Journal Onkologie

Entitätsübergreifend | Beiträge ab Seite 14

Entitätsübergreifend
Kinder und Jugendliche mit Krebs

Kinderwunsch zunehmend wichtiges Thema in den Survivorship-Sprechstunden ehemaliger Krebspatient:innen

Maßnahmen zur Erhaltung der Fertilität vor einer gonadotoxischen Therapie gewinnen aufgrund steigender Überlebensraten bei Kindern und Jugendlichen mit Krebs zunehmend an Bedeutung. Zu den Möglichkeiten fertilitätserhaltender Maßnahmen (FP) gehören die Kryokonservierung von Oozyten oder Sperma bei postpubertären Jugendlichen oder von Keimzellgewebe des Hodens oder Ovars bei präpubertären Kindern. Bei der Durchführung von FP steht immer das individuelle Risiko der einzelnen Patient:innen im Vordergrund, das abhängig ist von der Grundkrankheit, dem Stadium, dem Therapieprotokoll, der Dringlichkeit des Behandlungsstartes und dem Alter der Betroffenen. Seit dem 1. Juli 2021 werden bei Patient:innen über 18 Jahren die Kryokonservierung von Ei- oder Samenzellen oder von Keimzellgewebe sowie die dazugehörigen medizinischen Maßnahmen durch die Krankenkassen finanziert. Über die Kostenübernahme für pädiatrische Patient:innen wird derzeit noch beraten. Eine langfris­tige und interdisziplinäre Nachsorge, die u.a. sensible Themen wie Kinderwunsch beinhaltet, sollte jedem Kind und Jugendlichen nach einer gonadotoxischen Therapie zur Verfügung stehen.
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Hämatologie

CLL + AML: Welche Therapie bei unfitten Patienten?

Bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und der akuten myeloischen Leukämie (AML) werden bei fitten und unfitten Patientinnen und Patienten verschiedene Therapieregime gefahren. Für die unfitten CLL-Patientinnen und Patienten stellte Dr. med. Eugen Tausch, Ulm, während der DGHO Jahrestagung 2021, eine zeitlich limitierte Therapieoption vor. PD Dr. med. Thomas Lehmann, St. Gallen, Schweiz, berichtete von einem Paradigmenwechsel in der Therapie für unfitte AML-Patientinnen und Patienten.
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Entitätsübergreifend

AYA – Adoleszente und junge Erwachsene mit Krebs: Psychosoziale Herausforderungen und spezielle Versorgungsbedürfnisse

Adoleszente und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 39 Jahren, die die Diagnose Krebs erhalten, werden als Adolescents and Young Adults with cancer (AYA) bezeichnet. Diese Patient:innengruppe unterscheidet sich hinsichtlich biologischer und psychosozialer Merkmale deutlich von Kindern und älteren Menschen mit einer Krebserkrankung, was jedoch noch zu wenig Beachtung findet. Daher ist es wichtig, die familiäre, berufliche und soziale Lebenssituation sowie die Bedürfnisse der AYA zu berücksichtigen, um ihre psychosoziale Versorgung zu verbessern und um die Öffentlichkeit für die besonderen Probleme der AYA zu sensibilisieren. Die Erhebung der Bedürfnisse der AYA kann die Entwicklung von maßgeschneiderten Programmen und Versorgungskonzepten für diese Gruppe maßgeblich unterstützen. In einer kanadischen Querschnittsanalyse wurden daher verschiedene bio­psychosoziale Faktoren analysiert, um den Bedarf von AYA an unterstützender Pflege nach der Behandlung zu identifizieren (1).
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Entitätsübergreifend
Deutscher Pflegetag 2021

Spätfolgen und Langzeitnachsorge nach einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter

Auf dem Deutschen Pflegetag 2021 „Pflege stärken mit starken Partnern“, der am 13. und 14. Oktober in Berlin als Hybridveranstaltung stattfand, wurden neben aktuellen Herausforderungen in der Pflege und (digitalen) Innovationen für eine verbesserte Gesundheitsversorgung der Zukunft im Pflegebereich auch das Thema Krebserkrankungen bei Kindern und ­Jugendlichen aufgegriffen.
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Hämatologie

