicht länger als über ein Jahr untersucht worden. In einer Verlängerung der CORDELIA-Studie zeigt sich nun, dass der Prozess auch im zweiten Jahr unvermindert weitergeht.

Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 

In der CORDELIA-Studie hat sich der orale Chelator Deferasirox bei der Entfernung des kardialen Eisens über ein Jahr als mindestens so wirksam erwiesen wie die subkutan gegebene Substanz Deferoxamin; eine numerische Überlegenheit von Deferasirox war nur knapp nicht signifikant ausgefallen (p = 0,057). In einer Verlängerung der Studie behandelten Dudley Pennell, London, und Kollegen die Patienten über ein weiteres Jahr und bestimmten kardiale und Leber-Eisenkonzentrationen.

Die 197 eingeschlossenen Patienten hatten zu Beginn im kardiovaskulären Kernspintomogramm T2*-Zeiten zwischen 6 und 20 ms aufgewiesen, die linksventrikuläre Auswurffraktion lag bei mindestens 56% und die Leber-Eisenkonzentration, bestimmt mit dem R2-MRT, bei mindestens 3 mg/Eisen pro Gramm Trockengewicht. 160 der Patienten hatten ein Jahr der Studientherapie vollendet, in der Deferasirox-Gruppe waren schließlich 74, in der Deferoxamin-Gruppe nur 29 Patienten über das gesamte zweite Jahr dabeigeblieben. Insgesamt war 99% bzw. 98% der geplanten Dosis gegeben worden.

Nach 24 Monaten hatte sich unter Deferasirox die kardiale T2*-Zeit auf 15,9 ms, unter Deferoxamin auf 14,2 ms verlängert, eine mittlere Zunahme um 38% bzw. 33% über die zwei Jahre. Schätzungen zeigten, dass die kardiale Eisenkonzentration in beiden Gruppen abgenommen hatte, während die Auswurffraktion stabil und im normalen Rahmen geblieben war. Auch die Eisenkonzentration in der Leber war in beiden Armen deutlich reduziert. Beide Substanzen waren gut verträglich.

Die Abnahme der kardialen Eisenwerte war im zweiten Jahr ähnlich oder sogar stärker als im ersten, was möglicherweise mit der ausgeprägten Abnahme der Leber-Eisenwerte zusammenhängt, so die Autoren.
 
jg
 


Das könnte Sie auch interessieren
Kombination von Wirkstoffen könnte Heilungschancen bei Eierstockkrebs verbessern
Kombination+von+Wirkstoffen+k%C3%B6nnte+Heilungschancen+bei+Eierstockkrebs+verbessern
© Uniklinikum Dresden/Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Innovative zielgerichtete Wirkstoffe, so genannte PARP-Inhibitoren, können die Prognose bei Eierstockkrebs deutlich verbessern. Dies gilt vor allem für Patientinnen, deren Tumoren bestimmte genetische Voraussetzungen aufweisen. Ein Forscherteam unter Leitung von WissenschaftlerInnen der Hochschulmedizin Dresden und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) konnte nun in Laborexperimenten zeigen, dass die...

Armutsfalle Krebs: Sozialberatung muss verbessert werden
Armutsfalle+Krebs%3A+Sozialberatung+muss+verbessert+werden
© WavebreakmediaMicro / Fotolia.com

Am 8. März ist Weltfrauentag. Seit mehr als 100 Jahren prangern Frauen in aller Welt an diesem Tag Missstände an und streiten für ihre Rechte. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs, kurz FSH, und die Stiftung Deutsche Krebshilfe verleihen an diesem Tag den Frauen, die an Krebs erkrankt sind, eine Stimme. Denn immer noch gibt es in der Versorgung der Betroffenen Defizite. So wird eine Tumorerkrankung nach wie vor häufig zur...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ASH 2013: Eisenchelation - Eisenkonzentration in Herz und Leber nimmt über zwei Jahre ab"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.