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Medizin

20. Dezember 2006 Fortgeschrittenes Kolorektalkarzinom: XELOX-Schema zögert in Phase-III-Studie Progression hinaus

Die Kombinationschemotherapie XELOX (orales Fluoropyrimidin Capecitabin mit Oxaliplatin) zögert das Fortschreiten der Erkrankung ebenso wirksam hinaus wie FOLFOX4 (infusionales 5-Fluorouracil (5-FU)/Folinsäure plus Oxaliplatin). Dies ist das Fazit einer groß angelegten internationalen Phase-III-Studie (NO16967) bei Patienten mit fortgeschrittenem kolorektalen Karzinom. Die viel versprechenden Ergebnisse deuten darauf hin, dass XELOX als neue wirksame Behandlungsoption in der Therapie des fortgeschrittenen kolorektalen Karzinoms eingesetzt werden kann. Aufgrund der positiven Studienergebnisse sollen weltweit Zulassungsanträge eingereicht werden.

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Der Vorteil einer Behandlung mit Capecitabin ist neben seiner wirksamen und sicheren Anwendung auch seine einfache orale Einnahme. Dies erspart den Patienten zahlreiche Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte, die durch die Gabe per Infusion notwendig wären.

An der großen internationalen Phase-III-Studie (NO16967) nahmen 627 Patienten mit kolorektalem Karzinom aus 15 Ländern weltweit teil. In die Studie eingeschlossen waren Patienten, die bereits eine Chemotherapie erhalten hatten und deren Erkrankung danach entweder wieder aufgetreten oder weiter fortgeschritten war.

Das primäre Studienziel bestand darin zu zeigen, dass die XELOX-Kombination ebenso wirksam das Fortschreiten der Krankheit oder den Tod hinauszögert wie FOLFOX4. Als sekundäre Endpunkte wurden das Gesamtüberleben, die Gesamtansprechraten und das Sicherheitsprofil beurteilt.

Mace Rothenberg, Professor am Vanderbilt-Ingram Cancer Center und Leiter der Studie, erklärte: „Mit dem Nachweis, dass XELOX ebenso wirksam war wie FOLFOX4, liefert diese Studie den bisher stärksten Beleg dafür, dass Capecitabin die intravenöse 5-FU-Chemotherapie bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem koloraktalen Karzinom ersetzen kann.”

Roche

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