Körperliche Aktivität als wirksame Supportivtherapie bei malignen hämatologischen Neoplasien

In Deutschland erkranken jährlich ca. 40.000 Menschen, darunter 1.000 Kinder unter 18 Jahren an einer malignen hämatologischen Neoplasie. Durch Fortschritte in Diagnostik und Therapie nimmt die altersstandardisierte Sterblichkeit seit den 1990er Jahren ab und die Lebensqualität rückt zunehmend in den Fokus der Versorgung. Eine hohe Symp­tomlast, häufig verbunden mit einer Reduktion der physischen, kognitiven und psychosozialen Leistungsfähigkeit, hat enorme Auswirkungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen. Gezielte körperliche Aktivität bietet in allen Phasen der Erkrankung einen wirksamen nicht-pharmakologischen Ansatz, um krankheits- und therapieassoziierte Symptome und Nebenwirkungen zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.
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Dermatologische Tumoren

Seltene Hauttumoren – Aktuelle Daten zu klinisch relevanten Entitäten

Die demographische Entwicklung hin zu immer älter werdenden Patient:innen und die somit jahrzehntelange Exposition gegenüber UV-Licht werden voraussichtlich auch weiterhin zu einer steigenden Tendenz von Hauttumoren führen. Die häufigsten kutanen Neoplasien sind Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome und das maligne Melanom. Seltene Hauttumoren sind z.B. das Merkelzellkarzinom (MCC) und das Angiosarkom. In dieser Übersichtsarbeit wird die aktuelle Datenlage zu den beiden zuletzt genannten Entitäten näher beleuchtet.
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Entitätsübergreifend

Das richtige Trainingsprogramm für Krebspatienten

Eine Pandemie wie die aktuell durch den SARS-CoV-2-Erreger ausgelöste ist unbestreitbar eine Krisensituation, deren Bewältigung unsere gesellschaftliche Balance aus dem Gleichgewicht bringt. Insbesondere Einschränkungen des Einzelnen in der Ausübung seiner grundgesetzlich verankerten Rechte sorgen für viel Diskussion. Diese Verstrickung führt zu einer Güterabwägung, in der es Gewinner und Verlierer gibt. Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit wird in dieser Diskussion von beiden Seiten eingefordert. Angesichts der Schließung von vielen Sporteinrichtungen und Einschränkungen der persönlichen Bewegungsfreiheit muss eine aktuelle Studienlage, die für Sport und Bewegung im Sinne von Krebsprävention spricht, besonders sorgfältig betrachtet werden, denn für einen (Krebs-)Patienten bedeuten diese Maßnahmen nicht nur die Einschränkung von Grundrechten, sondern auch das Abschneiden von einer Therapie (1).
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Entitätsübergreifend

Ernährungsberatung in der Onkologie

Von der Prävention bis zur Nachsorge spielt der Ernährungsstatus in allen Stadien einer onkologischen oder hämatologischen Erkrankung eine wesentliche Rolle. Trotzdem ist die Ernährungstherapie noch kein Standard und fester Bestandteil der onkologischen Behandlungsmethoden und sollte in allen Therapiephasen berücksichtigt werden. Eine wirksame Ernährungstherapie konzentriert sich auf die Krebsart und das -stadium. In der Präventions- und Nachsorgephase ist es wichtig, ein gesundes Ernährungsverhalten, wie es vom World Cancer Research Fund (WCRF) empfohlen wird, wiederherzustellen, um das Risiko eines Rezidivs und anderer Krankheiten zu verringern. Während der Behandlung verlagert sich jedoch der Schwerpunkt der Ernährungstherapie und konzentriert sich auf die Aufrechterhaltung der Lebensqualität und die Stabilisierung des Gewichts. Die potenzielle Rolle der Ernährungstherapie zur Verbesserung der Prognose und der Lebensqualität des Patienten wird durch die zunehmende und konsistente Evidenz gestützt. Dieser Artikel soll einen Überblick darüber geben, wie die Ernährungstherapie in einem onkologischen Umfeld effektiv angewendet werden kann.
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