Journal Onkologie

Metastasen | Beiträge ab Seite 2

Medizin
Darmkrebs: Genveränderungen bestimmen, wo sich Metastasen bilden

Darmkrebs: Genveränderungen bestimmen, wo sich Metastasen bilden

Jährlich erkranken rund 60.000 Menschen in Deutschland neu an Darmkrebs. Trotz rückläufiger Sterblichkeitsraten zählt das kolorektale Karzinom weiterhin zu den häufigsten Tumorarten weltweit und verursacht etwa 10% aller krebsbedingten Todesfälle. Prognostisch ungünstig wirkt sich vor allem die Metastasierung aus – typischerweise in Leber und Lunge, seltener im Gehirn. Ein Team um Dr. Dr. Björn Sander, Pathologe an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat untersucht, wie genetische Veränderungen die Bildung von Metastasen beeinflussen.
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Entitätsübergreifend
Vibrant fluorescent cancer metastasis cells glowing under UV light, dark background, bio-research focus
Greve-Preis der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina 2024

Physik des Krebses verstehen und Metastasen verhindern

Krebs ist eine der komplexesten und herausforderndsten Krankheiten der modernen Medizin und weltweit für jeden 6. Todesfall verantwortlich. Besonders gefürchtet ist die Metastasierung – der Prozess, bei dem Krebszellen aus dem Primärtumor entweichen, sich über die Blut- oder Lymphbahnen ausbreiten und in entfernten Organen oder Geweben neue Tumoren bilden. Mehr als 90% aller Krebstodesfälle gehen auf Metastasen zurück. Trotz erheblicher Fortschritte in der Krebsdiagnostik und -therapie bleibt die gezielte Bekämpfung metastatischer Rezidive eine der größten Herausforderungen der Onkologie. Ein tiefgehendes Verständnis der metastatischen Kaskade ist entscheidend, um präzisere Prognosen zu ermöglichen und neue Therapieansätze zu entwickeln, die gezielt die Ausbreitung von Krebszellen verhindern.
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Malignes Melanom
Metabolomische Signaturen in Flüssigbiopsien korrelieren mit Überleben bei metastasiertem Melanom unter ICI-Therapie

Melanom: Flüssigbiopsie zeigt prognostische Metaboliten bei ICI-Therapie

Eine neue Studie liefert Hinweise darauf, dass sich das Ansprechen von Patient:innen mit metastasiertem Melanom auf Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) anhand bestimmter Stoffwechselmuster im Blut vorhersagen lässt. Die Untersuchung verdeutlicht, wie die Analyse von Metaboliten in Flüssigbiopsien als nicht-invasive Methode zur Stratifizierung von Patient:innen beitragen kann – mit dem Ziel, den Therapieerfolg zu optimieren und Resistenzen frühzeitig zu erkennen.
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Mammakarzinom

SABCS: Neue Daten unterstreichen den Nutzen adjuvanter CDK4/6-Inhibitoren bei frühem HR+/HER2- Brustkrebs

Beim San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2024 wurden 3 Studien vorgestellt, die den Einsatz von Ribociclib sowie das Rezidivrisiko bei Patient:innen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem (HER2-) Brustkrebs untersuchten. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Effektivität und praktische Anwendung von CDK4/6-Inhibitoren bei der Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium. Im Video geht Frau PD Dr. Mattea Reinisch auf die neue Zulassung von Ribociclib für das frühe HR+ Mammakarzinom ein und gibt praktische Hinweise zum Einsatz dieser neuen Therapieoption.
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d-uo

Stellenwert der Chemotherapie beim mCRPC

Auch heute noch stellt die Taxan-basierte Chemotherapie beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) einen Grundpfeiler der Therapiemöglichkeiten dar, die aber aufgrund potenzieller Toxizität und ähnlicher Ansprechraten wie Inhibitoren des Androgenrezeptor-Signalwegs (ARPI) oft erst in den hinteren Linien der Behandlungskaskaden durch die Therapeuten eingesetzt wird. In einer ersten Auswertung des Prostatakarzinomregisters ProNAT von d-uo fand sich ein Anteil von 30% der Patienten, die eine Chemotherapie erhielten (1).
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Medizin

SCLC und ALK+ NSCLC: Neue Einblicke in die Langzeittherapie mit Atezolizumab und Alectinib

