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Medizin

27. April 2020 Aktinische Keratosen: Photodynamische Therapie und Tageslichttherapie mit MAL als bewährte Therapieoptionen

Für die Therapie von Aktinischen Keratosen (AK) hat sich die Behandlung mit Methylaminolaevulinat-Creme (MAL; Luxerm®/Metvix®) bewährt. Neben der Photodynamischen Therapie (PDT) mit Tageslicht wurde auch die konventionelle MAL-PDT mit kaltem Rotlicht in den jeweiligen Updates der S3-Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ (1) sowie der EDF PDT-Leitlinie „European Dermatology Forum Guidelines on Topical Photodynamic Therapy“ (2) positiv bewertet. Beiden Behandlungsoptionen wird in den Leitlinien für die AK-Therapie mit Tageslicht eine gute Wirksamkeit und Effektivität bestätigt, verbunden mit geringen Rezidivraten.
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„Wir haben zusätzlich sehr gute kosmetische Ergebnisse bei beiden Therapieoptionen gesehen sowie eine äußerst niedrige Schmerzbelastung bei der Anwendung der Tageslichttherapie mit MAL“, erklärte Dr. med. Claas Ulrich, Berlin, auf der DDG kompakt in Dresden. In einer intraindividuellen „split-face“-Vergleichsstudie wurde festgestellt, dass die Effektivität 12 Monate nach der einmaligen Behandlung mittels MAL-AK-Therapie mit Tageslicht und der MAL-PDT mit kaltem Rotlicht weitgehend erhalten blieb. Zudem gab es keinen signifikanten Unterschied in den Rezidivraten. Bei der MAL-AK-Tageslichttherapie lagen die Ansprechraten nach 3 Monaten bei 77,9% und nach 12 Monaten immer noch bei 71,2% (3). „Mit dieser Therapieoption können wir dem häufigen Patientenwunsch hinsichtlich einer schnellen und unkomplizierten Behandlung nachkommen“, berichtete Ulrich. Dies gelte insbesondere für die AK-Tageslichttherapie mit MAL, die zur Selbstapplikation zugelassen ist und von den Patienten sehr gut akzeptiert wird (4).

Hohe Akzeptanz  

Die Photodynamische Therapie mit MAL wird in der S3-Leitlinie zur Behandlung einzelner oder multipler Aktinischer Keratosen des Grades 1-2 nach Olsen und bei Feldkanzerisierung empfohlen (1). Auch die MAL-AK-Therapie mit Tageslicht wird in der aktuellen S3-Leitlinie als effektiv bewertet, mit einer läsionsbezogenen Abheilungsrate zwischen 77,2% und 93,0% (1). Zudem wird diese Behandlungsoption in der Leitlinie als gut bis sehr gut verträglich eingestuft. „Ein Vorteil beider Therapieoptionen ist, dass die Behandlung an einem Tag durchgeführt werden kann“, resümierte Ulrich. „Das hat natürlich enorme Auswirkungen auf die Patientenadhärenz.“

Erfolgreiche Selbstanwendung

Eine interventionelle Studie unter „real-life“-Bedingungen hatte zuvor bereits zeigen können, dass die AK-Tageslichttherapie mit MAL auch in der Selbstanwendung effektiv ist. An der Studie nahmen 50 Patienten mit durchschnittlich 9,3 (6-29) nicht-hyperkeratotischen AK im Gesicht oder am Kapillitium teil. Zu Beginn der Studie erhielten die Teilnehmer Anweisungen von Ärzten, wie die MAL-AK-Therapie mit Tageslicht angewendet werden muss. Die Patienten führten diese Behandlung selbständig zu Hause durch. Einen Tag nach der Durchführung fand eine erste Kontrolluntersuchung statt. 94% der Patienten gaben an, mit der Behandlung zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. 98% hatten die Anweisungen zur Applikation seitens der Ärzte als praktisch und hilfreich empfunden. Die Effektivität wurde 3 Monate nach der Tageslichttherapie beurteilt. Die Patientenzufriedenheit lag bei 86%, und die Mehrheit der Patienten würde die MAL-AK-Therapie mit Tageslicht erneut anwenden. Die Selbstapplikation der MAL-AK-Therapie mit Tageslicht ist somit eine geeignete und gut praktizierbare Alternative zur Durchführung in der Praxis. Auch 86% der Ärzte waren mit der Behandlung und dem kosmetischen Ergebnis entweder zufrieden oder sehr zufrieden (4).

Quelle: GALDERMA

Literatur:

1. AWMF S3-Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ V1, Juni 2019; AWMF-Registernummer: 032/022OL
2. European Dermatology Forum Guidelines on Topical Photodynamic Therapy, Updated Version – 2019
3. Sotiriou E et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2018; 32: 595–600
4. Karrer S et al. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2019; doi:10.1111/jdv.15422


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