ESMO 2025Addition der Radioligandentherapie zum Therapiestandard vermindert das Progressionsrisiko auch beim hormonsensitiven Prostatakarzinom
Die Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617 wird in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) mit oder ohne Inhibition des Androgenrezeptor-(AR-)Signalwegs zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem progredienten Prostata-spezifischen-Membranantigen-(PSMA-)positiven, metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) eingesetzt, die mit einem AR-Inhibitor (ARi) und einer taxanbasierten Chemotherapie vorbehandelt sind. Daten der Phase-III-Studie PSMAddition, die beim ESMO-Kongress 2025 prominent vorgestellt wurden, markieren nun einen bedeutenden Schritt hin zu einem Einsatz in früheren Erkrankungsstadien. Sie zeigen, dass eine Ergänzung des Therapiestandards ADT plus ARi um die Radioligandentherapie auch beim hormonsensitiven metastasierten Prostatakarzinom (mHSPC) das Risiko für Progression oder Tod senkt [1].