Zum Jahresende wurden auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) Asia in Singapur explorative Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Atezolizumab in fortgeschrittenen Stadien des kleinzelligen Lungenkarzinoms (SCLC) vorgestellt (1). Ein weiteres Novum waren die vorgestellten Ergebnisse der ALESIA-Studie zur Therapie des fortgeschrittenen ALK+ nicht-kleinzelligen Lungenkarzunoms (NSCLC) in asiatischen Patient:innen mit Alectinib.
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Mammakarzinom

SABCS: Neue Daten unterstreichen den Nutzen adjuvanter CDK4/6-Inhibitoren bei frühem HR+/HER2- Brustkrebs

Beim San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2024 wurden 3 Studien vorgestellt, die den Einsatz von Ribociclib sowie das Rezidivrisiko bei Patient:innen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem (HER2-) Brustkrebs untersuchten. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Effektivität und praktische Anwendung von CDK4/6-Inhibitoren bei der Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium. Im Video geht Frau PD Dr. Mattea Reinisch auf die neue Zulassung von Ribociclib für das frühe HR+ Mammakarzinom ein und gibt praktische Hinweise zum Einsatz dieser neuen Therapieoption.
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Mammakarzinom

DGHO 2024: ADC in der klinischen Praxis beim Mammakarzinom

Ein Symposium beim DGHO widmete sich den Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC). Nach einer kurzen Einführung zur Entwicklung der ADCs in den letzten Jahrzehnten von PD. Dr. Markus Vetter, Baselland, Schweiz, stellte Prof. Dr. Diana Lüftner, Märkische Schweiz, den Fall einer Patientin mit metastasiertem triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) vor, die von der Therapie mit dem ADC Sacituzumab Govitecan profitierte.
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NSCLC

DGHO 2024: Wie können BRAFV600-mutierte NSCLC-Patient:innen am besten behandelt werden?

Vor dem Beginn einer Erstlinientherapie sollten Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) molekular getestet werden. Auf dem DGHO 2024 stellte Prof. Frank Griesinger, Oldenburg, jedoch klar, dass dies bei mehr als der Hälfte der NSCLC-Patient:innen in Deutschland immer noch nicht geschieht. Dies belegt eine aktuelle Analyse der Testdaten aus dem CRISP (Clinical Research platform Into molecular testing and treatment and outcome of (non) Small Lung Carcinoma Patients) Register von 2016 bis 2023. „Das ist für unser Land bei den wirklich toll aufgestellten Pathologien tatsächlich nicht besonders gut oder ich sag es mal vorsichtig, da ist noch Luft nach oben.“
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Kopf-Hals-Tumoren

Maligne Speicheldrüsentumoren

Speicheldrüsenkarzinome sind seltene Tumoren, die 3-6% der malignen Kopf-Hals-Tumoren ausmachen und hauptsächlich in der Ohrspeicheldrüse (Gl. parotis) auftreten. Die kurative Therapie basiert vor allem auf einer vollständigen chirurgischen Entfernung des Tumors und Neck Dissection. Bei Tumoren, die den Nervus facialis nicht infiltrieren, ist der Nerven­erhalt von entscheidender Bedeutung, da dies maßgeblich zur Erhaltung der Lebensqualität beiträgt. Falls jedoch eine Infiltration des N. facialis vorliegt, sollte so viel wie möglich des nicht betroffenen Nervengewebes bewahrt werden, um eine primäre Rekonstruktion zu ermöglichen. Bei malignen Tumoren mit Risikofaktoren, wie knappen Resektionsrändern oder Lymphknotenbefall, wird eine postoperative Strahlentherapie empfohlen. Chemotherapie spielt in der kurativen Behandlung keine Rolle, wird jedoch in palliativen Fällen eingesetzt, obwohl sie begrenzte Wirksamkeit zeigt. Neue Ansätze zur zielgerichteten Therapie, darunter Tyrosinkinase-Inhibitoren, HER2- und Immuncheckpoint-Inhibitoren, gewinnen an Bedeutung, sind aber noch nicht im klinischen Standard etabliert. Die Prognose variiert stark je nach Tumortyp und Staging, wobei eine präzise histologische und molekulare Diagnostik entscheidend für die Therapieplanung ist.
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Entitätsübergreifend

DGHO 2024: Zielgerichtete Therapien bei Mamma- und Prostatakarzinomen im Fokus

Zielgerichtete Therapien spielen eine zentrale Rolle in der Behandlung von Brustkrebs. Prof. Nadia Harbeck, Brustzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München, betont den Ansatz „best first“, wonach die wirksamsten Substanzen frühzeitig eingesetzt werden sollten, um den größtmöglichen Nutzen für Patient:innen zu erzielen. Dieser Grundsatz wurde kürzlich auf einem Fachsymposium hervorgehoben.
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Medizin

Fortschritte in der Hautkrebstherapie und -forschung: Immuntherapien im Fokus

Diagnostik und Therapie beim Hautkrebs haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Um neue Erkenntnisse und Entwicklungen ging es beim 34. Deutschen Hautkrebskongress der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) in Würzburg mit spannenden Sitzungen, Vorträgen und praxisbezogenen Workshops zur Hautkrebsdiagnostik, -therapie und -forschung. Mit inzwischen etwa 300.000 Neuerkrankungen im Jahr steigt die Hautkrebsrate in Deutschland seit Jahrzehnten.
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Medizin

Phase-III-Studie: Kombinationstherapie verlängert PFS bei hepatozellulärem Karzinom

Ergebnisse der ersten Interimsanalyse der Phase-III-Studie LEAP-012 zeigen, dass die Kombination von Pembrolizumab und Lenvatinib mit transarterieller Chemoembolisation (TACE) bei Patient:innen mit nicht resezierbarem hepatozellulärem Karzinom (HCC) das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant im Vergleich zu TACE allein verbessert. Die Daten wurden im Rahmen des ESMO-Kongresses 2024 vorgestellt.
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Mammakarzinom

HR+/HER2- frühes Mammakarzinom: Neue Perspektiven mit Abemaciclib bei hohem Rezidivrisiko

Mit Abemaciclib wurde der erste CDK4/6-Inhibitor für die adjuvante Behandlung für Patient:innen mit Hormonrezeptor-positivem/HER2-negativem (HR+/HER2-) frühem Mammakarzinom (eBC) und hohem Rezidivrisiko zugelassen. Abemaciclib wird in Kombination mit einer endokrinen Standardtherapie eingesetzt und ist für besagte Patient:innen eine wichtige neue Therapie – denn: Nach 5 Jahren Nachbeobachtungszeit zeigt sich weiterhin ein klarer prognostischer Vorteil, der im Zeitablauf stetig zugenommen hat (1).
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Gastrointestinale Tumoren

Metastasenmanagement und GI-Tumoren

In der Oktober-Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE 2024 geht es zum einen um das Management von Metastasen und zum anderen um gastrointestinale Tumoren. Hier gibt es einige neue Erkenntnisse in den chirurgischen und systemischen Therapieoptionen. Außerdem können Sie mit 3 CME-Fortbildungen in diesem Heft insgesamt 6 CME-Punkte sammeln. Darüber hinaus bringt Sie eine ausführliche Berichterstattung von ESMO- und ESMO-GI-Jahreskongress auf den neuesten Stand.
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Thorakale Tumoren

Chirurgische Therapiekonzepte pulmonaler Metastasen

Eine Vielzahl onkologischer Erkrankungen ist zum Diagnosezeitpunkt oder im Verlauf mit pulmonalen Metastasen assoziiert. Wurde früher ein metastasiertes, malignes Grundleiden eher palliativ behandelt, ist dies in aktuellen onkologischen Konzepten nicht mehr als pauschale Aussage anzusehen. Je nach Tumorentität, onkologischer Kontrolle des Primarius und metastatischer Beteiligung anderer Organe ist der vollständigen Entfernung aller Lungenmetastasen eine positive prognostische Bedeutung zuzuschreiben. Zentral in der Indikationsstellung zur Operation ist daher die technische und lungenfunktionelle Realisierbarkeit einer R0-Resektion aller malignitätssuspekten pulmonalen Befunde. Gleichzeitig ist der größtmögliche Erhalt gesunden Lungenparenchyms anzustreben, um eine geringe Beeinträchtigung der Patient:innen zu gewährleisten und für eventuell notwendige Rezidiveingriffe eine entsprechende lungenfunktionelle Reserve vorzuhalten. Parenchymsparende Resektionen, beispielsweise durch atypische Resektionen oder Enukleationen mittels Laser, stellen daher Standardverfahren in der Metastasenchirurgie dar. Allerdings erfordern sehr große oder ungünstig gelegene Befunde mitunter auch anatomische Resektionen bis hin zur selten notwendigen und streng zu indizierenden Pneumonektomie.
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